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An Bord des Mercedes F 015 So fahren wir in Zukunft Auto, - vielleicht

Erste Probefahrt im Mercedes Forschungsauto F 015. Das Auto gehorcht aufs Wort, soll 2030 selbstständig von einem Ort zum anderen fahren können, während die Insassen relaxen. Doch es bleiben mehr Fragen als Antworten.
  • Peter Maahn
22.03.2015 - 12:05 Uhr Kommentieren
  • Spotpress
Nach dem grandiosen Auftritt zu Jahresbeginn auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas war nun San Francisco die Bühne des Mercedes F015.  Quelle: Daimler

Nach dem grandiosen Auftritt zu Jahresbeginn auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas war nun San Francisco die Bühne des Mercedes F015.

In der kalifornischen Kult-Stadt war er das Tagesgespräch, beherrschte die Facebook-Postings und das Twitter-Gezwitscher. Fremde Wesen aus fernen Galaxien waren wohl in San Francisco gelandet und hatten ihr Auto gleich mitgebracht. Dessen Erkundungskur an Golden Gate Bridge und Fishermens Wharf wurde ebenso zahlreich dokumentiert wie die Begegnung mit der berühmten Cable-Car-Straßenbahn auf den steilen Straßen, die man aus zahlreichen ortsüblichen Filmen bestens kennt. Wenn da bloß nicht der vertraut irdische Mercedes-Stern gewesen wäre. Nach dem grandiosen Auftritt zu Jahresbeginn auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas war nun San Francisco die Bühne des Mercedes F015. Das Forschungsauto soll einen Ausblick ins Jahr 2030 wagen, ohne Hilfe eines Fahrers autonom unterwegs sein und all den Luxus bieten, den man von einem Mercedes wohl auch in der Zukunft erwartet.

Ein Mercedes, wie es ihn noch nie gab
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Der Autokonzern Daimler hat auf der Technik-Messe CES (6. bis 9. Januar) in Las Vegas seine Vision für ein selbstfahrendes Auto der Zukunft vorgestellt. Das von Konzernchef Dieter Zetsche präsentierte Fahrzeug mit der Bezeichnung F015 hat eine futuristische langgezogene Form und einen Innenraum mit drehbaren Vordersitzen. Der silberne Prototyp fuhr nach einer Tour durch die Wüste und die Stadt auf die Bühne.

(Foto: PR)
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Ein Mercedes, wie es noch nie einem gab, mit blau leuchtendem Stern im Grill, der von zuckenden gleichfarbigen LED-Balken umrahmt ist. Das langgezogene Kuppeldach reicht von Achse zu Achse, die breiten Türen öffnen sich gegenläufig wie ein Kleiderschrank. 

(Foto: PR)
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Der Kühlergrill des F015 ist komplett mit blau leuchtenden LEDs bestückt. Das hat mehrere Funktionen. Zum einen kann man an der Anordnung der Lichter erkennen, ob das Auto gerade autonom fährt oder von einem Menschen gesteuert wird ...

(Foto: PR)
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Zum anderen kann das Fahrzeug damit einem Fußgänger demonstrieren, dass es ihn sieht: Ein kleiner Schwarm leuchtender LEDs kann sich im Einklang mit dem Fußgänger über den Kühlergrill bewegen. Mit einer ähnlichen Anordnung roter LED-Lichter am Heck kann auch dem Fahrzeug dahinter angezeigt werden, dass es vor der Motorhaube gerade Bewegung gibt.

(Foto: PR)
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In die Armaturentafel sowie die Rück- und Seitenwände sind sechs Displays integriert, auf denen durch Gesten, Bewegen der Augen oder durch Berührung viele Funktionen abgerufen werden können. Natürlich ist das Internet an Bord allgegenwärtig. Mobiles posten bei Facebook, Twittern oder Surfen im Web wird ungefährlich, denn schließlich denkt und lenkt der Computer.

(Foto: PR)
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Daimler wolle für das autonome Fahren benötigte neue Kommunikationsmöglichkeiten mit der Umgebung etablieren, betonte Zetsche. So könne der Wagen zum Beispiel mit Fußgängern reden, etwa um sie zum Überqueren der Straße aufzurufen.

(Foto: PR)
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Zugleich räumte er ein, dass es diverse ungelöste Probleme bei der Regulierung und auch ethischen Fragen gebe: Wie solle sich etwa ein Auto verhalten, wenn ein Unfall nicht mehr zu verhindern sei. «Diese offenen Fragen betreffen die gesamte Industrie und müssen gemeinsam gelöst werden», sagte Zetsche. Außerdem müsse das autonom fahrende Auto nicht nur technisch machbar, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sein.

(Foto: PR)

Ein selbstfahrendes Auto in extrem flachem, langgestrecktem Design, das sich von heutigen Modellen fast dramatisch abhebt. Was die zahlreichen Augenzeugen des Foto-Shootings nicht wussten: Der F 015 fuhr keineswegs autonom durch die Straßen von San Francisco, das lassen die einschlägigen US-Gesetze gar nicht zu. Ein Mensch saß am Steuer und platzierte das Objekt kameragerecht an den Sehenswürdigkeiten.

Später dann auf einem von der Marine verlassenem Flugfeld außerhalb der 840.000-Einwohner-Stadt: Erstmals gab Mercedes den Innenraum des Einzelstücks für Firmenfremde frei, lud zu einer Mitfahrt über das verwaiste Rollfeld. „Es geht hier vor allem um unsere Vision vom Autofahren in 15 Jahren“, sagt Holger Hutzenlaub, der den Bereich „erweitertes Design“ leitet. „Wir gehen davon aus, dass in der Zukunft die Privatsphäre auch im Auto ein besonders wertvolles Gut sein wird, weil die Hektik und die Anspannung im täglichen Leben immer weiter zunehmen werden“, ergänzt er.

Autos wie der F 015 sollen später einmal mit einer Brennstoffzelle betrieben werden, die ihrerseits den Strom für einen Elektromotor liefert. Das Fahrzeug soll dank seiner Sensoren, Radaraugen  und zahlreicher Kameras auf die Mitwirkung eines Fahrers verzichten können, selbstständig Wege durch Städte oder übers Land finden und befahren, aber auch im Parkhaus ganz von alleine einen freien Platz ansteuern, während der Fahrer längst die Vorspeise im Nobelrestaurant genießt. Später dann kann er per Smartphone-App zurückbeordert werden, öffnet die jeweils außen angeschlagenen Doppeltüren und wird die menschliche Fracht sicher nach Auto chauffieren.

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    Autos wie der F015 sollen später einmal mit einer Brennstoffzelle betrieben werden, die ihrerseits den Strom für einen Elektromotor liefert.  Quelle: Daimler

    Autos wie der F015 sollen später einmal mit einer Brennstoffzelle betrieben werden, die ihrerseits den Strom für einen Elektromotor liefert.

    „Wir haben schon vor zwei Jahren bewiesen, dass wir völlig autonomes Fahren heute schon beherrschen“, erklärt Designer Hutzenlaub mit Nachdruck und begründet damit die Tatsache, dass der F 015 nur teilweise mit der nötigen Technik ausgestattet ist. In der Tat hatte Mercedes 2013 eine S-Klasse selbstständig im normalen Straßenverkehr von Mannheim nach Pforzheim fahren lassen. Über ein ähnliches System soll später auch ein Luxusmodell wie das Forschungsauto verfügen. „Im Jahr 2030 werden die Bordrechner, die Sensoren und vieles andere sicher doppelt so viel können wie heute“, sagt Ingenieur Peter Lehmann, der auf dem Fahrersitz des F 015 das Kommando hat. „Das wird all diese Aktionen ermöglichen, die wir heute noch nicht ganz darstellen können“.

    Wie einst K.I.T.T.
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