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Aston Martin und Porsche Das sind die Luxusjachten der Autobauer

Premiummarken verstehen sich auch als Design-Ikonen. Neben Sportwagen setzen Hersteller wie Aston Martin, Porsche und AMG auch auf Luxusjachten.
27.01.2020 - 09:54 Uhr Kommentieren
  • dpa
Das Designstudio F.A. Porsche baute mit dem Jachtbauer Dynamiq zusammen die 35 Meter lange Gran Turismo Transatlantic 115. Quelle: dpa
Porsche Gran Turismo Transatlantic 115

Das Designstudio F.A. Porsche baute mit dem Jachtbauer Dynamiq zusammen die 35 Meter lange Gran Turismo Transatlantic 115.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Mit den berühmten Mercedes-Rennautos hatte der Silberpfeil, den Daimler 2016 vorstellte, nichts zu tun. Denn als „Silberpfeil der Meere” bewarben die Schwaben: eine Jacht. Zugegebenermaßen klang das aber eingängiger als deren tatsächlicher Name „Arrow460-Granturismo“.

Das 960 PS starke Boot soll laut Mercedes die Proportionen eines Automobils haben. Nur liegt der Preis der Jacht, die von Mercedes designt und vom monegassischen Bootshersteller Silver Arrows Marine gebaut wird, jenseits aller S-Klassen - ab 2,7 Millionen Euro.

Auch andere Premiumhersteller wie Bugatti, Aston Martin oder Porsche Design sind maritim unterwegs. Die Aktivitäten zu Wasser sind für die Autobauer natürlich nur ein Nebenschauplatz: „Sportboote sind für Autohersteller ein Nischenmarkt“, sagt der Branchenexperte Stefan Bratzel. Für die Entwicklung kompletter Sportboote besitzen sie wenig Kompetenz und kooperieren deshalb oft mit Schiffswerften.

„Bei den geringen Stückzahlen liegt der Aufwand hoch und rechnet sich kaum. Die Sportboote sind eher eine Marketingidee“, sagt Bratzel, der als Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach lehrt.

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    Die Luxus-Motorjacht Arrow460 Granturismo. Quelle: dpa
    Mercedes-Silberpfeil auf dem Wasser

    Die Luxus-Motorjacht Arrow460 Granturismo.

    (Foto: dpa)
    So sieht es an Bord der Mercedes-Jacht Arrow460-Granturismo aus, die in Kooperation mit der monegassischen Firma Silver Arrows Marine entsteht. Quelle: dpa
    Luxusinterieur

    So sieht es an Bord der Mercedes-Jacht Arrow460-Granturismo aus, die in Kooperation mit der monegassischen Firma Silver Arrows Marine entsteht.

    (Foto: dpa)

    Premiumhersteller nutzen also den Wassersport, um ihre Marke zu präsentieren. „Die Produkte müssen exklusiv sein und dem Luxus- und Highend-Bereich zugehören. Nur dann strahlt das Produkt Sportboot auf die Fahrzeugmarke ab“, erläutert Bratzel die Idee dahinter.

    Aston Martin entwarf zusammen mit Quintessence Yachts die AM37, ein 11,10 Meter langes Powerboot. Bugatti baut mit dem Bootshersteller Palmer Johnson die 20 Meter lange, auf 66 Exemplare limitierte Niniette 66. Und das Designstudio F. A. Porsche legte gemeinsam mit dem Jachtbauer Dynamiq die Gran Turismo Transatlantic 115 auf. Preis für die 35 Meter lange Riesenjacht: ab 12,5 Millionen Euro.

    Solch ein Manöver ist längst nicht für jeden Autobauer etwas. Hersteller müssten sich zu Beginn einer Kooperation die Frage stellen, ob das Engagement ihre Marke aufwertet, so Bratzel. Bei Opel oder Seat würden Luxusboote sicher nicht zum Markenkern passen.

    Damit würde James Bond auch auf dem Wasser eine schnittige Figur machen: Die AM37 von Aston Martin entstand in Kooperation mit Quintessence Yacht. Quelle: dpa
    AM37 von Aston Martin

    Damit würde James Bond auch auf dem Wasser eine schnittige Figur machen: Die AM37 von Aston Martin entstand in Kooperation mit Quintessence Yacht.

    (Foto: dpa)
    Typische Bugatti-Silhouette auch auf dem Wasser: Die 20 Meter lange Niniette 66 entsteht in einer Auflage von 66 Exemplaren. Quelle: dpa
    Bugatti Niniette 66

    Typische Bugatti-Silhouette auch auf dem Wasser: Die 20 Meter lange Niniette 66 entsteht in einer Auflage von 66 Exemplaren.

    (Foto: dpa)

    Zu Lexus passt Luxus dagegen schon. Die Premiumtochter von Toyota lässt von der US-amerikanischen Werft Marquis Yachts Jachten bauen. Die knapp 20 Meter lange LY 650 mit bis zu 2700 PS starken Motoren kostet 3,7 bis 4,7 Millionen US-Dollar – das sind rund 3,3 bis 4,3 Millionen Euro. Fünf bis sechs Boote sollen pro Jahr gebaut werden.

    Motoren für Autos und Boote

    Andere Unternehmen sind schon länger auf dem Wasser zu Hause. Der Motorenhersteller Honda entwickelt seit Jahrzehnten Antriebe für Boote, ebenso wie Yamaha. Suzuki stellt Außenbordmotoren her. Eine engere Verbindung zur Automobilsparte besteht hier jedoch nicht. Das gilt ebenso für Volvo Penta. Der schwedische Hersteller von Schiffsmotoren hat mit dem Autobauer nur den Namen gemein.

    Renault will künftig alte Akkus seiner E-Fahrzeuge in Schiffen einsetzen und kooperiert dafür mit Seine Alliance, einem Betreiber von Ausflugsschiffen in Paris. Dieser plant, bis zum Jahr 2024 seine ganze Flotte zu elektrifizieren. Und nicht nur Mercedes selbst, sondern auch sein sportlicher Ableger baut Boote: Mercedes-AMG kooperiert mit der US-Firma Cigarette – einem Speedboat-Hersteller.

    Mehr: Führerschein, Destination, Boot: Auf diese Dinge sollten Anfänger achten. Hilfestellung leistet die Messe „boot“ in Düsseldorf.

    Mercedes-AMG kooperiert mit dem amerikanischen Speedboat-Hersteller Cirgarette. Quelle: dpa
    Schnelles Duo

    Mercedes-AMG kooperiert mit dem amerikanischen Speedboat-Hersteller Cirgarette.

    (Foto: dpa)
    Die LY 650 lässt die Toyota-Tochter von der US-amerikanischen Werft Marquis Yachts bauen. Quelle: dpa
    Lexus mit bis zu 2700 PS

    Die LY 650 lässt die Toyota-Tochter von der US-amerikanischen Werft Marquis Yachts bauen.

    (Foto: dpa)
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