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Audi A6 im Gebraucht-Check Zuverlässig auch nach Dienstschluss

Ein Audi A6 ist neu sehr teuer, weswegen ihn vor allem Dienstwagen-Berechtigte fahren. Als Leasing-Rückläufer wird das Business-Modell dann fast zum Schnäppchen. Obwohl der Zahn der Zeit ihm nicht viel anhaben konnte.
02.11.2014 - 11:26 Uhr Kommentieren
  • Spotpress
Mit seinen knapp fünf Metern Länge bietet der Business-Audi ordentlich Platz für bis zu fünf Passagiere Quelle: Audi

Mit seinen knapp fünf Metern Länge bietet der Business-Audi ordentlich Platz für bis zu fünf Passagiere

Dienstwagen für das gehobene Management müssen repräsentativ, bequem und geräumig sein. Der Audi A6 erfüllt das Anforderungsprofil auch noch als Gebrauchter. Und die zwischen 2004 und 2011 angebotene Generation gibt es mittlerweile schon für weniger als 10.000 Euro.

Karosserie und Innenraum: Mit seinen knapp fünf Metern Länge bietet der Business-Audi ordentlich Platz für bis zu fünf Passagiere. Der Gepäckraum der Limousine ist ebenfalls groß, bietet aber nur eine recht kleine Öffnung.

Wer sperriges Gut transportieren will, wählt daher besser den Kombi (Avant) mit großer Heckklappe und bis zu 1.660 Liter Fassungsvermögen. Im Inneren zählt der Audi in beiden Karosserieversionen zum schicksten und hochwertigsten, was man unterhalb der Oberklasse bekommen kann. Auch heute wirkt das Cockpit längst nicht veraltet. Und bis auf geringe Gebrauchsspuren dürften auch ältere Exemplare noch gut in Schuss sein.

Der Kombi war besonders beliebt Quelle: Audi

Der Kombi war besonders beliebt

Antrieb und Motoren: Triebwerk der Wahl ist im A6 in der Regel der 2,7 Liter große Sechszylinder-Diesel mit zuletzt 140 kW/190 PS. Allerdings ist er vergleichsweise durstig und es gibt es ihn ausschließlich in Kombination mit Vorderradantrieb. Wer vier angetriebene Räder will, kann alternativ zum 3,0-Liter-Selbstzünder mit 176 kW/240 PS zurückgreifen. Sparfüchse werden beim 100 kW/136 PS starken 2,0-Liter-Diesel-Vierzylinder in der Spritsparversion TDIe fündig, der mit 5,3 Litern auskommt. Soll es ein Benziner sein, wählt man am besten zwischen dem 125 kW/170 PS starken Vierzylinder-Turbo und dem 2,8-Liter-Sechszylinder mit bis zu 162 kW/220 PS. Wenig überzeugend ist hingegen der müde 2,7-Liter-V6, die großen Motoren mit 3,0, 3,2 und 4,2 Litern Hubraum sind sehr durstig. 

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    Diese Extras machen sich bei Gebrauchtwagen bezahlt
    Marina
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    Was für den einen das höchste der Fahrzeuggefühle ist, ist für den anderen einfach nur peinlich: Getunte Autos samt Spoiler und auffälliger Lackierung mögen zwar der Star auf den entsprechenden Messen sein, beim Gebrauchtwagenhändler sind sie dagegen Ladenhüter. Wer einen Tuning-Wagen weiter verkaufen möchte, sollte sich an Liebhaber wende. Bei allen anderen sind die unnötigen Extras eher ein Grund, den Preis zu drücken...

    (Foto: ap)
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    Auch eine Anhängerkupplung mindert den Wert eines Gebrauchtwagens. Nach der Erfahrung der Gebrauchtwagen-Wertermittler von Eurotax Schwacke gehen potentielle Käufer bei Anhängerkupplungen davon aus, dass das Auto beim Vorbesitzer schwere Lasten ziehen musste und dementsprechend stark verschlissen ist.

    (Foto: dpa)
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    Und selbst eingebaute Navigationssysteme drücken den Preis.

    (Foto: Reuters)
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    Die Experten von Schwacke haben aber nicht nur die unattraktivsten Teile am Gebrauchten gelistet, sondern auch die Must-Haves bestimmt. Eine Zentralverriegelung ist demnach Pflicht - für Autos ohne müssen Verkäufer deutliche Abschläge in Kauf nehmen.

    (Foto: dpa)
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    Und auch die Klimaanlage gehört bei allen Klassen zur Standardausstattung. Gebrauchte ohne Kühlung bleiben lange beim Händler stehen.

    (Foto: dpa)
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    Der Schleuderschutz ESP ist ab der Kompaktklasse aufwärts ein Muss und erhöht selbst bei Kleinwagen den Wiederverkaufswert.

    Allradantrieb gibt es nur für die stärkeren Modelle, wirklich notwendig ist er nur bei den Sport-Varianten mit bis zu 426 kW/580 PS (RS6) oder bei häufiger Fahrt in schneereiche Regionen.

    In Sachen Getriebe bietet Audi je nach Motorversion eine Sechsgang-Handschaltung oder eine Automatik mit gleich vielen Stufen an – letztere empfiehlt sich als Option besonders für den drehmomentstarken Sechszylinderdiesel. Sparsam, aber sehr anfällig ist das stufenlose Getriebe Multitronic, das vor allem für die kleineren Motoren angeboten wurde.

    Auch heute wirkt das Cockpit längst nicht veraltet Quelle: Audi

    Auch heute wirkt das Cockpit längst nicht veraltet

    Ausstattung und Sicherheit: Wer sich einen Audi A6 als Neuwagen leistet, spart in der Regel auch nicht an der Ausstattung. Das Angebot an üppig bestückten Gebrauchten ist daher groß. Besonders attraktiv war seinerzeit das „Businesspaket“ mit Xenonlicht, Multifunktionslenkrad und Parksensoren für 2.000 Euro. Gefragt sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt zudem Lederpolster und Automatik, komfortorientierte Naturen legen zudem auf die Luftfederung Wert.

    An Sicherheitsausstattung bringt der Audi sechs Airbags und den Schleuderschutz ESP serienmäßig mit, gegen Aufpreis gab es unter anderem Spurhalte- und Totwinkelassistent. Beim EuroNCAP-Crashtest heimste der Ingolstädter die Maximalwertung von fünf Sternen ein.

    Triebwerk der Wahl ist im A6 in der Regel der 2,7 Liter große Sechszylinder-Diesel mit zuletzt 140 kW/190 PS Quelle: Audi

    Triebwerk der Wahl ist im A6 in der Regel der 2,7 Liter große Sechszylinder-Diesel mit zuletzt 140 kW/190 PS

    Qualität: Auf diesen Dienstwagen kann man sich verlassen. Die hohen Laufleistungen steckt der Audi in der Regel locker weg, lediglich die Lager der Achsgelenke vorne neigen zum Ausschlagen. Bei der Probefahrt ist daher auf seltsame Geräusche zu achten. Die gibt es gerne auch mal aus dem Motorraum: Dort können die Injektoren mit einem Tackern einen Defekt ankündigen. Beim Kaltstart melden sich zu schwach gespannte Steuerketten bei den V6-Dieseln.

    Vorsicht ist zudem bei Motoren mit nachträglichem Chip-Tuning geboten – der Turbolader reagiert auf die daraus resultierende Zusatzarbeit oft empfindlich. Käufer sollten zudem darauf achten, dass ihr Fahrzeug an der Rückrufaktion wegen defekter Zündspulen teilgenommen hat. Nachgebessert hat Audi im Rahmen einer Serviceaktion auch beim Rostschutz; betroffen waren technisch unkritische Stellen wie Türunterkanten und Heckdeckel. Hier lohnt vor dem Kauf ein Blick.

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    Fazit: Mehr Luxus-Flair als beim Audi A6 war seinerzeit in der oberen Mittelklasse nicht zubekommen. Auch Jahre später überzeugen Anmutung und Verarbeitungsqualität noch problemlos. Wer etwas mehr Geld investieren will, sollte sich einen der letzten Leasing-Rückläufer schnappen, die wohl noch bis 2015 auf den Markt tröpfeln. Die hohe Laufleistung wird durch die gute Wartung in der Regel ausgeglichen. Wer ein älteres Modell möchte, sollte rund 7.000 Euro auf der hohen Kante haben.

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