Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Autokäufer verunsichert wie nie Neuwagen-Rabatte gehen durch die Decke

Nicht weniger als 636 Aktionen mit Rabatten und Prämien verzeichnen Experten aktuell im deutschen Neuwagengeschäft. Wer etwa einen VW Golf sucht, findet ihn ohne große Anstrengung bis zu 44 Prozent unter UVP.
03.09.2017 - 13:54 Uhr
Bevor sich Diesel-Fahrer ein neues Auto kaufen, sollten sie unbedingt die Preise vergleichen. Foto: Uwe Anspach/dpa Quelle: dpa
Im Autohaus

Bevor sich Diesel-Fahrer ein neues Auto kaufen, sollten sie unbedingt die Preise vergleichen. Foto: Uwe Anspach/dpa

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Diesel-Skandal hat den deutschen Automarkt nahezu völlig aus dem Gleichgewicht gebracht. Noch nie war die Käuferverunsicherung so hoch wie heute, noch nie waren die Ängste der Autohändler vor Wertverlusten ihrer Gebrauchtwagenbestände so hoch. Und noch nie sind die Rabatte so stark durch die Decke gegangen. Das zeigt der aktuelle Rabatt-Index des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen, der im August mit 150 Punkten einen historischen Höchstwert erreicht hat.

Zur Einordnung: Im Januar 2010 wurde der CAR-Rabatt- Index mit dem Wert 100 gestartet. Je höher der Wert des Rabatt- Indexes, umso höher die im Markt gewährten Rabatte auf Neuwagen. Der Hauptgrund dieser Entwicklung: Viele große Hersteller bieten sogenannte Abwrack- und Umweltprämien zusätzlich zu ihren „normalen“ Rabattaktionen. Deshalb ist die Anzahl der Sonderaktionen auf 636 Aktionen gestiegen.

Da wichtige Internetvermittler wie etwa meinauto.de oder APL den Privatkunden ohnehin bereits satte Preisnachlässe einräumten, ist der Markt nach Einschätzung von Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer durch die neuen zusätzlichen Prämien der so genannten Umweltaktionen ins Ungleichgewicht gerutscht.

So gibt es nach Auswertung des CAR einen Audi A4 Avant mit Umweltprämie für 20.382 Euro und mit 40 Prozent Rabatt oder einen BMW 116t zu 18.020 Euro, sprich: 27 Prozent Rabatt, den neuen Opel Insigna zu 16.195 Euro oder mit 38 Preisnachlass, einen Skoda Octavia zu 9.386 Euro (46% Rabatt) oder den Golf unter 10.000 Euro - mit 44 Prozent Rabatt. Solche Angebote, so Dudenhöffer, waren bisher noch nie im deutschen Automarkt zu beobachten.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Ausgestaltung der Umwelt-Prämien unterscheidet sich je nach Hersteller bzw. Marke deutlich. So ist bei den Volkswagen-Marken, bei Ford und bei Opel die Verschrottung des Alt-Diesels Bedingung für den Erhalt der Prämie. Hier sind die Rabatte sinnvollerweise nur einem beschränkten Käuferkreis möglich – eben denjenigen, die eine wertlosen Altdiesel noch besitzen.

    Bei BMW, Hyundai, Mazda, Mercedes, Renault und Toyota ist dies nicht der Fall. Mercedes fährt hierbei beispielsweise zweigleisig, indem die ganz alten Euro 1-3 Diesel zum Verwerter gehen, die neueren und eben mitunter noch mit einem nicht zu vernachlässigendem Restwert gesegneten Euro 4 Diesel in Zahlung genommen werden.

    Manche kürzen "normale" Rabatte
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%