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Autosalon Paris Der einsame Adam

Auf dem Messestand von Opel spielt der neue Kleinwagen die Hauptrolle. Doch von Aufbruch ist bei der Weltpremiere nichts zu spüren. Die Konkurrenz ist mal wieder übermächtig.
27.09.2012 - 20:37 Uhr 8 Kommentare
Beim Autosalon Paris (Mondial de l Automobile) wird am ersten Pressetag auch Opels Kleinwagen Adam vorgestellt. Quelle: dpa

Beim Autosalon Paris (Mondial de l Automobile) wird am ersten Pressetag auch Opels Kleinwagen Adam vorgestellt.

(Foto: dpa)

Paris Cool soll er sein, der Adam. Sieben Rapper geben sich alle Mühe Opels neuestes Modell auf dem Pariser Autosalon ansprechend für die Zielgruppe in Szene zu setzt. Den ganzen Messestand haben die Rüsselsheimer für den neuen Kleinwagen reserviert. Und dafür die drei Ausstattungsvarianten mit bewusst jugendlichen Namen aufgefahren: Glam, Jam und Slam. „Wirrwarr war mal“, rappt ein junger Mann mit Vollbart, Baumwollmütze und grünem T-Shirt zur Premiere ins Mikrofon. Schön wär‘s.

Auf der wichtigsten europäischen Automesse präsentiert sich Opel erneut ratlos. Der Auftritt der Rüsselsheimer ist weder groß, noch klein. Er  geht er unter in den aufwändigen Präsentationen der Konkurrenz. Zudem überschatten Diskussionen über das Aus des Standorts Bochum mit rund 3.200 Beschäftigten den Auftritt. Opel kämpft mit seinen Überkapazitäten. Besserung ist vorerst nicht in Sicht: "Wir gehen nicht davon aus, dass das zweite Halbjahr besser wird als das erste", betont Übergangschef Thomas Sedran. 2013 werde der Gesamtmarkt sogar noch etwas schwächer werden.

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    Die Antwort des ehemaligen Opel-Chefs Karl-Friedrich Stracke war stets, der Marke mit attraktiven Modellen wieder zu mehr Absatz zu verhelfen. Der Adam wäre die Gelegenheit  gewesen, auf der größten Automesse des Jahres ein gefälligeres Bild von Opel zu zeichnen. Ein optimistisches, junges, frisches. Denn dafür hat der Adam alles an Bord: Etliche Personalisierungsmöglichkeiten, wie einen Sternenhimmel aus LEDs an der Decke, Dekors für die Armatur oder iPhone-fähige Entertainment-Systeme.

    Modern und aufgeräumt: Journalisten inspizieren den Adam-Innenraum. Quelle: dapd

    Modern und aufgeräumt: Journalisten inspizieren den Adam-Innenraum.

    (Foto: dapd)

    Doch schon der Zeitpunkt der Opel-Präsentation ist schlecht gewählt. Sie findet so früh am Morgen statt, dass sich nur wenige Besucher an den Messestand von Opel verirren und der liegt ohnehin am Rand der Messe. Man muss schon gezielt nach Opel suchen.

    „Wir wollen mit unserem Opel Adam Begeisterung wecken“, sagt Sedran. Doch niemand vom Führungspersonal wagt sich bei der internationalen Premiere des Kleinwagens auf die Bühne. Ein Foto mit den Designern, ein kurzes Begrüßungswort aus dem Lautsprecher, danach ist alles gesagt, der Stand eröffnet.

    Das zweite neue Opel-Modell, den  Mini-SUV Mokka, präsentiert die gegenüber positionierte Schwestermarke Chevrolet optisch leicht retuschiert aber technisch identisch unter dem Namen Trax. Die US-Schwester ist die große Hoffnung des GM-Konzerns in Europa. Der Messe-Auftritt von Opel hinterlässt viele Fragen, wie ernst es die Marke mit der Produktoffensive meint.

    Opel Adam in Paris. Quelle: dapd

    Opel Adam in Paris.

    (Foto: dapd)

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    8 Kommentare zu "Autosalon Paris: Der einsame Adam"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ja ja liebe HB Redaktion! Opel war mal wieder ratlos und hilflos in Paris und wusste nicht so richtig zu präsentieren!Und die anderen haben mal wieder alles super gemacht. Solche Berichte auf Autobild-Niveau , hätte ich auf HB nicht erwartet. SCHADE SCHADE


    • Genau am besten verzichtet man auf alle PR, Marketing und sonstige verkaufsfördernde Maßnahmen, verrammscht weiter das Image der Marke und wundert sich dann wieso alles den Bach runter geht ;) Klar schauen sich das nicht viele an, doch die paar die es tuen tragen es in die Welt. Man sieht ja was das HB daraus gemacht hat.

    • Wieso sind alle HB-Artikel über Opel negativ besetzt? Bisher habe ich ausschließlich nur positive Artikel über den Adam im Netz gefunden. Es scheint, dass die Krise bei Opel eine reine Kopfsache der Medien ist, der sich auf die Autokäufer überträgt . Unabhängiger und korrekter Journalismus sieht wohl anders aus. Das ist zu einfach für das HB. Möchte auch mal mein Geld so einfach verdienen.
      P.S. Vielleicht war ja gerade Mittag, Feierabend, oder so.

    • Sieht ja nett aus, der Kleine. Entscheidend ist tatsächlich, wie er bei den Käufern ankommt, nicht wie er auf irgendeiner Messe präsentiert wird. Schaut sich doch kaum einer an, also egal. Amüsant finde ich allerdings, wie auch dieser Neuwagen wieder in megapeppigem gelb präsentiert wird und nachher fahren 95% in schwarz oder silber. Allein daran sieht man, wie wenig sich das Kaufverhalten an solchen "Shows" orientiert.

    • Die Käufer haben das letzte Wort!
      Wenn der Preis von dem ADAM den Preisvorstellungen der Kaufinteressenten entspricht, kann man sich die Show auf der Ausstellung sowieso sparen.

    • Es ist das erste mal das Opel auf eine Pressekonferenz verzichtet. Das belegt doch nur wie ratlos und unentschlossen die neue Führungsriege reagiert.

    • Ich bin nun schon sehr lange Leser des Handelsblattes und dachte eigentlich immer, dass diese Zeitung pro deutscher Arbeitsplätze eingestellt ist! Es ist wirklich eine Schande, dass ein deutsches Traditionsunternehmen, welches in Deutschland mind. 100.000 Arbeitsplätze geschaffen hat und hält, kontinuierlich nieder gemacht wird, um offensichtlich den Rest der dann übrig bleiben würde ausländischen Unternehmen und Arbeitsplätzen in die Hände zu spielen. Was soll das ??? Absolut unverständlich !!!

    • Ein sehr undifferenzierter Artikel. Der Adam ist ein Hoffnungsträger der Marke Opel und wird bisher sehr gut in Szene gesetzt. Das allseits beliebte Opel-Basching geht auch beim Handelsblatt weiter. Schade!

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