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Bentley, Ferrari und McLaren Gipfel der Exklusivität – diese Luxusautos gibt es nur in Kleinstserien

Luxusautos, die in streng limitierter Auflage gebaut werden, sind bei Sammlern begehrt. Das sind die Exklusivitäten von Aston Martin bis Ferrari.
16.06.2020 - 08:25 Uhr 2 Kommentare
  • dpa
Es kann nur einen geben: Im Monza SP1 findet  nur ein Fahrer Platz.
Ferrari Monza SP1

Es kann nur einen geben: Im Monza SP1 findet nur ein Fahrer Platz.

London Wem selbst Nobelautos wie Bentley Continental oder Flunder flache Supersportler à la Bugatti Chiron nicht mehr rar genug sind, kann zu immer neue Kleinserien der Autohersteller greifen.

„Die basieren oft auf bekannten Modellen, werden aber mehr oder minder kräftig umgebaut“, sagt Dietrich Hatlapa von der Hagi Group in London. „Und während die Stückzahlen bewusst klein gehalten werden, schnellen die Preise in die Höhe“, so der Marktbeobachter.

Auf den ersten Blick ist das eine klassische Win-win-Situation: Die Besitzer können sich eines besonderen Autos rühmen und genießen maximale Aufmerksamkeit und die Hersteller können bewährte Konstruktionen versilbern und ihre Gewinne mehren. Und das meist sogar ohne Risiko: Denn in der Regel sind solche Modelle bereits verkauft, bevor die Produktion beginnt.

Doch für den Kunden zahlt sich so eine Investition langfristig nur selten aus, sagt Hatlapa, der weltweit die Preise für Sammler- und Auktionsfahrzeuge analysiert und Indizes für Ferrari & Co führt wie andere für Aktien: „Ein Auto das heute dreimal so viel kostet wie das Grundmodell, wird als Klassiker und Sammlerstück nicht automatisch dreimal so viel wert sein.“ Die Nachfrage scheint dennoch groß.

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    Allein aus England kommen deshalb bald vier neue Raritäten. Für eilige Genießer hat Bentley den Bacalar angekündigt, den es nur exakt ein dutzendmal geben wird. Er basiert auf dem neuen Continental GT Cabrio, wird aber mit einer stark modifizierten Karosserie zum Zweisitzer.

    Dutzendware im Wortsinn: Vom Mulliner Bacalar will die Nobelschmiede nur 12 Stück bauen. Quelle: dpa
    Bentley Mulliner Bacalar

    Dutzendware im Wortsinn: Vom Mulliner Bacalar will die Nobelschmiede nur 12 Stück bauen.

    (Foto: dpa)
    Geschoss von der Insel: Der Rolls-Royce Silver Bullet entsteht als streng limitiertes Modell auf Basis des Cabrios Dawn.
    Rolls-Royce

    Geschoss von der Insel: Der Rolls-Royce Silver Bullet entsteht als streng limitiertes Modell auf Basis des Cabrios Dawn.

    Zwar machen die Briten noch keine Angaben zum Preis, werden sich aber vermutlich nicht mit den 228.480 Euro begnügen, die sie für das konventionelle Cabrio verlangen - selbst wenn es nicht einmal Änderungen am 485 kW/659 PS starken Zwölfzylinder gibt.

    Ebenfalls stark limitiert ist der Silver Bullet, den die einstige Schwestermarke Rolls-Royce auf Basis des Cabrios Dawn auflegt. Auch hier verschwindet die Rückbank unter einer speziellen Abdeckung, und auch hier werden die 350.000 Euro für das Grundmodell kaum reichen, bestätigt der Hersteller ohne Details zu nennen.

    Nicht ganz so rar, aber dafür umso rasanter sind die jüngsten Kleinserien von Aston Martin und McLaren: So baut James Bonds Hausmarke gerade 88 Exemplare eines V12 Speedster, der mit 515 kW/700 PS über 300 km/h Spitze erreicht.

    Und McLaren setzt 399 Kunden für jeweils 1,7 Millionen Euro im Elva an die frische Luft. Und das kann man in dem Fall wörtlich nehmen. Denn obwohl 599 kW/818 PS stark und über 320 km/h schnell, gibt es nicht nur kein Verdeck, sondern nicht einmal eine Frontscheibe. Immerhin soll ein spezielles System Luft bei hohem Tempo über das offene Cockpit leiten.

    Extremer Spaß für Zwei: Verkleidete Cockpitluken beim offenen Aston Martin V12 Speedster. Quelle: dpa
    Aston Martin V12 Speedster

    Extremer Spaß für Zwei: Verkleidete Cockpitluken beim offenen Aston Martin V12 Speedster.

    (Foto: dpa)
    Steife Brise: Der McLaren Elva kann die Insassen über 320 km/h schnell werden lassen, ein System soll aber Luft über die Cockpitluke leiten können. Quelle: dpa
    McLaren Elva

    Steife Brise: Der McLaren Elva kann die Insassen über 320 km/h schnell werden lassen, ein System soll aber Luft über die Cockpitluke leiten können.

    (Foto: dpa)

    Neu ist diese radikale Idee allerdings nicht. Sondern nach dem gleichen Muster hat Rivale Ferrari bereits kurz vor den Briten den Monza SP1 und SP2 vorgestellt. Abgeleitet vom 812 und wahlweise mit einem oder zwei Sitzen zu haben, gibt es auch diese V12-Sportwagen mit 596 kW/810 PS nur ohne Dach und ohne Scheibe.

    Zwar nennt Ferrari weder Stückzahlen noch Preise. Doch wenn die Italiener „passionierte Kunden und Sammler“ adressieren, sind die Auflagen in der Regel klein und die Summen auf er Rechnung dagegen umso größer.

    Ein Dutzend Bentley, 50 Rolls-Royce, 88 Aston Martin oder 399 McLaren - darüber kann ein ungenannter Bugatti-Kunde nur herzlich lachen. Denn wenn er nach über zwei Jahren Wartezeit endlich sein La Voiture Noire bekommt, hat der bis auf den 1103 kW/1500 PS starken 16-Zylinder nur noch rudimentäre Gemeinsamkeiten mit dem aktuellen Chiron und darf sich nach dem radikalen Komplett-Umbau mit Fug und Recht als Einzelstück feiern lassen. Dafür musste der Kunde allerdings tief in die Tasche greifen. 16 Millionen Euro machen den seltensten Neuwagen der Welt auch zum teuersten.

    Selbst der Bugatti Centodieci wirkt dagegen fast schon gewöhnlich. Dabei ist auch dieser Chiron-Umbau auf zehn Exemplare limitiert und bescheidene acht Millionen Euro teuer, teilt der Hersteller mit. Zum Vergleich: Der auf eine Produktion von 500 Exemplaren ausgelegte Chiron steht mit knapp drei Millionen Euro in der Liste. 

    Bugattis Basis für diesen Umbau bildet der Chiron: Nicht mehr als zehn Exemplare à knapp drei Millionen Euro sollen vom Centodieci entstehen. Quelle: dpa
    Bugatti Centodieci

    Bugattis Basis für diesen Umbau bildet der Chiron: Nicht mehr als zehn Exemplare à knapp drei Millionen Euro sollen vom Centodieci entstehen.

    (Foto: dpa)
    Wie sein historisches Vorbild ziert auch den Neuzeit-Atlantic eine zentrale Finne auf Fronthaube und Dach Quelle: Bugatti
    Zwei Automobillegenden von Bugatti

    Wie sein historisches Vorbild, der Type 57 SC Atlantic, ziert auch den Neuzeit-Atlantic eine zentrale Finne auf Fronthaube und Dach.

    • dpa
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    2 Kommentare zu "Bentley, Ferrari und McLaren: Gipfel der Exklusivität – diese Luxusautos gibt es nur in Kleinstserien"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Lieber Herr Hermann,
      hier geht es, genau wie bei anderen selten zu sehenden Automobilen um hinschauen und das Herz geht demjenigen auf, der SCHÖNHEIT erkennt und fühlt; sensiblen, einfühlsamen Menschen eben, zu denen Sie wohl nicht gehören!
      Und eines ist eh klar (nicht allen!) : die Welt und Natur braucht den Menschen nicht um sie zu schützen, denn wir sind nur ein Wimpernschlag in den abermilliarden von Jahrmillionen der Weltgeschichte! Die Natur hilft sich immer selbst, wie man an der Anpassungsevolution sehen kann - dem Bürger wird nur Angst gemacht, damit man ihm NACHHALTIG Kohle aus der Tasche ziehen kann und ihn belügen kann = demokratisches Verhalten!

      Grüßle, Manfred Freier

    • Diese Verbrenner sind doch totaler Quatsch in 2020, oder?

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