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Erste Ausfahrt im neuen Opel Astra Dieser Blitz könnte voll einschlagen

Opel will es wissen. Nie zuvor in ihrer Geschichte haben die Rüsselsheimer mehr Herzblut in den Astra gesteckt als dieses Mal. Das Kompaktmodell wurde leichter, sparsamer, agiler, komfortabler – und besonders helle.
  • Michael Specht
22.09.2015 - 08:56 Uhr 2 Kommentare
  • Spotpress
Das Kompaktmodell wurde leichter, sparsamer, agiler und komfortabler – und startet bei 17.260 Euro Quelle: Opel
Der neue Astra startet bei 17.260 Euro.

Das Kompaktmodell aus Rüsselsheim wurde leichter, sparsamer, agiler und komfortabler.

Dass der Opel Astra die „ewige Nummer 2“ im Kompaktsegment ist, stört die Rüsselsheimer Autobauer schon lange nicht mehr. So ist es eben. Die Wolfsburger verkaufen in Deutschland fast fünfmal so viele Golf wie Opel vom Astra. Dennoch war der Konkurrent aus Niedersachsen erneut Vorbild und Ansporn. Aber die Opel-Entwickler schauten auch nach Köln. „Unser Ziel war es, bei der Fahrdynamik besser als der Golf und im Komfort besser als der Focus zu sein“, betont Chefingenieur Marc Schmidt. Ab 17.260 Euro kann man überprüfen, ob der neue Astra diesem Anspruch gerecht wird.

Die mittlerweile fünfte Astra-Generation (zählt man die Kadett-Ahnen mit, sind es sogar elf Opel-Kompakt-Generationen) ist eine komplette Neukonstruktion: neues Chassis, neue Karosserie, neue Motoren, neues Fahrwerk, neue Elektronik. Der Astra (K) wurde 5 Zentimeter kürzer, misst jetzt 4,37 Meter. Löblich, denn häufig lassen die Autohersteller ihre Modelle mit jeder Generation ein wenig wachsen.

Viele Modelle werden dadurch schwerer und unhandlicher. Je nach Motorisierung wurde der, allerdings in der jetzt auslaufenden Generation auch arg speckig geratene, Astra bis zu 200 Kilogramm leichter. Beim Basismodell sind es 140 Kilogramm. Ein großer Schritt nach unten. Und einer nach oben, wenn es um die Agilität geht. Die spürt man bereits auf den ersten Kilometern.

Opels Kompakter lenkt präzise ein, zieht spurtreu durch die Kurven, federt sanft, rollt leise ab und fühlt sich dennoch straff und solide an. Auch auf abrupt provozierte Spurwechsel reagiert der Astra souverän, kein Nachschaukeln, keine Unsicherheit am Lenkrad. Besser fuhr sich ein Astra nie. Auf ein adaptives Fahrwerk, wie es manche Konkurrenten anbieten, verzichteten die Rüsselsheimer. Wir haben es bei der ersten Ausfahrt nicht vermisst.

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    Der neue Astra wird flacher, schärfer, leichter
    Flacher, leichter, schärfer
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    Die neue Generation des Opel Astra soll nicht nur leichter, geräumiger und sparsamer sein als das aktuelle Modell. Ab dem Herbst will der Kompakte auch mit gestrafftem Design gegen den Dauerrivalen VW Golf punkten. Eigentlich war das Gesicht des neuen Astra noch geheim. Doch dann wurden Bilder auf einem italienischen Blog gezeigt...

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    Dynamisches Äußeres
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    Darum legen die Rüsselsheimer nun alles offen: Der Fünftürer geht deutlich verändert in die fünfte Generation: Die Front ist flacher, der Kühlergrill wirkt optisch breiter und scharfe Sicken ziehen sich über Motorhaube sowie Flanken. Am Heck finden sich schwarz durchbrochene C-Säulen und schmale dreidimensionale Leuchten.

    Premiere feiert der Opel auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (17. - 27.9.2015), auf den Markt kommt er dann kurz darauf im Oktober. Das Kompaktmodell ist bis zu 200 Kilogramm leichter geworden, mindestens jedoch immer um 120 Kilogramm. Wert legten die Entwickler auf umfassende Assistenzszysteme und die Smartphone-Einbindung. Zudem ist der Astra das erste Auto seiner Klasse mit dem intelligenten LED-Matrix-Licht.

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    Erfolgreich abgespeckt
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    In der Länge schrumpft der neue Astra um knapp fünf Zentimeter auf 4,37 Meter, in der Breite um 3,4, in der Höhe um 2,6 Zentimeter. Dazu sorgt die neue technische Plattform für eine Gewichtsreduzierung – je nach Modell sollen zwischen 120 und 200 Kilogramm eingespart werden. Auch der Luftwiderstandsbeiwert sinkt (0,30).

    Trotz des leicht kürzeren Radstands steigt die Beinfreiheit auf den hinteren Plätzen auch dank neu gestalteter Sitze um dreieinhalb Zentimeter. Die Motorenpalette deckt ein Leistungsspekturm von 70 kW / 95 PS bis 147 kW / 200 PS ab. Erstmals im Einsatz ist der neue 1.4 Ecotec Direct Injection Turbo, ein Vierzylinder, der aus derselben Entwicklungsreihe stammt wie der kleinere Ein-Liter-Dreizylinder.

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    Schon im Stand dynamisch
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    Bei der Entwicklung des Astra diente die Studie Monza Concept als Vorbild. Typisch sind das Markenlogo in der Mitte der Chromgrillspange und die nach hinten hochgezogene Sichel in den Seiten. Die optisch unterbrochene C-Säule verleiht dem Dach einen schwebenden Charakter. An der Front geht die neu gestaltete, doppelte Grillspange optisch in die Matrix-Scheinwerfer über.

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    Der Innenraum wurde entrümpelt
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    Ebenfalls komplett neu präsentiert sich der Innenraum. Zentrales Element ist ein großer Touchscreen zwischen den vorderen Sitzplätzen.

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    Angeblich nicht teurer als das aktuelle Modell
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    Preise nennt Opel noch nicht. Wenn der neue Astra nach der Premiere auf der IAA auf den Markt kommt, wird er, wie aus Unternehmenskreisen zu erfahren war, nicht mehr kosten als das aktuelle Modell. Das gibt es mit einem 85 kW/115-PS-Benziner derzeit für 17.260 Euro.

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    Kompatibel für die „Generation Smartphone“
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    Der Astra wird das erste neue Modell von Opel sein, das ab Marktstart über den persönlichen Online- und Service-Assistenten Onstar verfügt. Er bietet ein breites Angebot an Sicherheits- und Komfortdiensten. Falls beispielsweise bei einem Unfall der Airbag ausgelöst wird, stellt Opel Onstar sofort automatisch die Verbindung zu einem ausgebildeten Notfallassistenten her.

    Außerdem verwandelt Onstar dem Astra in einen mobilen WLAN-Hotspot. Bis zu sieben Endgeräte vom Smartphone bis zum Tablet lassen sich an das System koppeln. Dazu feiert die nächste Generation des Intellilink-Infotainment-Systems. Sie holt die Welt der Smartphones mit Android Auto und Apple Car Play ins Auto.

    (Foto: PR)

    Fahren konnten wir unter anderem den neuen 1,4-Liter-Vierzylinder mit 110 kW/150 PS, den es auch mit 92 kW/125 PS gibt. Der Turbobenziner läuft ausgesprochen leise und zieht schon aus niedrigen Drehzahlen munter los. Nur sollte man hier nicht die Elastizität eines Dieselmotors als Maßstab nehmen. Dafür fehlt dem Benziner dann doch das Drehmoment. Die Höchstgeschwindigkeit der 1.4 Ecotec gibt Opel mit 215 km/h und den Normverbrauch mit 4,9 Liter an. Auf dem Display des Bordcomputers stand nach der Testfahrt 7,1 Liter.

    Keinen Anlass zur Kritik geben die Getriebe. Sowohl die Fünf-, als auch die Sechsgangvariante lassen sich exakt und leicht schalten. Davon kann sich manch anderer Hersteller eine Scheibe abschneiden. Andererseits bietet Opel kein Doppelkupplungsgetriebe an. „Wir denken, dass unsere Automatik in Sachen Haltbarkeit überlegen ist“, argumentiert Marc Schmidt.

    Passen muss der Chefingenieur auch bei der Frage nach einem Allradantrieb. „Dafür haben wir die neue Plattform nicht ausgelegt, geringes Gewicht war uns wichtiger.“

    Trotz seiner geringeren Außenabmessungen bietet der neue Astra innen mehr Platz als sein Vorgänger Quelle: Opel
    Trotz seiner geringeren Außenabmessungen

    Der neue Astra bietet innen mehr Platz als sein Vorgänger.

    Für eine Überraschung sorgt der kleine Dreizylinder-Turbobenziner. Der nur 1,0 Liter große und 77 kW/105 PS starke Leichtmetallmotor entpuppt sich als quirliges Sahnestück und jagt alle Bedenken durch den Auspuff, er könnte mit dem Kompaktmodell überfordert sein.

    Im Gegenteil: Er hängt schnurrig am Gas, klingt kernig und fühlt sich in der Stadt bisweilen sogar besser an als sein größerer 1,4-Liter-Bruder. Hinzu kommt der Verbrauch. Nach EU-Norm sollen es 4,3 l/100 km sein, real lässt sich der 1.0 Ecotec mit rund 6 Litern bewegen.

    Innen deutlich feiner
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    2 Kommentare zu "Erste Ausfahrt im neuen Opel Astra : Dieser Blitz könnte voll einschlagen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Sie fahren wohl solch einen völlig überteuerten Schrotthaufen aus Wolfsburg?

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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