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"f-cell"-Konferenz Gewaltiger Nachholbedarf bei Produktion von Brennstoffzellen

In Sachen Brennstoffzelle bestimmt ein Teufelskreis die Debatte: Ohne Autos keine Infrastruktur, ohne Tankstellennetz keine Autoverkäufe. Droht Deutschland den Anschluss zu verlieren?
08.10.2012 - 15:54 Uhr Kommentieren
Aller Anfang ist schwer, auch wenn Wasserstoff so leicht ist: Das erste Brennstoffzellen-Fahrzeug von Mercedes war 1994 noch mehr rollendes Forschungslabor als Auto. Die B-Klasse F-Cell dagegen brachte die Technik schon  in der Kompaktklasse unter. Quelle: PR

Aller Anfang ist schwer, auch wenn Wasserstoff so leicht ist: Das erste Brennstoffzellen-Fahrzeug von Mercedes war 1994 noch mehr rollendes Forschungslabor als Auto. Die B-Klasse F-Cell dagegen brachte die Technik schon in der Kompaktklasse unter.

(Foto: PR)

Stuttgart Allerorten wird der Ruf nach einem Ausbau der Infrastruktur für alternative Antriebstechnologien laut. So auch bei der zwölften internationalen "F cell"-Konferenz. Gerade in der Brennstoffzellenproduktion bestehe ein gewaltiger Nachholbedarf, vor allem in Deutschland und Europa. Schuld daran sei die Unentschlossenheit, in die Wasserstofftechnologien und die dafür notwendige Infrastruktur zu investieren.

"Deutsche und europäische Unternehmen warten im Moment, dass die Nachfrage steigt, um eine eigene Serienfertigung von Brennstoffzellenstapeln oder fertigen Brennstoffzellensystemen anzugehen" , beklagt Angelika Heinzel vom Zentrum für Brennstoffzellentechnik (ZBT) an der Universität Duisburg-Essen.

Die Serienproduktion der Brennstoffzellenstapel (Stacks) in Deutschland lohnt sich erst, wenn die Nachfrage steige. Und genau da beißt sich die Katze derzeit in den Schwanz. Denn ohne Ausbau der Wasserstoff-Tankstelleninfrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge, die ab 2014 in Serie produziert werden sollen, wird die Nachfrage nach Brennstoffzellenfahrzeugen nicht wesentlich steigen. Somit könne es keine wettbewerbsfähige Brennstoffzellenproduktion geben.

Die Wissenschaftler warnen, Deutschland drohe international den Anschluss zu verlieren. Die Experten zitieren Kanada mit der Automotive Fuel Cell Cooperation (AFCC) als leuchtendes Vorbild in Sachen Automatisierung der Produktion von Stacks für Brennstoffzellenfahrzeuge.

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    Sobald die Nachfrage nach Brennstoffzellenfahrzeugen steige, werde es zu gravierenden Lieferengpässen kommen, lauten häufig geäußerte Bedenken. Eine Automatisierung europaweit sei ohnehin zwingend notwendig, unabhängig von der Produktion größerer Stückzahlen. Nur so sei es möglich, die vielen Bauteile einer Brennstoffzelle in exakt der gewünschten Qualität und vor allem reproduzierbar herzustellen. Dazu seien Roboter unabdingbar.

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