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Fahrbericht BMW K 1600 GT Ein überraschend handliches Riesenschiff

BMW gönnt auch Motorrädern sechs Zylinder. Mit der K 1600 GT bauen die Bayern einen Supertourer, der in puncto Leistung und Fahrkultur seinesgleichen sucht. Aber auch bei Gewicht und Preis.
17.10.2011 - 14:31 Uhr 8 Kommentare
Die BMW K 1600 GT ist ein Riesenschiff, und mit 1,45 Meter fast so breit wie ein Auto. Quelle: Pressefoto

Die BMW K 1600 GT ist ein Riesenschiff, und mit 1,45 Meter fast so breit wie ein Auto.

(Foto: Pressefoto)

Gerlingen/Düsseldorf Nein, für die Rennstrecke wurde dieses Motorrad sicher nicht gebaut. Das ist der erste Eindruck, wenn man sich einer BMW K 1600 GT nähert: ein Riesenschiff, fast so breit wie ein Auto. Voll getankt und mit Vollausstattung kommt sie auf knappe sieben Zentner. Die schieben sich nicht so einfach – und schon gar nicht rückwärts den Berg hoch. Und weil es keinen Rückwärtsgang gibt, ist bei der Parkplatzwahl Umsicht angeraten, damit man später wieder ohne fremde Hilfe wegkommt.

Der Auspuff gibt Aufschluss über die Zylinderzahl. Und vor Kurven braucht auf der neuen 1600er auch niemand Angst zu haben. Quelle: Pressefoto

Der Auspuff gibt Aufschluss über die Zylinderzahl. Und vor Kurven braucht auf der neuen 1600er auch niemand Angst zu haben.

(Foto: Pressefoto)

Rollt die K mit Motorkraft vorwärts, ist die Sachlage eine vollkommen andere. Mit einer geradezu unglaublichen Handlichkeit lässt sich die BMW schon bei Schrittgeschwindigkeit dirigieren, und es wird mit wachsendem Tempo immer besser. Dann wird aus dem Reisedampfer auf Wunsch des Kapitäns, entgegen der anfangs geäußerten Meinung, eben doch ein Schnellboot. Das genaue Rezept der BMW-Ingenieure zu dieser fast wundersamen Wandlung kennen wir nicht, einige Zutaten aber schon:

Die Maschine leistet 118 kW / 160 PS bei 7.750 Umdrehungen in der Minute und liefert bei 5.250 Touren ein Drehmoment von 175 Newtonmetern. Quelle: Pressefoto

Die Maschine leistet 118 kW / 160 PS bei 7.750 Umdrehungen in der Minute und liefert bei 5.250 Touren ein Drehmoment von 175 Newtonmetern.

(Foto: Pressefoto)

Da wäre zunächst der quer und sehr tief eingebaute Motor mit einer um 55 Grad nach vorne geneigten Zylinderbank und seinen dahinter eingebauten Nebenaggregaten, die gemeinsam für eine tiefen Schwerpunkt sorgen.

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    Ohne dass wir die Radlasten nachgewogen hätten, wirkt die K 1600 GT sehr ausbalanciert. Schließlich kommt dazu ein wirklich feines Fahrwerk, das zwar aus bekannten Elementen wie der BMW-typischen Duolever-Vorderradführung aus Aluminium und der Alu-Einarmschwinge besteht, aber durch eine nochmals verbesserte Grundabstimmung auffällt.

    Die lässt sich individuell und per Knopfdruck anpassen. Das System ESA II bietet per Knopfdruck die Wahl: entweder kommod in Komfortstellung cruisen oder in Normal- oder gar Sportstellung flott unterwegs sein. Das hintere Federbein lässt sich auf die Zuladung (solo, mit Sozius, Sozius plus Gepäck) anpassen.

    K 1600 GT und GTL: Beide Modelle sind serienmäßig mit ABS, Abblendscheinwerfer mit Xenon-Licht, Geschwindig keitsregelung, Bordcomputer, beheizbaren Len kergriffen und beheizbarer Sitzban k ausgestattet. Die GTL verfügt zusätzlich unter anderem über ein Audiosystem mit Vorbereitung für ein Navigationssystem, das optional auch für die GT angeboten wird. Quelle: Pressefoto

    K 1600 GT und GTL: Beide Modelle sind serienmäßig mit ABS, Abblendscheinwerfer mit Xenon-Licht, Geschwindigkeitsregelung, Bordcomputer, beheizbaren Lenkergriffen und beheizbarer Sitzbank ausgestattet. Die GTL verfügt zusätzlich unter anderem über ein Audiosystem mit Vorbereitung für ein Navigationssystem, das optional auch für die GT angeboten wird.

    (Foto: Pressefoto)
    Kondition des Fahrers wird geschont
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    8 Kommentare zu "Fahrbericht BMW K 1600 GT: Ein überraschend handliches Riesenschiff"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ja und ich bin früher auch Mofa gefahren und heute fahr
      ich K 1600 GTl und würde Sie nicht mehr hergeben wollen.

    • In Fachkreisen wird sie auch Vierzimmerküchebad genannt. Nächstes Jahr dann als Diesel, mit Anhänger und Dusche.

    • "Im August verkaufte BMW Motorrad weltweit 6.646 Motorräder (Vj.: 6.405 Eh / +3,8%). Per August stieg der Absatz auf 78.280 Motorräder (Vj.: 73.442 Eh), das entspricht einem Wachstum von 6,6 % gegenüber dem hohen Vorjahresniveau" so BMW. BMW ist kein Motorradmassenhersteller und kann seinen Fankreis mit durchaus ziemlich nüchternem praktischen Design begeistern. Dank der gefundenen Nische kann man anders sein als andere und mit eigenen Linie und Technik überzeugen.

      Ist man so erfolgreich, stellt sich höchstens die Frage "warum man nicht noch erfolgreicher sein kann" ? Warum man einfach die Nische nach einem "naked Design", "mehr RETRO" und "mehr chopper-feeling" (mit eigener BMW-Linie) ... so am Straßenrand liegen läßt. "Customer Design" hat auch den Vorteil, dass man "naked bikes" anbieten kann und den Käufer über eine große Vielfalt zu seiner Wahl helfen kann. BMW könnte hier neue Akzente setzen ... ohne die Stammlinien verlassen zu müssen.
      Auch das Fehlen von einem "anderen frischen Denken":
      http://www.litmotors.com/news/abg-c1/
      wiegt schwer.
      Erfolg ist eine Sache ... noch erfolgreicher sein zu wollen ... eine andere Sache. Die Fähigkeit dieses "Delta" darstellen zu können ... entscheidet die Zukunft.

    • Dann lieber eine ZZR1400 mit 50 KG weniger (fahrfertig) u. noch einigermaßen bezahlbar.;-)

      Spaß beiseite: Obwohl seit Jugendtagen begeisterter "Mopedfahrer", werde ich mir kein Moped mehr kaufen. Für die paar Tage im Jahr leihe ich mir lieber eins u. kann jederzeit ein anderes Modell (entsprechend dem Einsatzzweck) nutzen, ohne die Fixkosten am Bein zu haben.

    • 319 Kilo Leergewicht. Danke. Bin früher immer Motorrad gefahren, aber niemals ein Sofa.

    • ein bisschen mehr Kritik wäre wohl angebracht. Die Lastwechselreaktionen sind auf keinen Fall hinnehmbar und so ein unförmiger Reihensechszylinder lässt sich halt nicht ästhetisch in den Rahmen integrieren. Das haben andere Hersteller genialer gelöst. Das die heutigen Vierzylinder die gleiche Turbinenhaftigkeit zeigen,sei so nebenbei bemerkt. Insgesamt ist dieses Motorrad absolut überflüssig und wird sicherlich nur bei den älteren Möchtegernmotorradfahrern anklang finden.

    • Schöööön! Aber ob ich mir jetzt, 52 Jahre nach meiner ersten BMW, noch so einen Brocken antue, ich weiß nicht.

    • Sicher ein schönes Motorrad, aber es sucht mitnichten vergeblich seinesgleichen. Schon mal von der Honda Gold Wing gehört? Die hat übrigens einen Rückwärtsgang.

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