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Ford Fiesta im Handelsblatt Autotest Stop! In the Name of Love

Ford setzt bei seinem Kleinwagenklassiker Fiesta jetzt voll auf sparsame „Ecoboost“-Motoren. Der Dreizylinder mit 1-Liter-Hubraum zeigte im Alltagstest aber nur wenig „eco“, - und teils zu viel „Boost“.
11.07.2013 - 09:35 Uhr 4 Kommentare
Halte ein, Fiesta: Wer den kleinen Ford laufen lässt, muss auch für den Durst bezahlen.

Halte ein, Fiesta: Wer den kleinen Ford laufen lässt, muss auch für den Durst bezahlen.

Düsseldorf Die Geschichte des Dreizylindermotors ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Eines davon ist der Opel Corsa B in seiner späten 1.0-Liter-Variante. Wer mit diesem technischen Wunderwerk und seinen machtvollen 54 PS autofahrerisch aufgewachsen ist, weiß, was Verkäufer meinen, wenn sie von einer gewissen Grundvibration sprechen. 13 Jahre später ist der Dreizylinder regelrecht en vogue. Ford setzt große Hoffnung auf die eigens entwickelte und bereits doppelt als Motor des Jahres ausgezeichnete Ecoboost-Generation. Seit Januar dieses Jahres ist nun der Kleinwagenklassiker Fiesta mit der entsprechenden 1.0-Liter-Maschine ausgerüstet. Sparsam soll er sein – aber nicht langweilig.

Im Test steht entsprechend der Motor und seinem Verhältnis von Leistung und Wirtschaftlichkeit im Fokus. Ford hat sich nicht lumpen lassen und spendierte als Testwagen den Fiesta mit Spitzenmotorisierung (1.0 Liter Hubraum, 125 PS) in der Ausstattungsvariante „Titanium“. Von der bonbonartigen Lackfarbe („Hot Magenta“) einmal abgesehen macht das Modell schon auf den ersten Blick eine gute Figur. Schlanker Körperbau bei erprobter kurviger Linienführung, schöne Augen, klarer Wiederkennungswert: Optisch bietet der aktuelle Fiesta nichts, was nicht seit der Modellpflege im Jahr 2008 bekannt und weitgehend geschätzt wird.

Wie heißt es so schön: die inneren Werte zählen. Allerdings fallen das völlig überladene Cockpit und die im Vergleich zur Klavierlackoptik der Konsole recht billig wirkende Armaturenverkleidung aus Plastik beim Einsteigen negativ auf. Recht schnell zum Ärgernis in Handlingfragen wird auch die Mittelkonsole, oder besser die Armstütze und das darin integrierte Staufach. Praktisch, ja, aber schon vor dem Starten des Motors knallt der Ellbogen das erste Mal schwungvoll gegen die schmerzhaft solide Plastikverschalung.

Latent zähneknirschend geht die multimediale Fahrtvorbereitung dann aber angenehm unkompliziert über die Bühne. Der MP3-Player wird via USB widerspruchslos geschluckt, auch die Bluetooth-Anbindung des Smartphones gelingt auf Anhieb. Keine Selbstverständlichkeit.

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    Selbstverständlich ist auch der Zündschlüssel heutzutage nicht mehr. Der Dreh im Zündschloss birgt aber schon die nächste positive Überraschung. Das eher anstrengende rasenmähertackern des klassischen Dreizylinders fällt ungewohnt leise aus. Und es geht weiter mit dem Lob. „Das Ruckeln, was Du jetzt spürst, kommt vom Motor“, erklärte einst ein Gebrauchtwagenverkäufer, als ein gewisser Corsa B am Rande des Bergischen Landes anno 2003 den Besitzer zu wechseln drohte.

    Im Fiesta ist von diesem Ruckeln kaum noch etwas zu spüren. Ford hat sich Gedanken gemacht und die Vibration per Schwungrad und präziser Unwucht ausgeglichen. Das penetrante Traktor-Gefühl ist verschwunden und damit auch ein Faktor, der ernsthaft gegen die Anschaffung eines Dreizylinders gesprochen hat.

    Unter dem Strich bleiben dann doch nur Vorteil übrig – oder ? Fast ...

    Sensibler Gasfuß ist gefragt
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    4 Kommentare zu "Ford Fiesta im Handelsblatt Autotest: Stop! In the Name of Love"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich finde der Tester sollte sich auf ein anderes "Fachgebiet" begeben, die Bewertung zeigt das er von PKWs keine Ahnung hat.

    • @derheuschreck:
      Dem Mario muss ich leider recht geben - nicht bei der Rechtschreibung, aber bei der Dynamik. Ich fahre einen Fiesta - zwar mit anderem Motor, aber hier geht es ja um die Lenkung. Und Kurvenwedeln ist ein Sport, den in der Kleinwagenklasse keiner (!) besser beherrscht. Direktes Ansprechen auf Lenkbefehle, gutmütige Bewegungsfreude, später Grenzbereich, der dann auch nicht abrupt einsetzt. Allerdings sollte man die Standardsitze durch Sportsitze ersetzen. In der Regel rutscht der Fahrer auf den Standards nämlich lange, bevor das Auto selbst rutscht.
      Fazit: über den im Artikel genannten Motor kann ich nichts sagen, aber wer dem Fiesta fehlende Dynamik attestiert, hat schon sehr lange nicht mehr in einem anderen Kleinwagen gesessen.

    • @ Mario:
      Mit Ihrem Kommentar wird leider deutlich, dass Sie offenbar nicht nur eine Schreib- sondern auch eine Lese- bzw. Wahrnehmungsschwäche haben. Was Sie dem Fiesta andichten - arbeiten Sie in der Ford-Werbung? - und dem Tester unterstellen, kann jedenfalls nicht der Realität entsprechen, die man in diesem Modell erfährt.

    • Mit diesem Artikel wird leider einmal mehr deutlch, daß das Handelsblatt wenig Kompetenz in Sachen Autotest besitzt. Dem Fiesta, als ausgewieseneen Dynamiker, was in jedem Test in Fachzeitschriften belegt wird, eine schwammige Lenkung zu attestieren, entspricht einfach nicht der Realität. Das Gegenteil ist der Fall.

      Und wer mit 125 PS beim Anfahren schon nicht klarkommt, der sollte am besten das Autofahren ganz lassen - oder doch wieder auf den besagten Corsa Dreizylinder zurückgreifen.

      Meine Bitte an das Handelblatt: Bitte tester mit mehr Sachversatnd einsetzen oder Autotests ganz einstellen.

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