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Jaguar F-Type R Coupé im Handelsblatt-Test Böse Blicke im Preis inbegriffen

Sieht geil aus, ist bärenstark, und superschnell. Wie kein anderes Modell versinnbildlicht das F-Type V8-Coupé Jaguars Werbespruch „It’s good to be bad“. Aber es ist auch böse eigenwillig. Und verboten laut.
18.12.2014 - 09:07 Uhr 2 Kommentare
Ein gutes Auto ist der Jaguar F-Type R allemal. Und ein bisschen böse noch dazu.

Ein gutes Auto ist der Jaguar F-Type R allemal. Und ein bisschen böse noch dazu.

Düsseldorf „It’s good to be bad“ – mit diesem Spruch wirbt Jaguar für das F-Type Coupé. Das mag zunächst ungewöhnlich wirken für einen Autobauer, der eher damit assoziiert wird, große, elegante Limousinen an ein eher gesetztes Publikum zu verkaufen. Das Wort „böse“ scheint da gar nicht ins Marketing zu passen. Bis man einem F-Type begegnet.

Sobald der fünf Liter große Achtzylinder des R-Modells zum Leben erwacht, wird allen Anwesenden sofort klar, dass „böse“ hier voll und ganz zutrifft. Diese akustische Duftmarke mit einem schlichten Aufheulen zu beschreiben, greift viel zu kurz. Ein nahes Donnergrollen trifft es viel besser. Fast möchte man ihm zurufen: „Gut gebrüllt, Löwe!“ Wenn es nicht ein Jaguar wäre.

Zu dem akustischen kommt der optische Eindruck. Bei dem Testwagen sticht natürlich die Lackierung in „Firesand“, einem Orange-Metallic mit leichtem Kupferstich, ins Auge. Es steht dem F-Type gut, auch wenn die Kunden in der Regel eher zu einem der neun Weiß-Silber-Grau-Schwarz-Abstufungen greifen dürften.

Neben den genannten Farben sind noch zwei Rottöne (uni und metallic) sowie das klassische British Racing Green im Programm.

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    Doppeltes Glück unter den Hauben
    Jaguar F-Type Coupé 03
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    Weit aufgerissener Kühler-Schlund, einige Kiemen an der Seite und dynamisch gestaltete Scheinwerfer: So sieht der Jaguar F-Type von vorne aus. Neben der außergewöhnlichen Lackierung – Farbton „Firesand“ – macht ein kleines Detail an der Front diesen F-Type zu einem besonderen: das kleine „R“ im Kühlergrill.

    (Foto: Sebastian Schaal)
    Jaguar F-Type Coupé 04
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    Dieser Buchstabe deutet darauf hin, was das Coupé antreibt. Unter der langen Alu-Haube schlummert ein fünf Liter großer V8 mit Kompressor-Aufladung, der es auf stolze 550 PS bringt. Der V8 ist zwar auch im Cabrio erhältlich, dort aber „nur“ mit 495 PS und der etwas weicheren S-Abstimmung statt dem Race-Fahrwerk im Coupé.

    (Foto: Sebastian Schaal)
    Jaguar F-Type R 27
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    Wer einmal einen Kompressor-V8 von Jaguar (oder einen der ebenfalls kompressorgeladenen V6) gefahren ist, stellt sich unweigerlich die Frage, warum alle Welt auf den Turbo setzt. Eine brachiale Leistung, die aber vollkommen gleichmäßig freigesetzt wird, untermalt von einer einzigartigen und beeindruckenden Klangkulisse.

    (Foto: Sebastian Schaal)
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    Wer den anderen Verkehrsteilnehmern aber zu oft die schmalen Rücklichter des F-Types zeigt, wird regelmäßig an die Vor- und Nachteile des Kompressors erinnert: Seine beste Zeit hat der Kompressor bei hohen Drehzahlen. Dort entwickelt er viel Leistung, verbraucht aber auch viel – 15 Liter und mehr sind kein Problem. Bei niedrigeren Drehzahlen im Alltag ist ein Turbo bei kleineren Motoren eben effektiver. Dem Fünfliter-V8 mangelt es auch knapp über Standgas nicht an Leistung.

    (Foto: Sebastian Schaal)
    Jaguar F-Type R 13
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    Hier spielt die Musik: Aus den vier Endrohren bläst der V8 sein Konzert mit Pauken und Trompeten. Was dem Sportwagenfreund gefällt, lässt beim Nachbarn die Frage aufkommen, wie diese Abgasanlage eine Straßenzulassung bekommen konnte.

    (Foto: Sebastian Schaal)
    Jaguar F-Type R 17
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    Der Grund liegt in dieser Taste. Mit ihr lässt sich eine Klappe im Abgasstrang öffnen und schließen. Damit hat der Fahrer die Wahl zwischen deutlich-wahrnehmbar-laut und jeder-bekommt-es-mit-ob-er-will-oder-nicht-laut. Allerdings nicht beim Anlassen, da faucht der V8 einmal laut auf, ohne dass der Fahrer etwas machen kann. Am Sonntag morgen mal eben unauffällig Brötchen holen ist mit dem F-Type R nicht drin.
    Was auf dem Bild auch deutlich wird, ist der fette Handabdruck auf dem Plastik: Nicht alle Materialien im Innenraum sind so hochwertig, wie es bei einem 100.000-Euro-Sportwagen angebracht wäre.

    (Foto: Sebastian Schaal)
    Jaguar F-Type R 19
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    Das zeigt sich zum Beispiel auch am Startknopf. An der kupferfarbenen Taste selbst ist alles wunderbar, auch die Details stimmen: Vor dem Anlassen flackert der rot beleuchtete Schriftzug im Rhythmus des Herzschlagens auf – Emotion pur. Der Kunststoff drumherum sieht aber so aus, als ob es für echtes Sichtkarbon nicht mehr gereicht hätte.

    (Foto: Sebastian Schaal)

    Egal ob in dem klassischen Renn-Grün vergangener Tage oder unserem Feuersand-Metallic: Beim Coupé werden die Querverweise zum legendären E-Type viel deutlicher als beim 2013 vorgestellten F-Type Cabriolet. Eine lang gezogene Motorhaube und einen nach hinten versetzten Innenraum hatte auch bereits der offene F-Type. Mit der langsam abfallenden Dachlinie kommt das Coupé dem historischen Vorbild aber um Welten näher.

    Wie der Platzhirsch im Sportwagen-Segment, der Porsche 911, trifft das F-Type Coupé die moderne Interpretation eines klassischen Designs hervorragend. Was den Porsche aber besonders macht: Seine Form wurde über all die Jahre seit dem 901 nur behutsam verändert, wirkte aber dennoch nie altbacken.

    Dass auch Jaguar aus dem F-Type eine solche Ikone machen kann, müssen die Briten mit dem künftigen Generationen erst noch beweisen. Eine gute Grundlage hat Chefdesigner Ian Callum mit dem aktuellen Modell aber gelegt.

    Jaguar hat noch ein weiteres Attribut für das F-Type Coupé. Es soll nicht nur böse sein, sondern auch das dynamischste Jaguar-Serienmodell aller Zeiten. Dazu haben die Briten ihre beiden stärksten Waffen kombiniert: Das handliche Fahrverhalten des F-Type Cabrios mit der 550 PS starken V8-Wuchtbrumme aus dem XFR-S – im Cabrio leistet der Fünfliter-Motor „nur“ 495 PS.

    Das Beste aus zwei Welten
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    2 Kommentare zu "Jaguar F-Type R Coupé im Handelsblatt-Test: Böse Blicke im Preis inbegriffen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Prollig, auffällig, laut und peinlich - der F-Type. Passt aber bestens zum neuen Jag-Image.

      Ich weiß schon, warum ich meinen Double Six nicht mehr hergebe. Und nein, ich bin kein "verstaubter" Jag-Fahrer, ich bin U40 und finde die Entwicklung von Jaguar äußert traurig.

    • Ich persönlich denke: der 6 Zylinder im Coupe ist völlig ausreichend. Wer den mal so gefahren hat merkt das schon diese Nummer richtig Spaß macht. Zum Navi: ich meine im Frühjahr kommt eine leich überarbeitete Version auf den Markt; leicht geänderte Schweller & Co.; ob das Navi da geändert wird ist mir jetzt nicht bekannt; hab es aber mal läuten gehört.

      Plastik und Co findet man auch in anderen Sportwagen. Im F-Fype war das für mich persönlich soweit alles ok; was ordentlich vom Raumgefühl was bringt: Glasdach mitkaufen...kann man zwar nicht ausstellen, vergrößert aber ungemein das Raumgefühl.

      In diesem Sinne: Auspuffklappen NICHT schließen und: Gas ist rechts.
      Anderes Ding beim F-Type ist noch: diese Karre wird man nicht an jeder Straßenecke stehen sehen; im Gegensatz zu Porsche.... gähn.

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