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Kia pro_cee´d GT im Test Sports-Kanönchen mit hübscher Tiger-Nase

Wer hätte das gedacht? Kia, die sachliche und preisbewusste Hyundai-Tochter wird plötzlich emotional, grell geschminkt und ein bisschen laut. Ist es die Pubertät? Den Jungs gefällt es jedenfalls.
12.06.2014 - 08:36 Uhr Kommentieren
Das ist sie, die fürs Kia-Design so typische kleine Tigernase. Beim GT ist sie hübsch in Chrom gerahmt und schwarz glanzlackiert. Sieht gut aus. Quelle: Sebastian Schaal

Das ist sie, die fürs Kia-Design so typische kleine Tigernase. Beim GT ist sie hübsch in Chrom gerahmt und schwarz glanzlackiert. Sieht gut aus.

(Foto: Sebastian Schaal)

Düsseldorf Wow, dieses Auto hat das Kia-Team um den ehemaligen VW-Designer Peter Schreyer aber wirklich gut hinbekommen: Aggressiv und dynamisch präsentiert sich der sportlichste Kompakte, den Kia im Programm hat. Scharfe Linien und schwungvoll geformte Scheinwerfer streben nach hinten und verleihen dem pro_cee´d GT dadurch einen richtig angriffslustigen Blick.

Der schwarze „Tigernasen“-Frontgrill und der Frontspoiler machen einen auf klassische GTI-Optik, und als Highlight gibt es bei der 204 Turbo-PS starken Sport-Variante des cee´d ja noch die „Ice Cubes“. So heißen die zum Quadrat gebündelten jeweils vier LED-Spots ganz unten in der Frontschürze. Die können sich schon deshalb sehen lassen, weil sie die gleiche Lightshow veranstalten wie ein Porsche Panamera Turbo S.

Den können Sie sich schenken!
Kia Pro Ceed GT 6
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Flach geduckte Tigernase, zum Sprung bereit: Die Optik des sportlichsten Mitglieds aus Kias Cee´d-Familie überzeugt.

(Foto: Sebastian Schaal)
Kia Pro Ceed GT 34
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Seitliche Sicken und Fenstlerlinie steigen nach hinten steil an, ein integrierter Dachspoiler rundet das nach unten geneigte Dach ab. Leuchten und Strahler sind hinten wie vorne besonders groß und markant geformt.

(Foto: Sebastian Schaal)
Kia Pro Ceed GT 3
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Der Kia pro_cee´d GT startet mit einem Preis von 24.490 Euro zum Beispiel gegen den VW Scirocco 2.0 TSI, und den Opel Astra Coupé GTC, die mehrere tausend Euro teurer sind. In 7,7 Sekunden kommt der Korea-Renner aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht einen Top-Speed von 230 km/h. Der Normverbrauch beträgt 7,4 Liter Benzin.

(Foto: Sebastian Schaal)
Kia Pro Ceed GT 11
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Spoiler und Schürzen tragen ebenso zur optischen Aufrüstung bei wie ein wenig Kriegsbemalung ...

(Foto: Sebastian Schaal)
Kia Pro Ceed GT 5
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Der GT steht auf 18-Zoll-Alus mit flacher und breiter Sportbereifung. Rot lackierte Bremssättel tragen zumindest optisch zur Rennatmosphäre bei.

(Foto: Sebastian Schaal)
Kia Pro Ceed GT 17
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Pedale aus Aluminium, viel schwarzes Leder, Klavierlackelemente, rote Ziernähte und glänzender Chromschmuck: Der Innenraum braucht keinen Konkurrenzvergleich zu scheuen.

(Foto: Sebastian Schaal)
Kia Pro Ceed GT 32
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Da kommt Licht hinein und Freude auf: Das große Panorama-Glasdach tut außen der Weiß-Schwarz-Optik des Coupés gut, und hellt den schwarzen Innenraum auf.

(Foto: Sebastian Schaal)

Optisch nah dran an den Wolfsburger GTI-Modellen, an denen sich in dieser Klasse alles messen lassen muss, ist die Außenoptik mit den auffällig lackierten Bremssätteln hinter den schwarzen 18-Zoll-Sportreifen und den kleinen Seitenschwellern sowie den dicken Lufteinlässen in der Frontschürze. Sie zeigen, warum braucht die Hyundai-Tochter das Modell überhaupt im Programm hat: Ein Kompaktsportler ist immer ein wenig unvernünftig, sprich emotional – und damit besser fürs Image als vernünftige Brot-und-Butter-Wagen.

Das schneeweiße und flach auf die Breitreifen geduckte Korea-Coupé erinnert an den Scirocco und den Volvo C30. Auch die haben ganz typische und weit ausgestellte hintere Radläufe, die dem Heck eine unverwechselbare, muskulöse Optik verleihen.

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    Bei unserem GT kommt noch ein großflächiges Panorama-Glasdach hinzu, dass die von roten Zierlinien umrahmte weiß-schwarze Gesamtoptik enorm aufwertet. Hinten rundet ein gut integrierter Dach-Spoiler das Kraftpaket ab.

    Die Annäherung an den einladend sportlichen Testwagen fällt leicht, genauso wie die erste Sitzprobe in den eng geschnittenen Recaros. Die sind nur eines von zahlreichen Highlights im komplett schwarzen Cockpit und halten jedermann seitlich gut fest. Wie sich später auf Langstrecke zeigt, sind sie aber auch Teil des Vorwurfs, dass der „GT“ einen falschen Namen zur Schau stellt.

    Denn durch die angedeutete Form einer Renn-Sitzschale ragt die Kopfstütze auffällig weit nach vorn, zu weit. Was auf kurzen Strecken tolerierbar ist, wird auf Autobahn-Etappen zur Zumutung. Ich fahre Düsseldorf- Hamburg-Düsseldorf an einem Wochenende, und muss mir prompt den steifen Nacken wegmassieren lassen.

    Ein Zugeständnis an den Preis, der deutlich unter 30.000 Euro liegt, findet sich ebenfalls am Gestühl: Lediglich der Fahrersitz war im Testfahrzeug komplett elektrisch verstellbar, der Beifahrer musste noch selber Hand anlegen.

    Der Kia pro_cee´d GT startet mit einem Preis von 24.490 Euro zum Beispiel gegen den VW Scirocco 2.0 TSI, und den Opel Astra Coupé GTC, die mehrere tausend Euro teurer sind. In 7,7 Sekunden kommt der Korea-Renner aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht einen Top-Speed von 230 km/h. Der Normverbrauch beträgt 7,4 Liter Benzin. Quelle: Sebastian Schaal

    Der Kia pro_cee´d GT startet mit einem Preis von 24.490 Euro zum Beispiel gegen den VW Scirocco 2.0 TSI, und den Opel Astra Coupé GTC, die mehrere tausend Euro teurer sind. In 7,7 Sekunden kommt der Korea-Renner aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht einen Top-Speed von 230 km/h. Der Normverbrauch beträgt 7,4 Liter Benzin.

    (Foto: Sebastian Schaal)

    Bis auf diese Kleinigkeit macht der Sport-Kia aber lange wie und kurze Ausfahrten zum Vergnügen. Er ist leicht, kompakt, und tritt stets agil zum Zwischenspurt an. Ein potenter, Turbo GDi genannter, Vierzylinder-Benziner mit 1,6 Liter Hubraum bekommt als Direkteinspritzer durch einen Twin-Scroll-Turbo richtig Druck. 265 Newtonmeter Drehmoment liegen bei 1.750 bis 4.500 Touren an, das ist zwar leicht unter Golf-GTI-Niveau, reicht aber aus, um den Spurt aus dem Stand auf 100 km/h in 7,7 Sekunden zu bewältigen.

    Kaum Krawall und wenig Überhol-Image
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