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Harley Earl Der Vater der Heckflosse

Er gilt als der erste echte Autodesigner und hat das Aussehen ganzer Fahrzeuggenerationen maßgeblich geprägt. Dabei begann die Karriere von Harley Earl mit einem Fahrzeug, das heute in Europa kaum noch jemand kennt.
  • Rufus Kowalski
30.08.2014 - 10:36 Uhr Kommentieren
  • Spotpress
Earl in seiner Buick Le Sabre Studie 1951 Quelle: Pressebild

Earl in seiner Buick Le Sabre Studie 1951

(Foto: Pressebild)

Düsseldorf Die Qualität der Formgebung bestimmt seit jeher entscheidend den Erfolg eines Automobils. Bis in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts vertrauten Autohersteller darauf, dass ihre Karosseriebauer handwerkliches Können möglichst kongenial mit gestalterischem Geschmack verbanden. Je mehr sich die Fahrzeugproduktion in die Höhe schraubte, desto dringender erwies sich die Notwendigkeit, professionelle Formen für die Großserie zu entwickeln. Mit dem Aufbau der ersten spezialisierten Designabteilung setzte General Motors ab 1925 einen Trend für die Autoindustrie. Der Leiter und spätere Großmeister des Autodesigns war der Kalifornier Harley Earl.

Der seit Mitte der Zwanziger amtierende GM-Vorstandsvorsitzende Alfred P. Sloan hatte 1925 im Konzernangebot eine Lücke zwischen den beiden Konzernmarken Buick und Cadillac ausgemacht. Unter der Federführung von Cadillac entstand eine neue Marke mit dem Namen LaSalle. Die Marke revolutionierte den Autobau, denn der 1927 vorgestellte 303 war nicht nur das erste amerikanische Serienauto, dessen Form von einem spezialisierten Automobil-Designer in einem eigenen Designzentrum entwickelt worden war. Die Baureihe mit 75 PS starkem Fünfliter-V8 setzte damit auch weltweit einen Trend.

Exotischer als ein Ferrari
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Bei dem Schriftzug am Heck wird die kleine 4 fast ein wenig versteckt. Doch eigentlich muss er sich gar nicht für seinen Allrad-Antrieb schämen. Dieser funktioniert tadellos und bringt die Kraft immer kontrolliert auf die Straße.

(Foto: Sebastian Schaal)
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Es sei denn, der Fahrer verlangt es anders. Mit abgeschalteter Stabilitätskontrolle auf schneebedeckter Fahrbahn lässt der heckbetonte Allrad auch leichte Drifts zu.

(Foto: Sebastian Schaal)
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Im Normalfall hält er aber den Wagen sicher in der Spur. Nur das hohe Leergewicht von über zwei Tonnen macht dem CTS in Kurven auf rutschigem Untergrund zu schaffen. Das kann auch der Allrad nicht kaschieren.

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Licht und Schatten liegen eng beieinander. Das Leder ist gut verarbeitet, die Instrumente sind top ablesbar. Einige Teile wie zum Beispiel die Blinkerhebel oder die Bedienoberfläche des Navi sind Standard-Teile aus dem GM-Konzern. Für 60.000 Euro darf Cadillac da etwas mehr bieten. Der silberne Kunststoff und das das Plastik der Tasten gehören eher in einen Chevrolet Cruze als in einen Cadillac.

(Foto: Sebastian Schaal)
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Wozu braucht ein eigentlich so gemütliches Fahrzeug wie der CTS eine Rennfunktion? Das dürfte ein Überbleibsel aus den starken V8-Versionen sein, die bis zu 564 PS an die Räder bringen. In unserem Testwagen mit Allrad wirkt das etwas fehl am Platz.

(Foto: Sebastian Schaal)
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So sieht das Display während der Fahrt aus. Nur das Nötigste wie zum Beispiel der Radiosender oder das aktuelle Lied der CD werden angezeigt. Mit der Taste am unteren Bildrand kann das Display ausgefahren werden, um beispielsweise einen anderen Song auszuwählen.

(Foto: Sebastian Schaal)
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Die Kartendarstellung gibt es nur bei ausgefahrenem Monitor. Wer aber auf bekannten Straßen unterwegs ist, kann das Display eingefahren lassen. Kleiner Kritikpunkt: Die Touchscreen-Felder unten sind schlecht zu erreichen.

(Foto: Sebastian Schaal)

Der Karosserieentwurf des LaSalle 303 stammte aus der Feder von Harley Earl. Earls Vater hatte schon 1889 in Kalifornien damit begonnen, als Stellmacher Karosserien für Pferdekutschen zu bauen. Vier Jahre vor der Geburt seines Sohnes Harley. Ab 1908 wandte er sich Automobilen zu. Die Sonderkarosserien des Hauses fanden schnell Anklang bei den Stars im erblühenden Hollywood der Stummfilm-Ära. Harley Earl wuchs von Beginn an in den väterlichen Betrieb hinein und entwickelte seine Kreativität unter anderem durch Gestaltung römischer Streitwagen oder historischer Kutschen für die Filmindustrie. Der junge Harley brach aufgrund dieser Erfolge sein Studium an der Stafford University ab und baute lieber mit seinem Vater automobile Spezialanfertigungen für die Superstars des Stummfilms wie Tom Mix (1880 – 1940) oder Roscoe „Fatty“ Arbuckle (1887 – 1933), dem ersten Filmstar der Geschichte, der eine Million Dollar Gage im Jahr verdiente.

Nachdem der Cadillac-Großhändler Don Lee die „Earl Automotive Works“ aufgekauft hatte, beschäftigte er Harley Earl weiter. Cadillac-Boß Lawrence B. Fisher, der regelmäßig seine Händler besuchte, wurde auf Harley Earl aufmerksam. Der junge Designer hatte eine Methode entwickelt, Entwürfe zuerst in Tonmodellen umzusetzen, um ihre räumliche Wirkung optimal überprüfen zu können. Fisher engagierte Earl, um die Form für die erste Limousine der neuen Cadillac-Marke LaSalle  zu entwerfen. Der Erfolg veranlasste GM-Chef Alfred P. Sloan zur Gründung der weltweit ersten eigenständigen Designabteilung eines Autoherstellers. Die Leitung erhielt Harley Earl.

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