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Hot Hatches Der Golf GTI und seine Gegner – Fünf kompakte Kraftsportler für den Frühling

Sportwagen sind richtig teuer. PS-starke Kompaktwagen sind da eine Alternative. Im Frühling gibt es Modellnachschub für sportliche Fahrer.
  • Holger Holzer
09.03.2020 - 09:25 Uhr Kommentieren
  • Spotpress
Der Golf GTI und seine Gegner: Fünf kompakte Kraftsportler
Golf GTI

Der Klassiker bekommt eine Neuauflage.

Köln Die Tage werden länger, die automobilen Ausfahrten sportlicher. Passend zum Frühjahrsbeginn kommen nun gleich mehrere neue oder geliftete Kompaktsportler auf den Markt. Eine Übersicht der neuesten „Hot Hatches“.

Der Grandseigneur – VW Golf GTI

Der erste GTI hat 1976 das Hot-Hatch-Segment mitbegründet. Kein Wunder, dass er sich heute nicht mehr als junger Wilder gerieren muss, sondern den reifen Alltags-Sportler gibt, dem die Autobahn ebenso liegt wie die Nordschleife.

Die für den Sommer erwartete neue Generation (ab zirka 35.000 Euro) auf Basis des Golf 8 bleibt sich treu, bietet neben den traditionellen Design-Zutaten wie Karomuster und rote Kühlergrillakzente auch weiterhin einen nicht-elektrifizierten Antrieb. Und zwar wie gehabt in Form eines 2,0-Liter-Turbobenziners mit inzwischen 180 kW/245 PS. Wer es sparsamer mag, wählt den alternativ angebotenen GTD mit Dieselmotor oder den GTE also Plug-in-Hybrid.

5x: Kompakte Kraftstportler - Frühlings-Power   Quelle: vw
Golf GTI

Rot ist die Signalfarbe für die GTI-Fans.

(Foto: vw)

Der Perfektionist – Renault Mégane R.S.

War sein Vorgänger noch ein echt rauer und puristischer Geselle, ist der aktuelle, gerade frisch geliftete Franzose fast ein Hightech-Sportwagen im Kompaktauto-Anzug. Zugegeben, einem sehr sportlichen Anzug. Dicke Backen, ein pralles Heck und eine aggressiv gezeichnete Front mit großen Lufteinlässen lassen den Franzosen deutlich ernsthafter und böser erscheinen als manchen Konkurrenten.

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    Und auch das Technik-Programm gewinnt mit Allradlenkung und Rallye-Stoßdämpfern die meisten Segments-Vergleiche. Seit dem Lifting gibt es den 1,8-Liter-Turbobenziner nur noch mit 221 kW/300 PS, die Variante mit 205 kW/280 PS fliegt aus dem Programm. Die Preise dürften sich dadurch Richtung 40.000 Euro entwickeln.

    Die Franzosen bringen einen Sportler mit Anspruch.
    Renault Megane R.S.

    Die Franzosen bringen einen Sportler mit Anspruch.

    Der Hingucker – Honda Civic Type R

    Für den japanischen Brachial-Sportler braucht es ein stabiles Selbstbewusstsein. Denn auch nach dem gerade erfolgten Lifting bleibt das prägende Designmerkmal des Fünftürers sein üppig dimensionierter Heckflügel, der den Fahrer in den Augen unbedarfter Passanten wie die übelste Art von PS-Poser wirken lässt. Allerdings: Der frontgetriebene Fünftürer sieht nicht nur schnell und brachial aus – er ist es auch.

    Zwar liegt der Type R mit 235 kW/320 PS lediglich im Leistungsmittelfeld, die Nürburgring-Rekordzeit seiner Klasse hat er trotzdem inne. Und das vielleicht beste manuelle Getriebe diesseits der Sportwagen-Oberliga hat er ebenfalls an Bord. Der Preis: voraussichtlich rund 38.000 Euro.

    Ein dezenter Auftritt ist die Sache des Honda Civic Type R nicht Quelle: Honda
    Honda Civic Type R

    Ein dezenter Auftritt ist die Sache des Honda Civic Type R nicht.

    Der Praktische - Cupra Leon Kombi

    Kein Hot Hatch („heißes Steilheck“), vielmehr ein Krawall-Kombi – das sportlichste Derivat von Seats Sportmarke bietet in seiner Klasse wohl den meisten Laderaum pro PS. 228 kW/300 PS stehen in der Allrad-Topversion zur Verfügung, generiert von einem 2,0-Liter-Turboenziner.

    Kombiniert ist das mit einem Laderaum im Golf-Variant-Format. Mit dessen achter Generation nämlich ist der Cupra engstens verwandt. Und daher gibt es nicht nur die extra starke Ausführung, sondern auch gemäßigtere Variante, darunter die mit dem 245-PS-GTI-Motor. Und sogar einen Plug-in-Hybriden. Preise stehen noch nicht fest, werden aber wie gewohnt etwas unter Golf-Niveau liegen. Wir tippen auf rund 40.000 Euro.

    Der Cupra Leon bietet viel Platz für Gepäck Quelle: Cupra
    Cupra Leon

    Der Cupra Leon bietet viel Platz für Gepäck.

    Der Edle – Audi S3

    Im Kern ist der Ingolstädter Kompaktklasse-Primus das gleiche Modell wie der Golf und der Leon. Doch die Neuauflage muss und wird sich von den beiden bürgerlichen Modellen abgrenzen: Nicht nur durch besonders edles Interieur und einen prestigeträchtigeren Karosseriezuschnitt, sondern wohl auch durch Fahrwerk und Antrieb. Ehrensache, schließlich feiert Audi in diesem Jahr 40 Jahre „Quattro“.

    Der S3 wird also sowohl der Allradtechnik (diesmal sehr heckbetont) als auch dem Sportsgeist des Labels Respekt zollen wollen. Allein mit Motorleistung wird er sich diesmal nicht von VW und Cupra absetzen könne, sie wird nicht über die typischen 228 kW/310 PS hinausreichen. Preis? Knapp 50.000 Euro.

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