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Mega-Dealer statt Familienbetrieb Autohandel fürchtet „amerikanische Verhältnisse“

Autoprofessor Willi Diez spricht vom "großen Fressen": Familiengeführte Betriebe sterben aus, stattdessen bestimmen Mega-Dealer mit Milliardenumsätzen den deutschen Autohandel. Auch die Hersteller ziehen sich zurück.
22.06.2015 - 14:07 Uhr Kommentieren
Kleine Autohändler haben es laut einer Studie immer schwerer, gegen große Händlergruppen zu bestehen. Quelle: dpa
400 Firmen weniger als vor einem Jahr

Kleine Autohändler haben es laut einer Studie immer schwerer, gegen große Händlergruppen zu bestehen.

(Foto: dpa)

In Deutschland gibt es immer schneller immer weniger Autohändler. Nach Berechnungen des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen wird die Zahl der wirtschaftlich und rechtlich selbstständigen Automobilhändler in diesem Jahr auf 7400 Unternehmen sinken – 400 weniger als im Vorjahr. Für 2020 rechnet IFA-Direktor Professor Willi Diez sogar nur noch mit 4500 selbstständigen Betrieben.

Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die großen Automobilhandelsgruppen, die durch Übernahmen stark expandieren. Besonders die ganz großen Händler waren und sind auf Einkaufstour. Beispielsweise die Emil Frey Gruppe in Stuttgart, die AVAG in Augsburg sowie die Dello-Gruppe in Hamburg.

Für Diez kommt diese Entwicklung nicht überraschend. „Der stagnierende Gesamtmarkt, die zunehmende Konkurrenz durch Automobilbörsen im Internet und das nachlassende Werkstattgeschäft erhöhen den Druck auf die Branche“, sagt der Professor. „Wir bekommen im Automobilhandel in Deutschland zunehmend amerikanische Verhältnisse mit Mega-Dealern, die Milliarden-Umsätze tätigen und verschiedene Automobilmarken vertreten.“ Mittlerweile würden auch die Automobilhersteller erkennen, dass sie nur mit großen Gruppen ein flächendeckendes Vertriebs- und Servicenetz aufrechterhalten können.

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