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Mercedes Vito im Fahrtest Attacke auf den VW-Bulli

Nach der V-Klasse präsentiert Mercedes die Nutzfahrzeug-Version seines Großraumkombis Vito. Der neue Vollprofi unter den mittelgroßen Vans soll Nutzlastriese, Kostenzwerg und Sicherheitsexperte sein.
  • Peter Maahn
30.07.2014 - 12:47 Uhr Kommentieren
  • Spotpress
Fahrbericht: Neuer Mercedes Vito - Attacke auf den VW-Bulli Quelle: Mercedes Benz

Mercedes Vito: Der ewige Zweite im Segment der Allzweck-Transporter bläst selbstbewusst zur Attacke auf den VW-Bulli.

Im glorreichen deutschen Fußball-Sommer muss die Jagd auf das runde Leder für manches herhalten. Auch für die Weltpremiere eines neuen Transporters. Daimler-Chef Dieter Zetsche erinnerte vor der Enthüllung des neuen Mercedes Vito an das WM-Finale 2002, das die deutsche Elf knapp gegen Brasilien verlor. "Stark gespielt und am Ende knapp zweiter Sieger geworden", sagt Zetsche und vergleicht die Kicker-Pleite mit dem Schicksal seines kastigen Lieferwagens.

Der Vito nämlich sah in der Zulassungs-WM stets nur die Rücklichter des großen Rivalen mit Namen VW Transporter. Zwölf Jahre später sind Jogis Buben Weltmeister. "Wer hart arbeitet, muss sich auf Dauer nicht mit Platz 2 zufrieden geben", meint der Chef des "Sterns" und zieht wieder die Parallele zum Vito.

In der Tat zeigt sich Mercedes angriffslustig, präsentiert einen völlig neuen sogenannten Mid-Size-Van, der in der Klasse der mittelgroßen Lieferwagen auf harte Konkurrenz trifft. Nicht nur VW transportiert mit, auch Toyota, Nissan, Renault und viele andere werben um die Fuhrparks der Firmen rund um den Globus.

Was der Vito im Detail zu bieten hat
Der neue Vollprofi unter den mittelgroßen Vans bis 3,5 Tonnen kommt in zahlreichen Varianten
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Der neue Vollprofi unter den mittelgroßen Vans bis 3,5 Tonnen kommt in zahlreichen Varianten

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Im Vergleich zum Vorgänger ist der aktuelle Vito in aller drei Aufbaulängen um 140 Millimeter gewachsen, was vorwiegend auf den längeren Vorbau zurückzuführen ist. Daraus ergeben sich die Fahrzeuglängen von 4,89 m, 5,14 m und 5,35 m. Die Fahrzeughöhe beträgt maximal 1,91 m.

Eine Hochdachversion wird nicht angeboten werden. Die zulässigen Gesamtgewicht liegen zwischen 2,8 t und 3,5 Tonnen. Die Fahrzeuge können auf 2,5 t bzw. 3,2 t abgelastet werden. Ein Fronttriebler mit der mittleren Karosserielänge wiegt in der Serienausstattung 1761 kg.

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137.000 Exemplare des bisherigen Vito konnte Mercedes-Benz in den ersten sechs Monaten des Jahres weltweit absetzen, zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Aber Mercedes-benz-Chef Dieter Zetsche ist sicher, im Midsize-Segment der Transporter „gibt es für uns noch ein bisschen Luft nach oben“. Deswegen wird der neue Vito auch in Amerika antreten, gebaut in einem neuen Werk in Argentinien.

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 „Jetzt machen wir den Vito zu unserem zweiten Weltauto“, stellt Volker Mornhinweg, der Chef der Van-Sparte, mit Blick auf die erstmals weltweit produzierte C-Klasse fest und fügt hinzu: „Wir spielen in diesem Marksegment voll auf Angriff.“

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Das zeigt sich schon mit der Entscheidung, den bisher üblichen Heckantrieb und den Allradantrieb um eine dritte Variante, den Frontantrieb, zu erweitern. Die quer eingebauten 1,6-Liter-Diesel stecken in den Modellen Vito 109 CDI (65 kW / 88 PS) und Vito 111 CDI (84 kW / 114 PS). Der Antriebsstrang nach hinten fällt hier weg, und der mit Renault produzierte Motor – bekannt aus der C-Klasse – wiegt deutlich weniger, so dass rund 120 Kilogramm zusätzliche Nutzlast entstehen.

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Über Preise wurde bei der ersten Vito-Präsentation noch nicht gesprochen. Nur der für den Vito 109 CDI wurde genannt. Er kostet ohne Mehrwersteuer 17.990 Euro. Zu den anderen Preisen war nur zu hören, trotz mehr Leistung und besserer Ausstattung sollen die nicht teurer, sondern eher billiger werden. 

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Bei den 2,1-Liter-Dieseln stehen drei Leistungsstufen zur Wahl: der Vito 114 CDI mit 100 kW / 136 PS, der Vito 116 CDI mit 120 kW / 163 PS und der Vito 119 Bluetec mit 140 kW / 190 PS. Dabei nimmt der 119 Bluetec als erster Euro6-Motor eine besondere Rolle ein. Für den Vito mit Hinterradantrieb, serienmäßig für alle Kleinbusse (Vito Tourer) mit Automatik, Pkw-Zulassung und dem stärksten Diesel gibt es auch das Blue-Efficiency-Paket zu erwerben.

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Für den neuen Vito hält Volker Mornhinweg nur Superlative bereit. "Er ist der Stärkste, der Effizienteste, der Sicherste und der Robusteste", klotzt der Verantwortliche für die kleineren Nutzfahrzeuge und betont noch den gesenkten Einstiegspreis von unter 18.000 Euro netto. "Auch damit hängen wir die Konkurrenz ab ".

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    Die nüchternen Fakten bestätigen das neue Selbstbewusstsein der ewigen Nummer Zwei im Transporter-Business. Als einziger seiner Art stehen für den Kastenwagen drei Längen, zwei Radstände und drei Antriebssysteme bereit. Als sogenannter Vito Mixto kombiniert er zwei Sitzreihen mit einem großen, fensterlosen Laderaum dahinter. Und als "Tourer" mutiert er zum Kleinbus mit bis zu acht Sitzplätzen.

    Vor allem die Entscheidung, den Vito neben den bekannten Versionen mit Heck- oder Allradantrieb auch als Fronttriebler anzubieten, ist clever.  Der Wegfall der schweren Kardanwelle spart Gewicht und Produktionskosten, so dass kleine Dieselmotoren (1,6 Liter Hubraum, 88 oder 114 PS) zum flotten und sparsamen Fortkommen (bis 170 km/h) ausreichen.

    Die Triebwerke hierfür liefert Kooperationspartner Renault. Diese preisgünstige Vito-Variante ist vor allem für die Kunden gedacht, die Platz brauchen, aber keine besonders schweren Lasten bewegen müssen.

    Schwereres Transportgut oder den Anhängerbetrieb übernehmen dann die heckgetriebenen Varianten, bei denen der aus verschiedenen Mercedes-PKW bekannte 2,1-Liter-Diesel (136 bis 190 PS) zum Einsatz kommt, wobei die mittlere Leistungsstufe (163 PS) mit 5,7 Litern auf 100 Kilometer auch der sparsamste Neuling ist. Edelster Vito ist der Allradler, der serienmäßig mittels einer Siebengang-Automatik geschaltet wird.

    Bei alledem, so Volker Mornhinweg, hatten die Entwickler vor allem die Kunden im Visier, für die der Sitz hinter dem aus dem Sprinter stammenden Lenkrad schließlich der tägliche Arbeitsplatz ist. Natürlich sind das Ambiente, die verwendeten Materialien und die Ausstattung deutlich nüchterner und einfacher als beim Schwestermodell, dem Familien-Kombi V-Klasse.

    Nutzlastriese und Kostenzwerg
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