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Motoren-Vergleich M5 und S8 Leistung muss keine Sünde sein

Trotz immer höherer Leistungen sind die neuen Generationen des BMW M5 und des Audi S8 so sparsam wie nie zuvor. In beiden Limousinen stecken modernste Hightech-Motoren - und viel bayerische Effizienz.
17.10.2011 - 09:51 Uhr Kommentieren
Der neue BMW M5 hat acht Zylinder und mit 560 PS mehr Leistung als jemals ein M-Modell zuvor. Quelle: Pressefoto

Der neue BMW M5 hat acht Zylinder und mit 560 PS mehr Leistung als jemals ein M-Modell zuvor.

(Foto: Pressefoto)

Ingolstadt/München Früher hätten potente Modelle wie der Audi S8 oder der BMW M5 sicher noch Aktivisten von Greenpeace auf den Plan gerufen. Schließlich waren Verbrauchswerte von bis zu 20 Litern keine Seltenheit. Die jüngsten Generationen der bayerischen Kraftprotze zeigen jedoch, dass man auch mit weniger als der Hälfte unterwegs sein kann - trotz gestiegener PS-Zahl. Trotz immer höherer Leistungen sind die neuen Generationen des BMW M5 und des Audi S8 so sparsam wie nie zuvor. In beiden Limousinen stecken modernste Hightech-Motoren.

Soziale Verträglichkeit gewinnt bei Kunden von Hochleistungslimousinen zunehmend an Bedeutung, weiß Audi Entwicklungschef Michael Dick: "S8-Fahrer wollen sich nicht rechtfertigen müssen, sei es beim Nachbarn oder im Freundeskreis." Die Hersteller tragen dem Rechnung. Audi hat sich bei der dritten Generation seiner Sportlimousine entschieden, den 450 PS starken und fünf Liter großen Zehnzylindermotor des Vorgängers in Rente zu schicken und stattdessen durch einen kleineren Biturbo-Achtzylinder mit 520 PS zu ersetzen.

Cylinder on demand: Der Motor des Spitzenmodells Audi S8 hat acht Zylinder, von denen zur Verbrauchsminderung vier abgeschaltet werden. Quelle: Pressefoto

Cylinder on demand: Der Motor des Spitzenmodells Audi S8 hat acht Zylinder, von denen zur Verbrauchsminderung vier abgeschaltet werden.

(Foto: Pressefoto)

Der kompakte und leichte Vierliter-V8 ist derzeit das modernste Aggregat seiner Klasse. Ein technisches Sahnestück. Erstmals haben die Ingolstädter Ingenieure bei einem Achtzylinder den Spieß umgedreht, und haben die Ansaug- und Abgasseite getauscht. Turbolader und Auspuffkrümmer liegen nun im Winkel zwischen den Zylinderbänken.

Diese von Fachleuten als "Heiße-Seite-innen" bezeichnete Anordnung verbessert mit ihren kurzen Strömungswegen entscheidend das Ansprechverhalten der Lader, liefert mehr Leistung sowie Drehmoment und reduziert den Verbrauch. Den Normwert gibt Audi mit 10,2 l/100 km an. Das sind 23 Prozent weniger als der V10 benötigte. Wenn das Hightech-Herz demnächst auch im Audi S7 und S6 schlägt soll beim Verbrauch sogar ein neun vor dem Komma stehen.

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