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Neuzulassungen Das sind die fünf größten Verlierer im europäischen Automarkt

Europas Automarkt ist im Oktober erneut geschrumpft. Die Absatzkrise in der Europäischen Union trifft einige Marken besonders hart. Eine Übersicht.
18.11.2020 - 09:41 Uhr Kommentieren
Selbst der SUV Stelvio kann die Bilanz der Italiener nicht retten. Quelle: obs
Alfa Romeo

Selbst der SUV Stelvio kann die Bilanz der Italiener nicht retten.

(Foto: obs)

Düsseldorf Die erneuten Lockdowns in einigen Ländern Europas haben dem ohnehin kriselnden Automarkt im Oktober einen weiteren Dämpfer versetzt. Nach dem ersten Zuwachs des Jahres im September ist die Zahl der Neuzulassungen in der Europäischen Union erneut um 7,8 Prozent auf knapp 954.000 Fahrzeuge geschrumpft. Das zeigen die jüngsten Zahlen des europäischen Herstellerverbands Acea. In den ersten zehn Monaten lag das Minus sogar bei knapp 27 Prozent.

Doch einige Marken trifft die Absatzkrise noch deutlich dramatischer. Bei diesen fünf Autoherstellern ist der Marktanteil besonders dramatisch geschrumpft.

Platz 5: Alfa Romeo

Die Premiummarke des FCA-Konzerns wollte eigentlich die Jagd auf die deutschen Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes eröffnen. Doch aus den hochtrabenden Plänen ist bislang wenig geworden. Obwohl die Marke Modelle wie die Giulia und den SUV Stelvio an den Start gebracht hat, ist das Jahr 2020 bislang ein einziges Absatzdesaster.

Der Absatz der Italiener ist seit Jahresbeginn um 38,3 Prozent auf rund 24.700 Fahrzeuge eingebrochen. Alfa kommt so in der Europäischen Union auf einen Marktanteil von mickrigen 0,3 Prozent. Das ist nicht nur weit weg von den deutschen Premiumriesen, die den europäischen Premiummarkt nach wie vor unangefochten beherrschen – sondern auch von den eigenen Ansprüchen.

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    Platz 4: Mazda

    Die Japaner sind im Automarkt ein echter Exot. Denn nicht nur bei der technologischen Entwicklung, sondern auch in der Produktion gehen sie eigene Wege. In Europa kommen Modelle wie der CX-5 allerdings nicht mehr an.

    Das Minus bei den Neuzulassungen fällt mit 42,6 Prozent deutlich aus. Gerade einmal 93.650 Autos der Japaner wurden in den ersten zehn Monaten des Jahres in der EU zugelassen. Die Marke, die bislang noch nicht zu einem der ganz großen Autokonzerne gehört, erreicht in Europa damit nur noch einen Marktanteil von 1,2 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 1,5 Prozent.

    Die Japaner leiden in Europa unter chronischer Absatzschwäche. Quelle: obs
    Mazda

    Die Japaner leiden in Europa unter chronischer Absatzschwäche.

    (Foto: obs)

    Platz 3: Opel

    Eigentlich ist man in Rüsselsheim bemüht, wieder positive Nachrichten zu schreiben. Beim Gewinn ist Opel zuletzt ein Turnaround gelungen. Doch die chronische Absatzschwäche scheint man noch nicht in den Griff zu bekommen. Weil viele Modelle aus GM-Zeiten wie der Opel Adam oder der Opel Karl ausgelaufen sind, wartet man sehnsüchtig auf Schützenhilfe aus dem PSA-Reich.

    Dieses Jahr fällt die Bilanz bei den Neuzulassungen allerdings noch übel aus. Mit rund 311.300 Fahrzeugen haben sich die Neuzulassungen nahezu halbiert (minus 45,8 Prozent). Damit fällt das Minus im bisherigen Jahresverlauf auch deutlicher aus als bei den ebenfalls schwächelnden Konzerngeschwistern Peugeot und Citroën.

    Markenchef Michael Lohscheller braucht dringend neue Modelle. Quelle: Reuters
    Opel

    Markenchef Michael Lohscheller braucht dringend neue Modelle.

    (Foto: Reuters)

    Platz 2: Jaguar

    Für die Briten ist das Jahr 2020 katastrophal gelaufen. Die Coronakrise und der Lockdown schwächen den Markt, der drohende Brexit bedroht den Zugang zum europäischen Binnenmarkt, und die CO2-Vorgaben sind für die Sportwagenmarke eine echte Herausforderung. Erfolgsmodelle wie der F-Pace zünden aktuell nicht.

    Mit einem Minus von 50,4 Prozent kommen die Briten in der EU auf gerade einmal 14.800 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 0,3 Prozent. Selbst die Toyota-Premiummarke Lexus, die in Europa bestenfalls eine Randerscheinung ist, konnte mehr Fahrzeuge absetzen.

    Der Jaguar i-Pace war zwar das „Auto des Jahres 2019“. Doch dieses Jahr schwächeln die Briten enorm. Quelle: Reuters
    Jaguar

    Der Jaguar i-Pace war zwar das „Auto des Jahres 2019“. Doch dieses Jahr schwächeln die Briten enorm.

    (Foto: Reuters)

    Platz 1: Smart

    Die Kleinstwagen von Daimler stecken in der Existenzkrise. Darum stellt der Konzern die Marke neu auf. Der Smart soll in Zukunft rein elektrisch fahren und in China gebaut werden. Konzernchef Ola Källenius interessiert sich aktuell mehr für die Luxusklasse als für die kleinen Stadtflitzer. Und auch die Carsharing-Flotten werden aktuell eher zusammengestrichen als ausgebaut.

    Die Zahl der neu zugelassenen Smarts in der Europäischen Union ist in den ersten zehn Monaten des Jahres um satte 79,2 Prozent auf 16.430 Fahrzeuge eingebrochen. Der Marktanteil sank von 0,7 auf 0,2 Prozent.

    Die kleinen Stadtflitzer stehen vor einer ungewissen Zukunft. Quelle: Reuters
    Smart

    Die kleinen Stadtflitzer stehen vor einer ungewissen Zukunft.

    (Foto: Reuters)

    Mehr: Die Probleme in der Autobranche sind groß: Es drohen Preiskämpfe und Überkapazitäten

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