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Präsentation des Golf VII Fast wie ein iPhone auf Rädern

Hohe Messe des Automobils oder Tanz ums Goldene Kalb? Die Präsentation des neuen VW Golf hatte was von beidem. Und sie zeigt, was VW von Apple gelernt hat. Ein Kommentar
05.09.2012 Update: 05.09.2012 - 09:44 Uhr 16 Kommentare
Der Golf VII. Mit so viel medialem Aufwand wurde zuvor noch kein Volkswagen eingeführt. Quelle: Pressefoto

Der Golf VII. Mit so viel medialem Aufwand wurde zuvor noch kein Volkswagen eingeführt.

(Foto: Pressefoto)

Düsseldorf Die offizielle Premiere des VW Golf VII hatte etwas von einer Hohen Messe des Automobils. Im gläsernen Palast der Neuen Nationalgalerie, wo normalerweise Arbeiten von Kirchner, Klee und Kokoschka zu sehen sind, wurde der Kompaktwagen aus Wolfsburg am Abend des 4. September mit viel Tamtam enthüllt. Und im Vorfeld waren Spannung und Erwartungshaltung von den Medien so übermäßig angefeuert und geschürt worden, wie man es sonst nur bei neuen Apple-Produkten kennt.

Schauspieler und prominente Sportler flanierten über den roten Teppich. Für die 700 geladenen Gäste wurde die Präsentation als emotionale Show inszeniert, fehlte nur noch, dass VW-Chef Martin Winterkorn wie einst Apple-Chef Steve Jobs im coolen schwarzen Rollkragenpullover auftrat. Die Botschaft, die die Öffentlichkeit erreichen sollte, war klar: Hier wird nicht irgendein neues Auto vorgestellt, sondern ein Produkt, das man haben muss. Das iPhone auf vier Rädern sozusagen.

Dabei ging es hier nur um einen Kompaktwagen. Wirklich?

Handelsblatt Online-Redakteur Frank G. Heide. Fährt am liebsten Motorrad oder Oldtimer. Quelle: Handelsblatt Online

Handelsblatt Online-Redakteur Frank G. Heide. Fährt am liebsten Motorrad oder Oldtimer.

(Foto: Handelsblatt Online)

Schon Wochen vor der eigentlichen Premiere waren kleine Trupps von handverlesenen Motorjournalisten auf Einladung an Rohkarossen und Teilen der Inneneinrichtung vorbeigeführt worden, man zeigte stolz auf die neuen Produktionslinien, die den Modularen Querbaukasten sparsamer und schneller zusammensetzen, aus dem künftig die meisten VW-Modelle kommen werden. Alle Anwesenden hatten sich schriftlich zu äußerster Verschwiegenheit verpflichtet, sogar die Fotohandys wurden abgegeben. Niemand durfte zuviel twittern, und was noch viel unglaublicher ist, alle hielten sich dran.

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    Verlautbart wurde nur, was VW erlaubte, und das war erstaunlich viel. Am Tag vor der Premiere hatten selbst Menschen, die nur wenig Interesse an Autos haben, längst mitbekommen, dass der neue Golf zwar länger und breiter wird, aber auch flacher, leichter und sparsamer.

    Noch nie wurde so viel mediales Aufheben um einen Golf gemacht
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    16 Kommentare zu "Präsentation des Golf VII: Fast wie ein iPhone auf Rädern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @ Redaktion

      Loddl bekommt ein Nietenband; nein?

    • Die geschilderten Probleme kennen wir auch ;-(
      Daher werden auch unsere Volkswagen-PKW nicht mehr durch Fahrzeuge dieses Konzerns ersetzt, wenn es soweit ist.
      Solange Herr Winterkorn meint, hunderte von Millionen Euro in den aufgeblähten Kader der (überflüssigen) Abteilung "Fußball" des Volkswagen-Konzerns pumpen zu müssen, anstatt Qualitätssicherungsmaßnahmen zu finanzieren oder wenigstens im Kulanzfalle kundenfreundlicher zu reagieren, haben sie mich als Kunden verloren.

    • Danke für den Hinweis. Ist korrigiert.

    • Ich fahre den Golf VI und werde voraussichtlich, wenn auch nicht in den nächsten Monaten, den Golf VII fahren. Jedes Mal teste ich auch andere Kompakte und komme immer wieder zurück. Ob meinem Nachbarn das auffällt, ist mir gerade mal egal.

      Allerdings scheint er ja doch Statussymbol zu sein, wenn alle auf dem hohen Preis herumhacken. Erklärt ja auch die ihn mieß machenden Neider. Ich habe Spaß am Auto und die Familienkasse gibt ihn (auch ohne Finanzierung) her.

    • Solange VW nicht wieder DEUTSCHE Autos baut die diesem Attribut gerecht werden, nämlich mehr zu sein als zu scheinen, also auch qualitativ wieder hervorragend sind, solange werden wir uns in der Familie keinen VW mehr kaufen.
      Steuerkettenlängungsproblem! Motorschäden! Innen hochwertig, aber irgendwelche Kleinigkeiten sind anscheinend immer.
      Und wenn man den Konsumzombies die Kaufmöglichkeiten auf Pump nehmen würde, dann würde man schnell sehen, daß der Golf schon längst kein Volkswagen mehr ist, weil das Volk sich ihn gar nicht mehr leisten kann.
      Aber das ist wohl eher eine andere Debatte... ;-)

    • Liebe Handelsblattleser! Bitte kaufen Sie einen Golf VII. Lassen Sie bitte unsere Werbung nicht einfach so an Ihnen vorbei rauschen. Es gibt keine anderen PKWs mehr. Die anderen sind alle ganz ganz ganz schlecht. Aber beeilen Sie sich bitte. Bald kommt schon der Golf VIII raus. Der sieht dann zwar wieder genauso aus, ist aber technisch dann noch besser und noch teurer. Den sollen Sie dann natürlich auch kaufen. Wir werden Ihnen auch den wieder schön schmackhaft machen. Aber jetzt erstmal auf den Golf VII stürzen. Beachten Sie bitte auch diverse Tests in allen deutschen Auto-Zeitschriften. Da wird der Golf, wie immer in allen Vergleichen der Testsieger sein. Die meisten Tests sind zwar noch nicht abgeschlossen, aber das Ergebnis steht sowieso schon fest.

      Kauft ! Konsumiert !! Gehorcht !!! Hört auf zu denken !!!! Reiht euch ein !!!!!

    • @FSA

      Wer so schreibt, wie Sie, der muss einen Golf von VW geschenkt bekommen haben oder anderweitig vom Konzern profitieren. Die die für den Golf bezahlen müssen, werden kaum unbezahlte Werbung für den VW-Konzern machen.

      Jetzt muss ich aber schnell los und mir einen Golf 7 kaufen. Denn bald kommen ja schon Golf 8, Golf 9 und Golf 10 raus. Man will ja nach der Wartezeit bis zur Auslieferung des Golf 7 wenigstens ein halbes Jahr damit rumfahren, bevor man schon wieder den Wertverlust einstecken muss, weil VW den Nachfolger auf den Markt schmeißt. Bin schon gespannt, wie toll die Nachfolger vom Nachfolger alle dann so aussehen. Wahrscheinlich so ein tolles Design, dass man sofort sieht, dass es nur ein Golf ist. Oder warte ich doch gleich auf den Golf 8 ? Der ist doch bestimmt schon fertig konstruiert. Und wenn mein Nachbar bei den jährlich wechselnden Golf-Modellen ohnehin nicht mehr erkennt ob es der 5er, 6er, 7er oder 8er ist, wie soll ich ihn dann neidisch machen? Aber vielleicht wird er beim Anblick eines Golfs vor Langeweile sowieso nicht neidisch. Dann war mein Kauf gänzlich umsonst. Naja nicht ganz. Winterkorn kann sich für seine Verkaufserfolge seine Bezüge erhöhen.

    • "Sipri"? Echt? Und: "Vielleicht VW vor der Vorstellung des Golf VIII mal aus Versehen einen Erlkönig hinter einer Kneipe in der Nähe der Redaktion einer Automobilzeitschrift stehen lassen." Sollte auch korrigiert werden!

    • Neuwagenkäufer sollten generell nicht mehr als 3 Monats Nettoeinkommen für ein Fahrzeug aufwenden. Selbstredend ohne Finanzierung. Alles andere kann man sich nicht leisten.

    • Genau weil es ein iPhone auf Rädern ist, brauche ich dieses Auto weniger denn je. Allein schon das Tamtam, was um den Gold VII gemacht wird, zeigt doch überdeutlich, daß man es erstens nötig hat und zweitens, daß es mehr oder weniger alter Wein in neuen Schläuchen ist, was einem da verhökert werden soll. Aber VW wird das Auto sicher glänzend verkaufen - nur nicht an mich.

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