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Range Extender Der Kanister fürs Elektrozeitalter

Neben hohen Preisen haben Elektroautos ein Problem: die beschränkte Reichweite. Wenn der Akku leer ist, springt in manchem E-Fahrzeug deshalb noch ein Benzinmotor an: der Range Extender. Er sorgt für frischen Strom.
24.10.2011 - 10:41 Uhr 7 Kommentare
  • dpa
Traute Zweisamkeit unter der Haube: Im Elektroauto Opel Ampera sitzt neben dem E-Motor ein Benziner zur Verlängerung der Reichweite, der Range Extender genannt wird. Quelle: Opel

Traute Zweisamkeit unter der Haube: Im Elektroauto Opel Ampera sitzt neben dem E-Motor ein Benziner zur Verlängerung der Reichweite, der Range Extender genannt wird.

(Foto: Opel)

Rüsselsheim Wie weit kommt ein Auto? Diese Frage rückt zu Beginn des Elektrozeitalters immer stärker ins Bewusstsein. Denn die Akkukapazitäten der bislang erhältlichen E-Fahrzeuge reichen selten für mehr als 150 Kilometer. Da hilft das Ladekabel im Kofferraum nur, wenn ein mehrstündiger Stopp eingelegt werden kann - denn so lange dauert es in der Regel, die Akkus wieder "aufzutanken".

"Die beschränkte Reichweite ist neben dem Preis einer der größten Hinderungsgründe für den Siegeszug des Elektrofahrzeugs", sagt Nick Margetts vom Analyseinstitut Jato Dynamics. Viele Entwickler sehen das ähnlich. Zwar verweisen sie wie Opel-Manager Enno Fuchs auf die Statistik: Zum Beispiel führen 80 Prozent der Deutschen weniger als 50 Kilometer pro Tag: "Diese Entfernung ließe sich problemlos elektrisch bewältigen." Doch für viele Autofahrer ist das offenbar nicht sehr beruhigend.

Also setzen die Hersteller auf sogenannte Range Extender. Das sind kleine Benzin- oder Dieselmotoren, mit denen sie die Reichweite der strombetriebenen Autos verlängern wollen. Diese Hilfsmotoren treiben in den allermeisten Fällen nicht die Räder, sondern einen Generator an. Dieser erzeugt während der Fahrt Strom für die E-Maschine. Gestartet wird der Verbrenner allerdings nur, wenn der Strom tatsächlich zur Neige geht. "So wird der Verbrenner zu einer Art Reservekanister des Elektroautos", sagt Ulrich Kranz, der die Entwicklung des BMW i3 verantwortet.

E-Auto mit Benzinmotor: Die elektrische Variante der kommenden B-Klasse-Generation von Mercedes wird voraussichtlich ab 2014 mit einem Range Extender angeboten. Quelle: Daimler

E-Auto mit Benzinmotor: Die elektrische Variante der kommenden B-Klasse-Generation von Mercedes wird voraussichtlich ab 2014 mit einem Range Extender angeboten.

(Foto: Daimler)

Die ersten Autos mit dieser Technik kommen in diesen Wochen in den Handel, so der Opel Ampera und der baugleiche Chevrolet Volt. Sie nutzen einen 1,4 Liter großen Vierzylinder mit 86 PS. Er springt an, wenn die Akkus nach bis zu 80 Kilometern zur Neige gehen, und läuft auf konstanter Drehzahl in einem verbrauchsoptierten Betriebsbereich. "So kommen wir auf eine Gesamtreichweite von über 500 Kilometern", erläutert Fuchs.

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    Rechnerisch ist der Verbrauch des Antriebs, der nur in Ausnahmen, etwa bei Vollgas, direkt auf die Räder wirkt, minimal: Wenn die Akkus leer sind, verbraucht der Verbrenner auf der dann an 100 Kilometer fehlenden Strecke im Prüfzyklus rund 1,6 Liter (CO2-Ausstoß: 40 g/km). Und die Konkurrenz schläft nicht: Den i3 als erstes Elektroauto von BMW wird es nach Angaben von Projektleiter Ulrich Kranz optional mit einem Range Extender geben.

    Als Brückentechnologie attraktiv
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    7 Kommentare zu "Range Extender: Der Kanister fürs Elektrozeitalter"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
      Würde die Photovoltaic – Technik so genutzt werden wie das Rad müsste man
      nicht so dämliche Debatten führen um die Stromversorgung zu garantieren.
      Es sollten die Grundlagen dafür schaffen werden das Häuserfassaden, ins
      Besondere Bürohochhäuser mit Photovoltaic - Panels versehen werden müssen.
      Dafür spart man auch die übliche Hausverkleidung. Auch hier keine Mehrkosten,
      im Gegenteil, durch die Stromgewinnung wird auf Jahre Gewinn erzielt!
      Um die Vorgaben des Kyoto-Protokolls könnte man nur noch müde lächeln.
      Die Brennstoffzelle ist kostspielig, Energieaufwendig und erst in ca. zehn
      Jahren Serienreif. Range Extender (Benzinmotor der einen Generator antreibt)
      Das ist so, als würde man ein Ventilator vor das Windrad stellen zur Stromerzeugung.
      Schlagwort: Carbazol, die Uni Erlangen erst mal 500.000 Euro Fördergeld beantragt.
      Induktionstechnologie, - und was ist wenn 20cm Schnee liegt? - alles Phrasen die den Einsatz von E-Kfz. hinausschieben. Deutschland bleibt (wie auf dem Digitalen Sektor) unbedeutend wenn die „Elitenköpfe“ nicht endlich die Schwelle zur neuen Epoche
      im Automobilbau erkennen.

    • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
      Was wurde aus dem Audi A2, der schaffte am 26.10.2010 rund 600 Kilometer, ohne aufzuladen. Ach ja, das DBM-Rekordauto ist beim Brand einer Berliner Lagerhalle
      am 12.12.2010 komplett zerstört worden. Sind die Anschlüsse international genormt
      oder macht jeder seinen eigenen schönen Stecker? Will ich mobil sein
      auch im Ausland, gibt es nur eine Lösung:
      AKKU – WECHSEL AN DER TANKSTELLE!
      Dauert nicht länger wie Benzintanken und ist nicht teurer als derzeitiger
      Treibstoff, im Gegenteil! Und auf einmal wird Benzin, Diesel und Kraftfahrzeuge
      mit Verbrennungsmotoren angeboten wie „SAUERBIER“!
      Eine einheitliche Norm für die Wechselbatterien ist ebenso Pflicht.
      Die Reichweite der E-Autos kann ohne weiteres verdreifacht werden indem
      die Fahrzeuge mit Solarpanel bestückt werden. Flexible Solarpanel.
      Statt sinnlose Steuerprämien, sollte Intelligenter Weise die Infrastruktur
      ausgebaut werden und einen höheren Anteil der Fördermittel zur Entwicklung
      Leistungsstärkerer Akkus ausgegeben werden.
      Die Nachfrage nach Elektroautos ist doch Heute schon so groß wie auf das
      Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall ! Geht die Produktion in Großserie, wird
      der VKP rapide in den Keller gehen, das ist mehr Ersparnis als Steuerprämie.

    • Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
      Elektroautos, Argumentiert, teuer, Preis hochgehalten, immer im Versuchsstadium,
      Akku zu wenig Kapazität, lange Aufladzeit, geringe Reichweite und so weiter…
      Problem Ladesäule jeder„QUATSCHT“ den gleichen Mist.
      So wird der Einsatz von Elektroautos von der etablierten Industrie „gesteuert“.
      Ladesäulen Aufstellen in Hochhaus - Wohnsiedlungen? Dem Vandalismus ist
      Tür und Tor geöffnet. Und bei Regen, Eis, Schnee? Stromschlag!
      Kurzschlussgefahr! Wir tanken nicht unter freiem Himmel. „Schlangestehen“
      an der Ladestation? Eine unausgegorene Phantasie.
      Wo bitte ist die passende Ladesäule, (erst wieder in der eigenen Garage?
      Reichweite Tesla Roadster bei moderaten Fahrweise über 400 km.
      Porsche 997 Carrera. RW. ca. 150 oder 200 km ,
      ca. 180 oder 220 km/h. Mit 130 km/h, RW ca. 350km.
      Protoscar Lampo 3, km/h 220, kW 420, Mit 130 km/h, RW ca. 400km.

    • Das heisst 80 km Strom - restlichen 20 Km 1,6 l Benzin Verbrauch . Ab da dann 1,6 * 5 = 8 Liter auf 100 Km
      8 Liter auf 100 Km im Prüfzyklus ?
      Was soll denn das sein ? 8 Liter für einen 1,4 L Motor.
      Na das ist ja ökologisch wie auch ökonomisch echter Fortschritt

    • Im Labor gemessener Verbrauch von 16 kWh/100 km.
      16kWh*563gCO2/kwh/100km =90gCO2/km. Die 563g sind der Wert des dt. Strommixes.
      1,6LiterBenzin*2,33kgCO2/ltr.Benzin/100km = 37,3gCO2/km.
      Also Benzin besser als Strom aus der Steckdose!
      Allerdings soll die Reichweite 500km betragen, 60 rein elektrisch und 440 im Benzinbetrieb. Bei einem Tank mit 12 ltr.Inhalt 12/4,4 = 2,7ltr/100km

      Also noch mal: Wer lügt???

    • Wer lügt hier?
      1,6 l/100km im Benzinbetrieb? Wenn das wahr wäre, dann sollte man einfach die Batterie weglassen und hätte ein bezahlbares Sparmobil mit besserer CO2-Bilanz als ein reines E-Mobil.

    • Alles in Allem sagt uns dieser Artikel hier, dass die Hersteller immernoch im Versuchsstadium stecken. Aber dem Verbraucher wird schonmal die scheinbar schon funktionierende E-Mobilität schmackhaft gemacht. Am Ende soll der Range Extender die Reichweite verbessern. Nur dann ist es doch wieder ein Verbrennungsmotor, der das Fahrzeug indirekt antreibt. Außer, dass dann das KFZ teurer wird, hat sich nichts geändert. Man beachte auch die ständig vorgeführte Untermotorisierung. Also wenn das so einfach ist, dann könnten wir doch jetzt schon alle PKWs mit weniger Leistung ausliefern. Da wird der CO2-Ausstoß auch gesenkt. Würde aber keiner kaufen. Es bedarf erst eines neuen Produktes, damit die Verbraucher nicht merken, wie sie an der Nase herumgeführt werden.

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