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Rolls-Royce Dawn Zurück in die Zukunft

Die Edelmarke des deutschen Autokonzerns BMW rollt im kommenden Jahr mit einer neuen Variante des Wraith-Coupes vor: dem Cabrio Dawn, das an eine alte Tradition anknüpft.
08.09.2015 - 16:56 Uhr
Dawn, zu deutsch: „Morgendämmerung“, wird künftig das kleinste Cabrio aus dem Hause Rolls-Royce werden. Quelle: Pressefoto
Rolls-Royce Dawn

Dawn, zu deutsch: „Morgendämmerung“, wird künftig das kleinste Cabrio aus dem Hause Rolls-Royce werden.

(Foto: Pressefoto)

London Torsten Müller-Ötvös ist um Worte selten verlegen. Doch um seinen jüngsten Neuzugang in der Modellpalette zu preisen, schlägt der Vorstandschef der britischen Edelmarke des deutschen Autokonzerns BMW nun ungewöhnlich lyrische Klänge an. Der Wagen „ist die Muse, die ihren Besitzer glauben macht, dass vom Beginn des Tages an alles möglich ist“, warb Müller-Ötvös am Dienstag auf einer Telefonkonferenz um Aufmerksamkeit für die jüngste Kreation der Marke, die seit Jahrzehnten Inbegriff der automobilen Upperclass ist: den Rolls Royce Dawn, der mit Stoffdach Anfang 2016 auf den Markt kommen soll.

Zurück in die Zukunft. Dawn, zu deutsch: „Morgendämmerung“, wird künftig das kleinste Cabrio aus dem Hause Rolls-Royce werden. Damit wird ein altehrwürdiger Name wiederbelebt, der 1949 erstmals einen Rolls-Royce schmückte, den bis 1954 nur 761-mal gebauten Silver Dawn.

Von 1994 bis 1998 zierte der Name noch 237-mal eine Limousine von Rolls-Royce, seitdem ruhte er – bis jetzt. Messepremiere des Rolls-Royce Dawn wird bereits diesen Monat auf der IAA 2015 sein. Die Nobelkarosse wird die offene Version des Modells Wraith Coupé darstellen, den Rolls Royce bereits 2013 auf den Markt brachte.

In offizieller Lesart ist der Dawn damit neben Ghost, Phantom und Wraith die vierte Baureihe der britischen Edelschmiede, die längst an einer weiteren Modellreihe arbeitet: einem luxuriösen Geländewagen. Intern trägt er den Namen Cullinan – der Name des größten jemals gefundenen Diamanten.

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    Let’s talk about Sex, Baby!
    Rolls-Royce feiert den Dawn als „the most sexy car alive“
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    “Let’s talk about Sex, Baby!“ Normalerweise schlägt Richard Carter andere Töne an, wenn er über einen Rolls-Royce spricht. Doch wenn der Pressesprecher der vornehmen BMW-Tochter seinen Blick über den neuen Rolls-Royce Dawn schweifen lässt, gehen bisweilen ein wenig die Gäule mit ihm durch. Denn für die Briten ist die offene Alternative zum Wraith nicht weniger als das leidenschaftlichste Auto, das Rolls-Royce je auf die Räder gestellt hat.

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    Rolls-Royce verspricht: Das wird das leiseste Cabrio der Welt
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    Die Luxuskarosse feiert ihre Publikumspremiere auf der IAA in Frankfurt und wird kurz nach dem Jahreswechsel zu Preisen ab 330.000 Euro auf die Prachtboulevards dieser Welt entlassen.

    (Foto: PR)
    Rolls-Royce Dawn
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    Designchef Giles Taylor hat 80 Prozent aller Karosserieteile neu formen dürfen und dem Dawn dabei eine für Rolls-Royce fast schon laszive Lässigkeit ins Blech geschrieben. Nun sind die Kotflügel weiter ausgestellt, die Gürtellinie ist betont hoch und auch der riesige Kühler steht nun ein wenig schnittiger im Wind.

    (Foto: PR)
    So sitzen Besserverdiener
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    Die lustvoll-leidenschaftliche Grundstimmung bei Rolls-Royce schlägt sogar durch bis in die Nomenklatur: Statt weiter in der düsteren Mythologie der Schlossgespenster zu stöbern, würdigt der Dawn deshalb den magischen Moment der Morgenröte.

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    Rolls-Royce Dawn
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    Unter dem Blech ist der Dawn natürlich trotzdem ein Wraith, wie man ihn kennt. Er nutzt die gleiche Plattform mit dem gegenüber dem Ghost zu Gunsten der Fahrdynamik um 18 Zentimeter gestutzten Radstand, er fährt serienmäßig mit der sattelitengestütztem Achtgangautomatik und auch in seinem Bug säuselt der gleiche V12.

    (Foto: PR)
    Rolls-Royce Dawn
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    Dem 6,6 Liter großen V12-Motor des Dawn, den man aus dem Wraith kennt, blasen zwei Turbolader immerhin 570 Pferdestärken und 780 Newtonmeter Drehmoment m ein. Das sollte reichen, damit sich selbst die geschätzten 2,7 Tonnen Leergewicht wunderbar leicht anfühlen und man die Frisur mit einem gepflegten Gasstoß bisweilen ein bisschen auffrischen kann.

    (Foto: PR)
    Geräumiges Sonnendeck
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    Rolls-Royce feiert den Dawn als „the most sexy car alive“ und wenn man sich das große Cabrio auf einer Küstenstraße wie dem Highway Number One oder der Croisette vorstellt, läuft einem tatsächlich ein Schauer über den Rücken.

    (Foto: PR)

    BMW ist damit einen weiten Weg seit der Übernahme des britischen Luxusherstellers gegangen. Als die Bayern 1998 bei der Edelmarke einstiegen, war Rolls Royce in einem Zustand, der dem Qualitätsanspruch seiner Gründer Charles Rolls und Henry Royce kaum mehr entsprach. Die Fahrzeuge wurden mit veralteter Technik, schiefen Türen und undichten Cabrio-Verdecken ausgeliefert, die Marke war ein Schatten ihrer selbst – und der Jahresabsatz lag bei nur noch rund 300 Autos. Doch unter der Ägide der Bayern ist die einst marode Nobelmarke wieder zum Inbegriff des automobilen Luxus geworden, die heute wieder von Rekordmarke zu Rekordmarke eilt.

    Es ist ein Erfolg, der viele Gründe hat, aber vor allem auch darauf beruht, dass die Marke aus dem britischen Goodwood sich nicht mehr mit dem begnügt hat, was sie seit jeher produzierte: XXL-Staatskarossen. So blickt die Traditionsmarke längst auch über ihre traditionelle Nische hinaus. War die Modellpalette früher so übersichtlich wie der exklusive Kundenkreis, gelingt es Rolls-Royce und dem Rivalen aus dem VW-Konzern Bentley inzwischen mit immer neuen Modellvarianten, ihren Absatz kontinuierlich auszubauen.

    Markt für Luxusautos könnte kräftig wachsen
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