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Seat Mii im Fahrtest Kleiner Tarzan für den Großstadt-Dschungel

Grau in grau – und mittendrin ein Farbtupfer. Ausgesetzt in einer Metropolen-Wildnis, soll der knallrote Seat Mii zeigen, wie er sich im Urwald des automobilen Abenteuers schlägt.
03.01.2014 - 11:47 Uhr Kommentieren
  • Spotpress
Mit seinen 3,56 Metern Länge ist der Mii theoretisch das perfekte Stadtauto Quelle: Seat

Mit seinen 3,56 Metern Länge ist der Mii theoretisch das perfekte Stadtauto

Kleinstwagen fallen im Straßenbild von Metropolen nicht mehr auf, sind sie doch für dieses Terrain konzipiert. Einer dieser Vertreter ist der Seat Mii. Wie sich das kleinste Mitglied der spanischen Familie aus dem VW-Konzern in der Großstadt schlägt und ob er auch außerhalb seines Reviers überzeugen kann, wollen wir herausfinden.

In der Kürze liegt bekanntlich die Würze. Mit seinen 3,56 Metern Länge ist der Mii theoretisch das perfekte Stadtauto: wendig und klein, aber mit genug Platz für bis zu vier Personen. Die Sitzposition ist angenehm hoch, genau richtig für Menschen die eben nicht auf der Autobahn, sondern in der Stadt unterwegs sind. Die Sitze sind straff gepolstert und auch für langbeinige Nutzer bequem. Dafür gibt es Pluspunkte, gerade weil dort in dieser Klasse ja sonst gerne gespart wird.

Der Mii verhält sich überraschend gut bei Geschwindigkeiten, für die er eigentlich gar nicht konzipiert scheint. Quelle: Seat

Der Mii verhält sich überraschend gut bei Geschwindigkeiten, für die er eigentlich gar nicht konzipiert scheint.

Im Innenraum dominiert eine günstige (nicht billige!) Bauweise. Sicht- und spürbar wird das an einigen Details: Das Lenkrad lässt sich gut greifen, ist aber nur in der Höhe und nicht in der Tiefe verstellbar. Die Rahmen der Türen sind auch in Wagenfarbe lackiert und größtenteils nicht verkleidet. Auch bei den elektronischen Fensterhebern wurde simpel gebaut. Das Beifahrerfenster kann von der Fahrerseite aus nicht bedient werden. In der Regel braucht man diese Funktion nicht, sonst muss man rübergreifen, was angesichts der schmalen Bauform machbar ist.

Praktisch ist das portable Navigationsgerät für zusätzliche 375 Euro. Ist es ans Armaturenbrett angedockt, zeigt der Bordcomputer unter anderem Daten zum Verbrauch oder den gefahrenen Strecken an. Zudem ermöglicht es Bluetooth-Telefonie.

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    Der Kofferraum wirkt auf den ersten Blick schwer zugängig. Nach dem Öffnen der Heckklappe muss erst die Hutablage nach oben geklappt werden, um vernünftig an den Stauraum zu gelangen. Wer nach dem Beladen vergisst, die leichte Ablage wieder zu senken, ärgert sich spätestens beim nächsten Blick in den Rückspiegel über die versperrte Sicht. Beladen sollte man den Mii auch nicht im Dunkeln, denn auch an der passenden Beleuchtung wurde wohl gespart. Für seine Klasse ist der Kofferraum trotzdem in Ordnung. Er fasst insgesamt mehr, als man vermutet. Er ist zwar schmal, aber recht tief. Ein großer Koffer oder zwei Kisten Wasser finden darin gut Platz.

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