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Spritverbrauch in Theorie und Praxis Beim Hybrid ist die Abweichung am größten

Wer sich ein Hybridauto kauft, hofft auf geringen Verbrauch. Dabei klafft ausgerechnet bei dieser Antriebsart die größte Lücke zwischen theoretischem und praktischem Spritdurst.
23.07.2014 - 12:02 Uhr 1 Kommentar
  • Spotpress
Spritverbrauch in Theorie und Praxis - Beim Hybrid ist die Abweichung am größten Quelle: Volvo

Plug-in-Modelle dürfen auf dem Rollenprüfstand mit vollgeladener Batterie vorfahren, ohne dass die dort gespeicherte Energiemenge in Verbrauchs-Messergebnisse einfließt. In der Praxis zeigt sich beim Diesel-Hyridmodell des Volvo V60 aber eine Abweichung von 84 Prozent.

Die Verbrauchsangaben in Neuwagenprospekten haben mit dem realen Durst auf der Straße häufig nicht viel zu tun. Doch nicht bei allen Antriebsarten ist die Differenz zwischen Papier- und Alltagswert gleich hoch, wie eine Auswertung des ADAC bei 345 aktuellen Fahrzeugmodellen ergeben hat.

Die geringsten Abweichungen von Theorie und Praxis zeigen demnach Erdgasautos. Sie verbrauchten im Alltagstest des Automobilclubs im Schnitt nur neun Prozent mehr als versprochen. Der VW Caddy Ecofuel unterbot den Prospektwert sogar um vier Prozent. Andererseits benötigte der Fiat Panda Twinair CNG ganze 27 Prozent mehr als angegeben.

Das insgesamt jedoch gute Ergebnis führen die Tester vor allem auf Verbesserungen bei der Umrüstung von Benzin- auf Gasbetrieb sowie den Einsatz besonders hitzebeständiger Materialien zurück. Diese sorgen für gute Trinksitten auch bei hohen Lastanforderungen.

Bis zu 1,07 Euro pro Kilometer
Einstieg
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So funktioniert das Ranking: Beim großen Auto-Unterhaltskostenvergleich haben Auto Bild und Schwacke vor allem auf den Wertverlust abgehoben, den größten und wichtigsten Kostenblock. Betrachtet werden ausschließlich die offiziellen Listenpreise der Hersteller, ohne Anrechnung der üblichen Rabatte.

Weil die Mehrzahl der privat angeschafften Neuwagen heutzutage finanziert wird, sind auch diese Kosten mit in die Betrachtung eingeflossen. Angenommen werden eine fünfjährige Haltedauer des Fahrzeugs und 15.000 km jährliche Fahrleistung ...

(Foto: PR)
mercedes slk
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Platz 10

Marke / Modell: Mercedes SLK 200 Blue Efficiency

Listenpreis (brutto): 39.181 Euro

Kosten durch den Kauf (brutto): 32.807 Euro

Wertverlust (netto): 19.311 Euro

Finanzierung + MwSt. (netto): 13.469 Euro

Kosten durch die Nutzung (brutto): 17.802 Euro

Versicherung (brutto): 6.102 Euro

Spritkosten (netto): 6.432 Euro

Servicekosten: 837 Euro

Verschleißkosten: 1.564 Euro

Reifenkosten: 520 Euro

MwSt. + KFZ-Steuer: 2.347 Euro

Gesamtkosten: 50.609 Euro

Kosten pro Kilometer: 0,67 Euro

Alle Daten laut AutoBild/Schwacke

(Foto: PR)
nissan x-trail
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Platz 9

Marke / Modell: Nissan X-Trail 2.0 dCi 4x4 Autom. I-Way

Listenpreis (brutto): 36.150 Euro

Kosten durch den Kauf (brutto): 31.602 Euro

Wertverlust (netto): 19.159 Euro

Finanzierung + MwSt. (netto): 12.443 Euro

Kosten durch die Nutzung (brutto): 19.674 Euro

Versicherung (brutto): 5.751 Euro

Spritkosten (netto): 6.283 Euro

Servicekosten: 1.669 Euro

Verschleißkosten: 1.529 Euro

Reifenkosten: 1.056 Euro

MwSt. + KFZ-Steuer: 3.386 Euro

Gesamtkosten: 51.276 Euro

Kosten pro Kilometer: 0,68 Euro

(Foto: PR)
opel vivaro
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Platz 8

Marke / Modell: Opel Vivaro Tour 2.0 CDTI Life Cosmo

Listenpreis (brutto): 38.163 Euro

Kosten durch den Kauf (brutto): 33.981 Euro

Wertverlust (netto): 20.852 Euro

Finanzierung + MwSt. (netto): 13.129 Euro

Kosten durch die Nutzung (brutto): 19.193 Euro

Versicherung (brutto): 4.766 Euro

Spritkosten (netto): 6.638 Euro

Servicekosten: 1.214 Euro

Verschleißkosten: 2.049 Euro

Reifenkosten: 652 Euro

MwSt. + KFZ-Steuer: 3.875 Euro

Gesamtkosten: 53.174 Euro

Kosten pro Kilometer: 0,71 Euro

(Foto: PR)
audi a6 2
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Platz 7

Marke / Modell: Audi A6 3.0 TDI

Listenpreis (brutto): 44.000 Euro

Kosten durch den Kauf (brutto): 38.375 Euro

Wertverlust (netto): 23.235 Euro

Finanzierung + MwSt. (netto): 15.140 Euro

Kosten durch die Nutzung (brutto): 16.398 Euro

Versicherung (brutto): 5.751 Euro

Spritkosten (netto): 4.691 Euro

Servicekosten: 733 Euro

Verschleißkosten: 1.146 Euro

Reifenkosten: 936 Euro

MwSt. + KFZ-Steuer: 3.141 Euro

Gesamtkosten: 54.773 Euro

Kosten pro Kilometer: 0,73 Euro

(Foto: PR)
BMW 5er 2
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Platz 6

Marke / Modell: BMW 530d

Listenpreis (brutto): 50.200 Euro

Kosten durch den Kauf (brutto): 38.868 Euro

Wertverlust (netto): 21.556 Euro

Finanzierung + MwSt. (netto): 17.312 Euro

Kosten durch die Nutzung (brutto): 20.914 Euro

Versicherung (brutto): 8.904 Euro

Spritkosten (netto): 5.044 Euro

Servicekosten: 977 Euro

Verschleißkosten: 1.437 Euro

Reifenkosten: 1.088 Euro

MwSt. + KFZ-Steuer: 3.443 Euro

Gesamtkosten: 59.782 Euro

Kosten pro Kilometer: 0,80 Euro

(Foto: PR)
vw touareg
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Platz 5

Marke / Modell: Volkswagen Toureg 3.0 V6 TDI BlueMotion

Listenpreis (brutto): 50.225 Euro

Kosten durch den Kauf (brutto): 39.854 Euro

Wertverlust (netto): 22.542 Euro

Finanzierung + MwSt. (netto): 17.312 Euro

Kosten durch die Nutzung (brutto): 20.886 Euro

Versicherung (brutto): 6.374 Euro

Spritkosten (netto): 6.195 Euro

Servicekosten: 763 Euro

Verschleißkosten: 2.438 Euro

Reifenkosten: 980 Euro

MwSt. + KFZ-Steuer: 4.136 Euro

Gesamtkosten: 60.740 Euro

Kosten pro Kilometer: 0,81 Euro

(Foto: PR)

Kaum schlechter als die Erdgasmobile schnitten die konventionellen Benziner mit einer durchschnittlichen Abweichung von zehn Prozent ab. Dort wirken sich laut dem Verein die technischen Verbesserungen der vergangenen Jahre nun endlich aus - Vor allem bei den größeren Motoren, wie die Auswertung zeigt.

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    Der Chevrolet Camaro Cabrio mit V8-Motor etwa benötigt in der Praxis 17 Prozent weniger Kraftstoff als angegeben. Ebenfalls sparsamer als gedacht sind die Sportwagen Audi R8 Spyder V10 und Nissan 370Z (mit V6-Motor), wohingegen etwa der Zweizylinder-Kleinwagen Fiat Punto Twinair mit einem Mehrverbrauch von 34 Prozent auffiel.

    Generell sind kleine Benziner im Alltag oft deutlich durstiger als die Herstellerangaben nahelegen, da sie aufgrund ihrer geringen Leistung häufiger unter Volllast gefahren werden müssen.

    Auf einem ähnlichen Niveau wie Benzin- und Erdgasautos liegen auch die Fahrzeuge mit dem dritten Antriebskonzept auf Ottomotor-Basis: die Autogas-Pkw. Im Schnitt benötigten sie elf Prozent mehr als versprochen, die Extrempole stellen der Opel Astra 1.4 LPG mit einer Differenz von nur einem Prozent und der Kia Picanto LPG mit einer Abweichung von 28 Prozent. Generell begrüßen die Tester aber die gelungenen Anpassungen der Gasanlagen-Umrüster an den alternativen Kraftstoff.

    Der Diesel schneidet in Sachen Theorie-und-Praxis-Vergleich von allen nicht-elektrifizierten Antriebskonzepten am schlechtesten ab. Die Tester maßen im Schnitt eine Abweichung von 14 Prozent von der Norm. Unrühmlicher Spitzenreiter ist der Jeep Cherokee V6 Diesel mit einem Mehrverbrauch von 55 Prozent.

    Dass es auch anders geht, zeigt der Soda Yeti 2.0 TDI 4x4, der sogar ein Prozent weniger benötigt als angegeben. Dass der eigentlich als Sparmotor beworbene Diesel so viel mehr verbraucht liegt vor allem an seinem relativ hohen Durst bei hoher Lastanforderung, etwa auf der Autobahn. Dieser findet im offiziellen NEFZ-Fahrzyklus keinen Niederschlag, da dort maximal 120 km/h gefahren wird.

    Extremsparer sind auch alt noch teuer
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    Benziner bis 5 Liter: VW Golf III

    Wenn Sie ein preiswertes, aber dennoch sparsames Auto fahren wollen, könnte der Golf III einen Blick wert sein. Laut einer Statistik des Gebrauchtwagen-Portals AutoUncle gehört der 90er-Jahre-Golf zu den günstigsten und sparsamsten Benzinern.

    Das Portal vergleicht mehr als 1,5 Millionen Gebrauchtwagenanzeigen von 19 Online-Portalen, darunter Mobile.de, Auto.de und AutoScout24.de. Die Auswertung zeigt: Mit einem Durchschnittspreis von gerade einmal 1.009 Euro und einem Normverbrauch von 4,1 Litern gehört der Golf III zu den wohl günstigsten Möglichkeiten, Auto zu fahren.

    Wenn da nicht die Kosten für Versicherung und Reparaturen wären...

    (Foto: PR)
    01 alto
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    Benziner bis 5 Liter: Suzuki Alto

    Der Suzuki Alto (im Bild das Modell des Jahres 2009) taucht in einer aktuellen Statistik der Gebruahctwagen-Megasuche Autouncle.de gleich dreifach auf: Die vor 2004 gebauten Fahrzeuge kosten im Schnitt 1.936 Euro, Altos aus den Jahren 2004 bis 2008 rund 2.250 Euro – bei einem Verbrauch von jeweils 4,9 Litern.

    Sparsamer wird es mit den ab 2009 gebauten Fahrzeugen, sie gönnen sich in der Norm nur noch 4,4 Liter, sind aber auch mit über 6.300 Euro in der Auswertung deutlich teurer.

    (Foto: PR)
    03 corsa
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    Benziner bis 6 Liter: Opel Corsa C

    Eines der günstigsten Modelle zwischen fünf und sechs Litern Verbrauch ist der Opel Corsa der Baujahre 1994 bis 2001. Er wird laut AutoUncle im Internet bei 765 Angeboten im Schnitt mit 1.471 Euro gehandelt. Den Normverbrauch gab Opel zu seiner Zeit mit 5,7 Litern an.

    (Foto: PR)
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    Benziner bis 6 Liter: VW Polo III

    Wer ohne Marken-Vorlieben zum Gebrauchtwagenkauf schreitet, sollte eher zu dem Corsa greifen: Die dritte Generation des VW-Kleinwagens verbrauchte im Schnitt mit 5,8 Litern etwas mehr als der Opel. Zudem listet ihn AutoUncle mit 1.605 Euro bei vergleichbaren Baujahren. Dieses Modell wurde von 1995 bis 1999 gefertigt.

    (Foto: Wikimedia / Creative Commons)
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    Diesel bis 4 Liter: VW Lupo

    Wer allerdings mehr auf den Verbrauch als auf den Preis achtet, kommt nicht an einem Diesel vorbei. Hier sind bei Kleinwagen Verbräuche von weniger als vier Litern drin. So auch beim VW Lupo, von dem sogar einst eine 3-Liter-Variante aufgelegt wurde.

    Doch selbst ohne dieses Sparmodell kommt der kleine Wolfsburger auf einen Verbrauch von 3,7 Litern auf 100 Kilometern – bei einem Gebraucht-Preis von im Schnitt 2.572 Euro.

    Aber: Da diesen Autos meist ein Rußpartikelfilter fehlt, bekommen sie höchstens eine gelbe Umweltplakette – und sind deshalb aus vielen Innenstädten verbannt.

    (Foto: PR)
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    Diesel bis 4 Liter: Smart Fortwo

    Der Kleinstwagen der Daimler-Tochter ist nicht nur ein Leichtgewicht, sondern sein 800-Kubik-Dreizylinder gehört auch zu den sparsameren Triebwerken. So kommt die erste Smart-Generation auf einen Verbrauch von 3,4 Litern. Die zwischen 1998 und 2004 gebauten Smarts werden noch mit 2.707 Euro gehandelt. Leider ist die Halbautomatik nervig, und der Motor klingt wie eine Nähmaschine.

    (Foto: PR)
    07 smart
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    Diesel bis 4 Liter: Smart Fortwo

    Hatten wir nicht gerade erst einen Smart? Richtig, doch das war die erste Generation. Die ab 2005 gebauten Fortwos vertrauen zwar auf den selben Motor mit 3,4 Litern Verbrauch, sind aber meist besser ausgestattet und in einem besseren Zustand als die älteren Smarts. Doch das schlägt sich auch im Preis nieder: Ein Smart der zweiten Baureihe wechselt laut AutoUncle.de für durchschnittlich 7.166 Euro den Besitzer – rund 4.500 Euro mehr als für einen alten Smart.

    Wer ein Cabrio der zweiten Generation will, muss mit etwa 400 Euro Aufpreis rechnen. Geduld könnte sich rechnen: Auf weiter sinkende Preisen kann man wetten, wenn die neue Smart-Generation im Herbst an den Start geht ...

    (Foto: PR)

    Ebenfalls auf die Besonderheiten des Laborversuchs ist die große Verbrauchsdifferenz bei Hybridautos zurückzuführen. Stolze 25 Prozent attestieren hier die Tester. Dabei verhageln vor allem die Plug-in-Modelle mit ihren Normverbräuchen nahe der Ein-Liter-Marke die Bilanz. Sie dürfen auf dem Rollenprüfstand mit vollgeladener Batterie vorfahren, ohne dass die dort gespeicherte Energiemenge in das Messergebnis einfließt.

    Hinzu kommt: Ist der Akku nach rund 50 Kilometern leer, schaltet der Antrieb auf konventionellen Hybridmodus. So können die Mini-Normwerte nicht mehr auch nur annähernd erreicht werden.

    So zeigte sich beim Diesel-Plug-in-Hybridmodell des Volvo V60 eine Abweichung von 84 Prozent. Dass aber auch Hybridautos keine Mogelpackungen sein müssen, zeigt der Kia Optima Hybrid Automatik, der nur 0,4 Prozent mehr Sprit schluckt als beworben.

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    1 Kommentar zu "Spritverbrauch in Theorie und Praxis: Beim Hybrid ist die Abweichung am größten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ein Hybrid-Auto ist ein Nullsummen-Spiel.
      Man baut schwere Hybridkomponenten zusätzlich in ein Auto ein und macht es dadurch schwerer, was normalerweise den Benzinverbrauch erhöhen würde.
      Mit der Hybridtechnik spart man dann diesen Mehrverbrauch wieder ein und hat eigentlich nichts gweonnen.

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