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Steigender Marktanteil Amerikaner denken über Diesel nach

Dieselautos haben in den USA einen Marktanteil von weniger als drei Prozent. Industrieexperten glauben, das könne sich bald ändern und Dieselmotoren könnten stark aufholen.
30.11.2011 - 13:03 Uhr Kommentieren
1970er Chevrolet El Camino SS: Die goldene Ära der großvolumigen V8 ist vorbei, auch Amerikaner schauen mittlerweile auf den Verbrauch. Quelle: dapd

1970er Chevrolet El Camino SS: Die goldene Ära der großvolumigen V8 ist vorbei, auch Amerikaner schauen mittlerweile auf den Verbrauch.

(Foto: dapd)

Detroit Bei der Robert Bosch LLC in Nordamerika glaubt man, dass der Anteil verkaufter Dieselfahrzeuge innerhalb von zehn Jahren auf zehn Prozent ansteigen könnten, so berichtet Detroit News. Volkswagen ließ verlauten, dass der Absatz von Dieselfahrzeugen in den USA im Oktober um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat angezogen hat. Andere Autoexperten in den USA sehen weitere markenspezifische Besonderheiten. Mercedes, BMW und Volkswagen seien klar im Vorteil, weil sie ohnehin für den europäischen Markt große Stückzahlen an Dieselfahrzeugen produzieren, die ohne großen Aufwand in die USA exportiert werden könnten. Japanische und amerikanische Autobauer hätten diesen Vorteil der Massenproduktion nicht.

Trotz eines gegenüber benzinbetriebenen Autos um 2.000 bis 4.000 Dollar höheren Verkaufspreises gebe es mehrere Vorteile des Dieselantriebs: längere Haltbarkeit, höheres Drehmoment und der 20 bis 30 Prozent geringere Verbrauch.

Während der Preisvorteil von Dieselkraftstoff gegenüber Benzin in Deutschland immer geringer wird, haben die Dieselpreise in den USA das Benzin derzeit überholt. Die Hintergründe sind sehr unterschiedlich. In Deutschland sind Kraftstoffe hoch besteuert. Pro Liter Diesel sind 0,47 Euro fällig, für Benzin sind es 0,65 Euro. Dieselkraftstoff wird also deutlich geringer belastet. In den USA verhält es sich genau umgekehrt und das auf erheblich geringerem Niveau.

Die Steuer auf Dieselkraftstoff beträgt im Bundesdurchschnitt rund 0,11 Euro pro Liter und für Benzin knapp 0,10 Euro. Dabei entfällt weniger als Hälfte auf eine einheitliche Bundessteuer und etwas mehr als die Hälfte auf eine Bundesstaatensteuer, die von Staat zu Staat variiert. Tendenziell sind die dichter besiedelten Staaten im Nordosten sowie Kalifornien steuerlich höher belastet.

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    Die reinen Kraftstoffpreise ohne Steuer spielen also in den USA eine größere Rolle als in Deutschland. Seit Anfang 2009 hat sich der Dieselpreis auf dem Weltmarkt wenig mehr als verdoppelt, während sich der Benzinpreis seitdem in etwa verdreifacht hat. Dies könnte dazu beitragen, dass amerikanische Autokäufer den Verbrauchswerten künftig eine noch größere Bedeutung beimessen und sich vermehrt für ein Dieselmodell entscheiden.

    • Gerhard Wirsig
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