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Umbau von Karabag So wird der Trabant zum E-Auto

Der Trabant ist eigentlich ein Stinker. Doch nun kommt der Kultwagen ganz geruchsneutral als Elektroauto daher. Möglich macht das ein Hamburger Unternehmen.
16.09.2014 - 12:46 Uhr Kommentieren
  • dpa
Das Transformationskit Reevolt des Umrüsters Karabag kann auch den Tabant elektrifizieren - sofern ein Basisfahrzeug zur Hand ist. Quelle: dpa

Das Transformationskit Reevolt des Umrüsters Karabag kann auch den Tabant elektrifizieren - sofern ein Basisfahrzeug zur Hand ist.

(Foto: dpa)

Frankfurt/Main Die Firma Karabag hat einen Trabant des Baujahrs 1989 zum Elektroauto umgerüstet. Seine Premiere feiert der früher als P 601 bekannte Trabi als Batterieauto auf der Fachmesse Automechanika in Frankfurt am Main (16. bis 20. September). Der Stromspeicher von 11 Kilowattstunden (kWh) genügt den Angaben des Umrüsters zufolge für bis zu 130 Kilometer Strecke. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h, die Ladezeit bei bis zu 5,5 Stunden.

Den Umbausatz können Besitzer eines Trabis auch in ihr Fahrzeug einbauen lassen, das Transformationskit Reevolt kostet 13 500 Euro, hinzu kommt die Montage, die in jeder der bundesweit über 400 Partnerwerkstätten vorgenommen werden kann. Das Kit besteht aus E-Antrieb, Steuereinheit, Akku und Standheizung und eignet sich auch für andere Oldtimer, Pkw-Typen und Transporter. Im vergangenen Jahr hatte Karabag bereits einen zum E-Auto umgebauten alten VW Käfer gezeigt.

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    Zehn Fragen zur Energiewende auf Rädern
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    1.: Wie weit kommt ein Elektroauto eigentlich?

    Neben dem hohen Anschaffungspreis ist die geringe Reichweite eines der größten Probleme von Elektroautos. Diese beträgt bei den meisten Fahrzeugen 150 bis 200 Kilometer, was in der Regel für den täglichen Bedarf genügt. Für Dienstreisen oder eine Urlaubsfahrt eignen sich E-Autos aber noch nicht. Bei schneller Fahrt auf Autobahnen genauso wie bei Minusgraden sinkt der Aktionsradius deutlich.

    Darum setzen einige Hersteller auf Reichweitenverlängerer, sogenannte Range-Extender. Das sind kleine Verbrennungsmotoren, die in der Regel keine Verbindung zu den Rädern haben, sondern lediglich als Generator arbeiten. Bei niedrigem Akkustand springt dieser automatisch an, lädt die Batterie und sorgt während der Fahrt für elektrischen Nachschub.

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    2.: Kann ich mein E-Auto nur zuhause an der Steckdose oder an einer Ladestation tanken?

    Nein, auch Schnellladestationen sind eine Möglichkeit. An so einer Station lässt sich beispielsweise der BMW i3 in weniger als einer halben Stunde auf 80 Prozent Ladestand bringen. An der Schnelladestation fließt Gleichstrom mit einer Spannung von maximal 500 Volt und einer Leistung von bis zu 50 Kilowatt. Im Vergleich: Eine gängige Ladestation mit Wechselstrom hat eine Spannung von 230 Volt (Haushaltsspannung) und maximal 3,6 Kilowatt Leistung, der Ladevorgang dauert bei leerer Batterie je nach Modell sechs bis zehn Stunden. In Deutschland sind Schnelladestationen jedoch noch recht selten.

    (Foto: PR)
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    3.: Was bedeutet „induktives Laden“?

    Induktives Laden ist praktisch drahtlose Energieübertragung. Die Energie wird dabei kabellos über ein Magnetfeld im Straßenbelag auf einen Empfänger im Fahrzeug übertragen. Mit diesem Strom wird dann die Batterie aufgeladen. Im Gegensatz zum kabelgebundenen Laden ist dieses Verfahren platzsparend, verschleißfrei und sicher vor Vandalismus. Kosten für Kabel, Stecker und Gehäuse fallen nicht an. Bislang gibt es aber noch keine geeigneten Fahrzeuge dafür und auch die Technik steckt noch in den Kinderschuhen.

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    4.: Welche weiteren Antriebsarten gibt es noch neben Benzin-, Diesel- und Elektromotor?

    Eine weitere Variante ist der Hybridantrieb. Dabei ist Hybrid nicht gleich Hybrid. Grundsätzlich bedeutet das nur, dass zwei verschiedene Antriebe miteinander kombiniert werden, meist ein Verbrennungs- mit einem Elektromotor. Beim Voll-Hybrid besteht die Möglichkeit, kleinere Strecken auch rein elektrisch zurückzulegen. Der Mild-Hybrid hingegen hat ebenfalls zwei Antriebe, der Elektromotor kann das Auto allerdings nicht alleine bewegen. Er nimmt dem Verbrenner lediglich Arbeit ab und senkt so seinen Verbrauch oder stellt in bestimmten Fahrsituationen zusätzliche Leistung zur Verfügung.

    Eine Mischform aus Elektroauto und reinem Hybrid stellt der Plug-in-Hybrid dar. Seine Batterie kann zusätzlich extern über das Stromnetzt geladen werden.

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    5.: Warum benötigt ein E-Auto sauberen Strom?

    Entscheidend für den tatsächlichen Beitrag zum Umweltschutz ist die Herkunft des Stroms. Stammt dieser überwiegend aus konventionellen Kraftwerken, gerät das Elektro-Auto zur Mogelpackung, da seine Treibhaus-Bilanz nur geringfügig besser ausgefüllt ist als die eines konventionellen Autos. Nur wenn der Strom aus regenerativen Energien wie Wind-, Wasser- oder Sonnenkraft stammt, ist er wirklich sauber.

    (Foto: PR)
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    6.: Können Elektroautos auch Spaß beim Fahren bereiten?

    Ja, denn das Elektroauto hat im Vergleich zum Pkw mit Verbrennungsmotor den Vorteil, dass sein Drehmoment nahezu sofort verfügbar ist. Selbst kleinere Elektroautos können so sofort die maximale Leistung ihres Motors nutzen und an der Ampel einem Sportler davonziehen. Beispielsweise liegt das Drehmoment des Kleinstwagen Peugeot iOn bei 196 Newtonmetern. Vom Antritt eines Tesla-Performance-Modells ganz zu schweigen ...

    (Foto: PR)
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    L7.: Wie hoch ist die Batterielebensdauer bei E-Autos?

    Langzeiterfahrungen mit den Hochvoltspeichern gibt es noch nicht. Trotzdem dehnt Nissan die Garantieleistung auf die Stromspeicher seines Leaf: Für fünf Jahre garantieren die Japaner eine Gesamtkapazität von mindestens 75 Prozent des Ursprungswertes. Und BMW verspricht Ersatz, sollte der Akku innerhalb von acht Jahren oder binnen 100.000 Kilometer den Geist aufgeben.

    Doch wie sich häufiges Nachladen auf Kapazität, Reichweite und Fahrleistungen auswirkt, bleibt abzuwarten. Renault will Erfahrungen über das Ladeverhalten gewinnen und deshalb wird die Batterie des Kleinwagen Zoe auch nur verleast und per eingebauter SIM-Karte fernüberwacht.

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