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Wenn alte Autos müffeln Da hilft dann auch kein Duftbaum mehr

Manchem Gebrauchtwagen sieht man sein Alter nicht nur an, man kann es auch riechen. Alte Autos können im Lauf der Jahre ihren eigenen, nicht immer angenehmen Duft entwickeln. Was Sie gegen dicke Luft im Auto tun können.
29.09.2015 - 14:16 Uhr Kommentieren
  • dpa
Duftbäume und Autoparfüms können schlechten Geruch im Auto nur überdecken. Um sie nachhaltig zu bekämpfen, sollte das Fahrzeug regelmäßig gereinigt werden.
Der Duftbaum ist keine Lösung

Duftbäume und Autoparfüms können schlechten Geruch im Auto nur überdecken. Um sie nachhaltig zu bekämpfen, sollte das Fahrzeug regelmäßig gereinigt werden.

München Der Lack glänzt, der Motor schnurrt und das Öl ist frisch gewechselt. Der Gebrauchtwagen sieht gut aus und kostet wenig. Doch leider spielt die Nase nicht mit: Das Auto müffelt. Im Laufe der Jahre haben sich Rauch, Schimmel, Essensreste und Hundehaare auf Teppichen und Polstern angesammelt.

Eine weitere Geruchsquelle bei Autos kann die Klimaanlage sein. In ihr verbinden sich mit der Zeit Mikroorganismen mit Staub. „Das riecht wie ein alter, feuchter Keller”, sagt Carsten Graf, Technikexperte beim ADAC.

Um das zu verhindern, rät er dazu, die Klimaanlage rund zehn Minuten vor dem Ziel abzuschalten. „Dann kann die Feuchtigkeit aus dem Verdampfer beziehungsweise Wärmetauscher entweichen, und es entsteht kein Schimmel”, sagt er. Im Laufe der Zeit können auch Innenraum- oder Pollenfilter verstopfen und schlechte Gerüche absondern. Deshalb sollten sie regelmäßig gewechselt werden, entweder im Rahmen der normalen Inspektion oder alle zwei Jahre.

Hochglanz mit Tricks vom Profi
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Waschanlagen

Wenn Sie den Wert Ihres Wagens steigern wollen, genügt es leider nicht, einmal durch die Waschstraße zu fahren. Denn an einigen Stellen sind auch die Waschanlagen machtlos.

So sind Verschmutzungen an den Türausschnitten nur per Hand mit einem Schwamm zu erreichen.

Und um eine gründliche Innenreinigung kommen Gebrauchtwagenverkäufer nicht herum.

Ganz wichtig: Erst die folgenden Vorarbeiten erledigen, bevor es in die Waschanlage geht ...

(Foto: dpa)
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Lackschäden

Sind Kratzer und Steinschläge im Lack, sollten diese auf jeden Fall entfernt werden, bevor das Auto in die Waschanlage kommt. Oberflächliche Kratzer können mittels einer Farbpolitur entfernt werden, für tiefe Kratzer gibt es Lackstifte.

Vor dem Polieren sollte das Auto mit klarem Wasser und Spülmittel vorgereinigt und anschließend getrocknet werden. Dann wird die Farbpolitur vorsichtig im Bereich des Kratzers aufgetragen. Sollte der Kratzer tiefer sein, als gedacht, kann der Vorgang nach einem Tag wiederholt werden ...

(Foto: )
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Lackschäden

... Ist der Kratzer noch tiefer, helfen Lackstifte entsprechend der gängigen Farbcodes. Mit dem Stift wird die beschädigte Stelle übermalt und nach einem Tag mit einer grobkörnigen Politurpaste von überschüssiger Farbe befreit.

Aber Vorsicht: Wer zu kräftig poliert, schadet Lack und Grundierung. Anschließend bekommt die ausgebesserte Stelle mit Hilfe von Polierwatte noch den letzten Schliff. Zum Schutz des Lackes sollte anschließend Autowachs aufgetragen werden.

(Foto: PR)
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Politur

Aber auch, wenn keine Schäden im Lack vorhanden sind, lohnt sich eine Politur. Denn über die Jahre können Streusalz und Split dem Glanz der Lackierung schaden.

Je mehr der Lack gelitten hat, desto grober sollte die Politur sein, desto nötiger ist allerdings auch eine anschließende Versiegelung mit Wachs.

Grundsätzlich muss das Auto vorher gereinigt und getrocknet werden, damit sich noch vorhandene Staubkörner nicht in Schmirgelpapier verwandeln.

(Foto: Reuters)
Autofarbe, Autolack
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Politur

Zum Auftragen und Abnehmen der Politur sollten keine Schwämme, sondern weiche Tücher oder T-Shirts verwendet werden.

Außerdem Vorsicht beim Auftragen der Politur: Kreisförmige Bewegungen "massieren" die Politur ein und richten so mehr Schaden an, als dass sie nutzen. Deshalb lieber rauf und runter wischen.

Kälter als 15 Grad sollte es bei der Autopolitur übrigens nicht sein, sonst wird die Arbeit mit dem Autowachs zum Kraftakt.

(Foto: imago)
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Scheibenwischer

Zur Autopflege gehören Kleinteile wie die Wischerblätter. Die Gummis leiden nämlich besonders. Sobald die Wischerblätter Schlieren hinterlassen, sollten sie ausgetauscht werden.

Die Gummidichtungen in den Türen sollten mit speziellen Gummipflegemitteln eingerieben werden. So werden sie nicht spröde und es regnet nicht herein.

(Foto: dpa)
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Scheiben

Damit der neue Besitzer Ihres Wagens klare Sicht hat, sollten alle Scheiben sowohl innen als auch außen, mit Scheibenreiniger behandelt werden. Über eine Sonderreinigung freuen sich übrigens auch die Spiegel und Scheinwerfer.

(Foto: dpa)

Lässt sich übler Geruch nicht mehr eindämmen, hilft eine Fahrt zum Spezialisten. „Man kann organische Gerüche nicht verhindern, sondern nur entfernen”, sagt Rainer Langlotz vom Car Wash Center Walldorf. Damit meint der Fahrzeugaufbereiter eine gründliche Reinigung von Polstern, Teppichen und dem Dachhimmel.

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    Der Profi setzt dafür spezielle Mittel und Reinigungsgeräte ein, die zum Beispiel auch Schimmel restlos beseitigen. Nach der gründlichen Reinigung folgt eine bis zu zweistündige Ozonbehandlung. Das Mittel spaltet Geruchsmoleküle und bekämpft Pilze und Bakterien. Nach einiger Zeit zerfällt das Ozon wieder. Wer mag, parfümiert das Fahrzeug danach mit Raumduft.

    Aber: „Duftbäume täuschen durch ihr Parfüm nur die Nase. Außerdem können die darin enthaltenen ätherischen Öle allergische Reaktionen hervorrufen”, sagt Markus Herrmann, Präsident des Bundesverbandes Fahrzeugaufbereitung (BFA). Im schlimmsten Fall könnten sie sogar den Kunststoff im Innenraum angreifen. Sicherer sei es, Pflegeprodukte zu verwenden, die der jeweilige Fahrzeughersteller freigegeben hat.

    Als günstige Alternative zu Autoparfüms und Duftbäumen empfiehlt er Waschpulver, entweder in einem kleinen Schälchen oder im Aschenbecher. Wenn das Pulver nach einiger Zeit flockt, kann es einfach weggesaugt werden. Beim beliebten Geruchskiller „Kaffee” rät Herrmann zur Vorsicht. Kaffee enthält Öle, die mit der Zeit ranzig werden - und dann auch so riechen.

    Reine Parfümieren bringt wenig
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