Nach Organspendeskandal CDU-Frau: Ärzten die Zulassung entziehen

Verstoßen Transplantationszentren wiederholt gegen Gesetze, müssen sie geschlossen und den Ärzten die Approbationen entzogen werden. Das fordert die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Julia Klöckner im Handelsblatt.
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Die Vorsitzende der CDU in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner. Quelle: dpa

Die Vorsitzende der CDU in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner.

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BerlinDie CDU Landes- und Fraktionsvorsitzende in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, fordert im Gastbeitrag für das Handelsblatt (Montagausgabe) tiefgreifende Änderungen des neuen Transplantationsgesetzes als Konsequenz aus dem Organspendeskandal. „Das Manipulieren von Patientendaten ist ein Fall für den Staatsanwalt, das beschleunigte Verfahren eines für den Gesetzgeber“, schreibt Klöckner, die als Bundestagsabgeordnete die Arbeitsgruppe „Transplantationsmedizin“ in der Ethik-Kommission des Bundestags geleitet hatte.

Künftig dürfe nicht nur ein Arzt bei der Aufnahme es Patienten auf die Warteliste verantwortlich sein, sondern mehrere sollten stets die Daten eines potenziellen Organempfängers gegenzeichnen, schreibt die Unions-Politikerin. Da bei dem Skandal in Göttingen Laborwerte verfälscht wurden, „müssen alle Daten, die Eurotransplant schickt, von einem Laborarzt erneut überprüft werden. Außerdem fordert sie, dass „alle Transplantationszentren in Deutschland darauf überprüft werden müssen, ob dort richtig gearbeitet wurde.“

Klöckner fordert, dass nach US-Vorbild „spezielle Prüfer eingesetzt werden, die flächendeckend, verdachtsunabhängig kontrollieren und ganze Transplantations-Verläufe begutachten.“ Es müsse zudem geprüft werden, ob das private Organspendesystem in ein staatliches überführt werden muss: „Leben und Tod kann man kaum einer unreglementierten Selbstverwaltung überlassen“, schreibt sie im Handelsblatt. Sie fordert drakonische Strafen bei Missbrauch. „Harte Strafen bei Verstößen mit Entzug der Approbation oder der Schließung von Transplantationszentren“ dürfen nach Klöckner keine Ausnahmen sein, fordert Klöckner.

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