Afghanistan-Einsatz Prinz Harry tötete Taliban-Kämpfer

Prinz Harry hat während seines Militäreinsatzes in Afghanistan „so wie viele andere auch“ Taliban-Kämpfer getötet. Wer versucht habe, ihren Kameraden etwas anzutun, sei „ausgeschaltet worden“.
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Prinz Harry, Sohn von Prinz Charles, hat beim Militäreinsatz in Afghanistan auch Taliban-Kämpfer getötet. Quelle: dpa

Prinz Harry, Sohn von Prinz Charles, hat beim Militäreinsatz in Afghanistan auch Taliban-Kämpfer getötet.

(Foto: dpa)

LondonDer britische Prinz Harry hat nach eigener Darstellung während seines jüngsten Militäreinsatzes in Afghanistan auch Taliban-Kämpfer getötet. „Ein Leben zu nehmen, um eines zu retten, darum drehte es sich bei uns“, sagte der Prinz der britischen Nachrichtenagentur. Auf die Frage, ob er als Bordschütze eines Kampfhubschraubers auch Kämpfer getötet habe, sagte er: „Ja, so wie viele andere auch.“ Wer versucht habe, ihren Kameraden etwas anzutun, sei „ausgeschaltet worden“.

Das britische Verteidigungsministerium gab am Montagabend bekannt, dass Harry seinen Einsatz in Afghanistan beendet habe. Der Prinz hatte während seines Einsatzes in der unruhigen südlichen Provinz Helmand mehrere Male mit Journalisten gesprochen; seine Äußerungen durften aber erst nach dem Ende seines Einsatzes veröffentlicht werden.

Im Camp Bastion, wo Harry als Hubschrauberpilot stationiert war, lebte er nach eigenen Angaben „so normal wie möglich“. Er sei auch „einer von den Jungs“ gewesen und genauso behandelt worden. Es habe ihn aber gestört, von anderen Soldaten angestarrt worden zu sein, die er noch nie gesehen habe. Harry war bereits im Winter 2007/2008 zehn Wochen als Fliegerleitoffizier am Hindukusch aktiv. Der Einsatz war aber aus Sicherheitsgründen abgebrochen worden, nachdem sein Aufenthaltsort bekannt geworden war.

Über seinen älteren Bruder William, der mit seiner Frau Catherine ein Kind erwartet, sagte Harry, dieser wäre ebenfalls gern nach Afghanistan gegangen. „Und um ehrlich zu sein, ich sehe auch nicht, weshalb er nicht konnte.“ Niemand wisse schließlich, wer im Cockpit sitze. Großbritannien hatte entschieden, dass es zu gefährlich sei, William nach Afghanistan zu entsenden. Er ist nach seinem Vater Charles der zweite britische Thronfolger.

  • afp
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9 Kommentare zu "Afghanistan-Einsatz: Prinz Harry tötete Taliban-Kämpfer"

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  • Tötung aus Notwehr? Hm, wer wird denn gezwungen dorthin zu gehen? Niemand! Also ist es keine Notwehr sondern Mord!
    Für mich ist jeder der dort ein Menschenleben beendet ein Mörder! Die Motive spielen keine Rolle! Mord ist nie entschuldbar! Was hätte seine Mutter dazu gesagt?

  • Ah wieso nur Prinz Harry! Ganz Großbritannien in ist jedem internationalen Einsatz mit dabei! Aber erst muss man klar stellen, dass Frankreich in Mali mit seiner Fremdenlegion kämpft! Nun, ehrlicherweise, nicht nur Prinz Harry wird aus PR-Gründen im Ausland für Großbritanien eingesetzt! Auch Großbritannien hat Quasi Fremdenlegion im Dienste der Krone - die Gurkhas. Die Aufgabe ist dieselbe wie bei Legion étrangère - Drecksarbeit und politische Verantwortung von sich wegzuschieben. Sie sind aber als Einheiten (Nepaläsen, Tibetaner, Burmanen) in regulärer britischer Armee integriert. Die Geschichte diesen Einheiten ist glorreich. Nun nur jüngste Entwicklungen und Einsätze: Falklandkrieg, Golfkriege, Bosnien, Kosovo, Osttimor, Afghanistan… Es gibt für unsere Regierung viel „Ideen“ und Beispiele, wie sich international militärisch und solidarisch engagieren kann. Vielleicht geben sie die Chance den Bewohnern der überfüllten Flüchtlingseinrichtungen, die sie in Ungewissheit schmoren lassen, sich zu bewiesen und denen die sich bewiesen haben Harz IV und Getto zu entgehen?! Ich würde aber moralische Grundlage solches Konzeptes sehr gründlich formulieren, um nicht in eigene Toren zu schissen…

  • Wenn er zuhause bleiben würde, würde man ihn als Feigling beschimpfen, weil er andere in den Krieg ziehen lässt. Geht er selbst wird er als 'Wichtigmacher' oder 'Agressor' beschimpft. Da sind wieder Trolle unterwegs, die mäkeln um des mäkelns wegen. Ich finde es gut, wenn er soweit wie möglich versucht, ein Leben außerhalb des Palastes zu führen.
    Und wer wie oben in einem Kommentar die Taliban als 'freiheitsliebende Partisanen' bezeichnet gehört wahrscheinlich zur Topzielgruppe des 'Dschungelcamps'.

  • Was macht ihn besonders? Was unterscheidet ihn von den Soldaten die Osama getötet haben? Nichts beide sind aus Fleisch und Blut. Nur der eine hat Prinz davor und die anderen Dienstgrade und Befehlsempfänger.
    Es tut mir leid, nur wird ein Hype um solche Menschen wie Prinz Harry gemacht und die restlichen der Welt muss bangen, da fragt keiner ob nach. An diese werden nur Befehle gegeben und entweder folgt man oder muss zusehen wir man zurecht kommt.

  • Mit den Taliban ist nicht zu spaßen,der Arm von denen reicht auch bis England.Was dachten sich die Verantwortlichen ueber den Bericht von Prinz Harry in den Medien? Wie soll man das nennen?Dummheit?Wahrscheinlich gefaellt sich Harry in der Pose als " Krieger "

  • Es gibt genug soldaten die ein weit aus gefährlicheren Einsatz haben und keine "Lobes"hymnen erhalten.

    "Prinz Harry tötete Taliban-Kämpfer" oh mein Gott und das nennt sich Journalismus. So ein Farce um einen Menschen wir sie und ich - ach nein es ist ein Prinz.

  • @tonimobil
    So sehe ich das auch. Es ist unverantwortlich, diesen Sympathieträger als herausragenden Taliban-Mörder zu bewerben. Er wird zu einer Trophäe der Taliban stilisiert, so wie der Binladen einer für die USA war. Und er ist noch jung. Die Taliban gibt es noch lange. Vielleicht ist ja "nur" ein Abkömmling von ihm Zielscheibe.

  • Der Mann lebt gefaehrlich,moeglicherweise steht er jetzt auf der Todesliste der Taliban.

  • Ist dies wirklich eine Top-Nachricht wert?
    Arme Journalisten!

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