Belastung für Katholiken Kanzlerin schaltet sich in Bischofs-Affäre ein

Der Druck auf den Limburger Bischof Tebartz-van Elst wächst. Im Vatikan will er zu den Verschwendungsvorwürfen Stellung nehmen. Immer mehr Bischöfe wenden sich von ihm ab. Und auch die Kanzlerin geht auf Distanz.
Update: 14.10.2013 - 17:50 Uhr 45 Kommentare
Der umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Quelle: ap

Der umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.

(Foto: ap)

BerlinDer umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst verliert in der Kirche zunehmend an Rückhalt. Und auch die Politik wendet sich von ihm ab. Während sich der 53-Jährige im Vatikan aufhält, um zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung zu beziehen, hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in den Fall eingeschaltet.

Über ihren Sprecher Steffen Seibert ließ Merkel mitteilen, dass sie die Affäre um Tebartz-van Elst als „sehr belastend“ für Katholiken wertet. Im Bistum Limburg sei für jeden erkennbar eine sehr schwierige Situation entstanden, sagte Seibert. Für die katholischen Christen dort und ihre Kirche sei das eine große Belastung.

Zu den laufenden Beratungen im Vatikan sagte Seibert: „Da hat die Bundesregierung selbstverständlich keinerlei Hinweise oder Ratschläge zu geben. Aber ich darf schon die Hoffnung ausdrücken, dass es eine Lösung für die Gläubigen sein wird, für das Vertrauen der Menschen in ihre Kirche.“

Scharfe Kritik am Bischof äußerte die scheidende Grünen-Parteichefin Claudia Roth. „Prunksucht in diesem Ausmaße“ stehe in krassem Widerspruch zum Namen des neuen Papstes, sagte Roth. Der Name Franziskus sei nach ihren Worten Programm: „Franz von Assisi hat ganz andere Werte vertreten als Reichtum, Prunksucht und Eigeninteresse. Ich glaube, das passt überhaupt nicht zusammen.“

Tebartz-van Elst steht wegen der hohen Kosten für den Neubau seiner Bischofsresidenz in der Kritik. Zudem läuft gegen ihn ein Verfahren wegen des Verdachts der Falschaussage. Tebartz-van Elst ist nun nach Rom gereist, um mit Papst Franziskus über die Vorwürfe zu reden. Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, ist dort zu mehrtägigen Gesprächen zu Gast.

„Wir haben ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsproblem. Und die Kirche in Deutschland trägt den Schaden“, sagte Zollitsch der „Bild“-Zeitung. Er kündigte ein zügiges Handeln an. „Ich bin mir aber sicher, dass sich der Bischof von Limburg gründlich und auch mit der notwendigen Selbstkritik mit dieser Entwicklung auseinandersetzt.“ Wann die Gespräche in Rom stattfinden, blieb zunächst unklar. Papst Franziskus empfing am Montag zunächst keinen der beiden.

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45 Kommentare zu "Belastung für Katholiken: Kanzlerin schaltet sich in Bischofs-Affäre ein"

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  • Ein was?

  • der Bischof hat nur 16 m2 verplant fuer das Schlafzimmer aber ums,, HIMMELSWILLEN,,wie soll Er dort vernuenftig ein Doppelbett unterbringen um seine Schaefchen zu hueten !!!

  • @Republikaner -keep cool-

    Die kath. Kirche hat andere Herausforderungen gemeistert, so dass ein "Prunk-Bischoff" das System sicherlich nicht ernsthaft gefährden kann (obwohl Reformen in der Struktur durchaus sehr wünschenswert wären!).

    Wichtig wäre, dass dieses Priester-System endlich mal signifikant zurechtgestutzt wird, um das anteilige Verhältnis zu den tatsächlichen Seelsorgern in der kath. Kirche zu verbessern.

  • @hafnersp: ich stimme Ihnen 150%ig zu. Daß sich wegen 30 Mio in diesem Land überhaupt jemand aufregt, während der BER zig Milliarden verschlingt.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Wir haben so gut wie keine Qualitätsjournaille in der BRD.

    Die Bischofs-Affäre ist einzig und allein ein Problem der indoktrinierten Schafherde.

    Was die Kanzlerin damit hat?

    Sympathiepunkte bei den Indoktrinierten sammeln. Die wahren Probleme sitzt der Hosenanzug aus.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Eurorettungsfonds für Bistum Limburg

  • Jeder Regelbruch kann der Anfang einer neuen Regel sein (schauen Sie sich die Griechen an, die Spanier, die Italiener und die Brüsseler Jakobiner et al., die sind mit Regelbrüchen sehr erfolgreich)!

  • Halten Sie sich einfach mal an die Regeln. Heulen kann jeder.

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