Brutale S-Bahn-Attacke Jugendliche verprügelten Mann aus Streitlust

Zwei Jugendliche, die Freitagnacht einen 29-Jährigen in einem Berliner U-Bahnhof bewusstlos geschlagen hatten, haben sich freiwillig der Polizei gestellt. Man habe Streit gesucht, gab der Haupttäter als Motiv an.
Update: 24.04.2011 - 16:55 Uhr 18 Kommentare
Eine Überwachungskamera zeigt den Angriff auf einen Mann im U-Bahnhoff Berlin-Mitte. Quelle: dpa

Eine Überwachungskamera zeigt den Angriff auf einen Mann im U-Bahnhoff Berlin-Mitte.

(Foto: dpa)

BerlinDer Haupttäter, ein 18-jähriger Schüler, erschien bereits am Samstagabend in Begleitung seines Anwalts auf einer Polizeiwache. Sein gleichaltriger Komplize meldete sich am Sonntagmittag ebenfalls auf einer Wache. Die beiden legten umfassende Geständnisse ab.

Sie hatten den 29-Jährigen in der Nacht zu Samstag im U-Bahnhof Friedrichstraße unvermittelt angegriffen und schwer verletzt. Nach mehreren Kopftritten war der Mann bewusstlos liegen geblieben. Er musste in ein Krankenhaus gebracht werden, befindet sich mittlerweile aber außer Lebensgefahr.

Als Motiv für den brutalen Überfall gab der Haupttäter in der Vernehmung an, er sei in einer aggressiven Stimmung gewesen und habe Streit gesucht, wie ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft am Sonntag sagte. Laut Polizei war er zudem betrunken. Er muss sich nun wegen versuchten Totschlags verantworten. Seinem Komplizen wird Körperverletzung vorgeworfen.

Brutaler Angriff in U-Bahn

Die Polizei hatte auf ihrer Internetseite Fotos und einen Videomitschnitt der Überwachungskameras aus dem U-Bahnhof Friedrichstraße veröffentlicht. Der 29-Jährige hatte gegen 3.30 Uhr auf einem Bahnsteig der U-Bahnlinie U 6 gewartet, als er von den Jugendlichen angegriffen wurde. Nach einem Schlag ins Gesicht fiel er zu Boden und blieb auf dem Bauch regungslos liegen. Anschließend trat der 18-Jährige Haupttäter mehrmals mit voller Wucht auf und seitlich gegen den Kopf des hilflosen 29-Jährigen.

Der Jugendliche ließ erst von dem bereits Bewusstlosen ab, als sich ein 21-jähriger Passant einmischte. Um diesen in Schach zu halten, trat ihm der zweite 18-Jährige in den Rücken. Dabei stürzte der Zeuge und verletzte sich leicht. Die Täter flüchteten.

Erst im Februar hatten Jugendliche einen 30-jährigen Handwerker auf dem U-Bahnhof Lichtenberg überfallen und schwer verletzt. Er lag wochenlang im künstlichen Koma. Nach dem Erwachen konnte der Mann kaum sprechen und laufen. Derzeit macht er eine Rehabilitation. Ein 14-Jähriger und drei 17-Jährige wurden nach der Tat als Verdächtige verhaftet. Ein zweiter Handwerker wurde bei dem Überfall nur leicht verletzt, weil ihm ein anderer Mann geholfen hatte.

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18 Kommentare zu "Brutale S-Bahn-Attacke: Jugendliche verprügelten Mann aus Streitlust"

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  • in meinem vorherigen Kommentar bitte "Rechtsanwalt" durch "Jurist" ersetzen bzw zweiten Satz als gegenstandslos betrachten. Sorry.

  • In Facebook hat Torben Petzke seinen Namen in Torben Rektal umgeändert - die Angelegenheit scheint ihm am A... vorbeizugehen.

    Nachdem er schneller wieder frei war als das Opfer aus dem Krankenhaus entlassen wurde bekommt er dank guter Verbindungen seines Vaters (Rechtsanwalt) zur Staatsanwaltschaft im Prozess vermutlich auch nochmal einen Bonus.

    Eben wie üblich heutzutage, Täterschutz vor Opferschutz...

  • Die Annahme, die Grünen seien schuld, ist total daneben. Wir haben doch eine CDU-FDP-Regierung und die ist für die Gesetzgebung zuständig! Was machen denn die Länder? Üben die Druck aus? Solange bei denen nicht eingebrochen wird, solange deren Kinder nicht Opfer sind, wird sich nichts ändern. Und die ganze Sozialduselei, dass heute jeder im Knast einen Fernseher haben muss etc. Ich würde die einsperren, auf einem qm! Arbeitslager! Dann würden sie die Freiheit schätzen lernen. Die sind alle so abgebrüht, da geht auch nix mehr! Verwahrlosung hinten und vorne. Aber bei Frau Merkel darf man ja nix Negatives in den Mund nehmen: sie träumt sich ihre Republik nach deren Wirklichkeit! Bravo!

  • falls sie Bezug nehmen auf meinen Kommentar zu Art 1 I GG so sind sie leider auf dem Holzweg. "Menschenrecht" sind in unserem Grundgesetz (zum Glück) fest verankert und genau dafür gibt es auch den Weg der Verfassungsbeschwerde. Des weiteren verfügt das GG auch über eine gewisse Austrahlungswirkung, die insbes. im Straf- als auch im Starfverfahrensrecht sehr offensichtlich sind. Man sollte sich nur wirklich fragen, inwiefern die vom GG statuierte objektive Wertordnung in ihrer "Gutmenschen-Auslegung" dazu führt, dass genau die Werte, die durch es geschützt und verteidigt werden sollen letztlich mit Füßen getreten werden. Ich schrieb auch angeblich unantastbar, weil es genug Konstellationen gibt, in denen der Staat aufgr. einer (m.E. völlig verfehlten) Abwägung sehr wohl in die Würde des einzelnen Eingreift, ihn also zum Objekt staatlichen Handelns degradiert.

  • es gibt im Gesetz genau vorgeschriebene Gründe, warum jemand in U-Haft gehalten werden darf. Die liegen hier für jeden der lesen kann (§ 112 StPO) ersichtlich nicht vor. Nicht die Richter müssen etwas ändern, sondern der Gesetzgeber!!

  • Lt. Bild sind sie schon wieder auf freiem Fuß, weil der Richer keinen Grund für eine Haft sah. Ich frage mich, ob das das richtige Signal ist.

  • Null Toleranz muss her !!
    Wer Steine auf Polizisten wirft oder auf Köpfe springt nimmt den Tod der Opfer in Kauf und gehört sofort mindestens 10 Jahre hinter Gitter.
    Leider nicht in Deutschland, ewiges Verständnis für alle und jeden. Da wird Gewalt immer bagatellisiert - wie es die Grünen wünschen. Die Grünen liefern doch die Ideologie für Gewalt gegen den Staat und Störung des sozialen Friedens durch zügellose Einwanderung.

  • Null Toleranz muss her !!
    Wer Steine auf Polizisten wirft oder auf Köpfe springt nimmt den Tod der Opfer in Kauf und gehört sofort mindestens 10 Jahre hinter Gitter.
    Leider nicht in Deutschland, ewiges Verständnis für alle und jeden. Da wird Gewalt immer bagatellisiert - wie es die Grünen wünschen. Die Grünen liefern doch die Ideologie für Gewalt gegen den Staat und Störung des sozialen Friedens durch zügellose Einwanderung.

  • Leider ist der Anteil von Ausländern bei Staftaten überproportional, das kann und muß man nicht schön reden. Leider versuchen unsere Medien durch Nichtveröffentlichungen der Namen, bzw. Fotos von ausländischen Tätern solche Dinge klein zu halten.

  • Hier muß auch hinterfragt werden, ob die Täter sich auch ohne Veröffentlichung der Videoaufzeinungen gestellt hätten?!

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