Buschbrände in Australien Auswärtiges Amt schließt deutsche Opfer nicht aus

Eine ungewöhnliche Hitzewelle fegt über Australien und sorgt für verheerende Buschbrände. Drei Menschen sind bereits gestorben – möglicherweise auch Deutsche, wie das Auswärtige Amt mitteilt.
Meist kommt es erst im Januar oder Februar zu Buschbränden. Dass die Hitzewelle bereits im November startet, ist selbst für das Land auf der Südhalbkugel ungewöhnlich. Quelle: dpa
Ungewöhnliche Hitzewelle

Meist kommt es erst im Januar oder Februar zu Buschbränden. Dass die Hitzewelle bereits im November startet, ist selbst für das Land auf der Südhalbkugel ungewöhnlich.

(Foto: dpa)

Sydney/BerlinNach verheerenden Buschbränden in Australien schließt das Auswärtige Amt weiterhin nicht aus, dass unter den Todesopfern Deutsche sein könnten. „Das deutsche Generalkonsulat in Sydney bemüht sich weiter mit Hochdruck um Aufklärung und steht in engem Kontakt mit den zuständigen australischen Behörden“, hieß es am Donnerstag in Berlin. „Wir müssen damit rechnen, dass es einige Zeit in Anspruch nehmen wird, bis wir vollständige Gewissheit haben.“

Die Buschbrände toben in der Nähe der Ortschaft Esperance an der Südküste Westaustraliens. Drei Ausländer kamen ums Leben. Die Zeitung „West Australian“ meldete am Donnerstag, dass eine Deutsche, eine Norwegerin und ein Brite gestorben seien. Zwischenzeitlich war über drei deutsche Opfer spekuliert worden. Die Polizei in Australien wollte sich erst äußern, wenn die Leichen identifiziert und die Angehörigen benachrichtigt sind.

96 Millionen Bälle gegen die Dürre
Bälle auf Beton
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Vier Jahre hält eine historische Dürre den US-Bundesstaat Kalifornien bereits in Atem: Nun sind die Wasserreservoires leer, die Flüsse auf einem historischen Tiefststand, und die Politik ist alarmiert. Um die Wasserversorgung zu garantieren, greift die Regierung nun zu einem ungewöhnlichen Mittel: Bälle...

Ab ins Wasser
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Im kalifornischen Sylmar, nahe Los Angeles, purzeln Millionen Bälle in ein Wasserreservoir: Die sogenannten „Shade Balls“ sollen die gesamte Wasseroberfläche bedecken und die Verdunstung des knappen Guts stoppen.

20.000 Bälle
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Schwarze Bälle bedecken die Wasseroberfläche des Los-Angeles-Wasserreservoirs:: In Sylmar wurden am Mittwoch während einer Pressevorführung 20.000 Bälle „versenkt“.

Plastik
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96 Millionen schwarze Plastikkugeln im Los Angeles Wasserreservoir sollen verhindern, dass zu viel Wasser in der Sonne verdunstet: Um die Bälle ins Wasser zu bringen, hatten Helfer alle Hände voll zu tun...

Bürgermister hilft
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Medienrummel
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Mit Krawatte und Ball
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Eric Garcetti, seines Zeichens Bürgermeister von Los Angeles, mit einem der „Shade Balls“: Die Gesamtkosten für das Projekt betragen 34,5 Millionen Dollar.

Die Zeitung sprach mit der Frau, auf deren Farm die Ausländer gearbeitet hatten. Nach Angaben von Linda Campbell wollten sie ein Pferd wegen der nahenden Flammen von einer Koppel holen. Sie hätten das Tier in einen Anhänger geladen, der aber beim Wegfahren umkippte. Zudem seien sie in die falsche Richtung gefahren.

Die Buschbrände waren am Donnerstag noch nicht unter Kontrolle. Australien erlebt eine für diese Jahreszeit ungewöhnliche Hitzewelle. Auch an der Ostküste um Sydney werden in den kommenden Tagen mehr als 40 Grad erwartet. Die Südhalbkugel steuert auf den Sommer zu. Zu Buschbränden kommt es meist erst im Januar und Februar.

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  • dpa
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