Costa-Concordia-Kapitän Staatsanwalt fordert 26 Jahre Haft

Der Kapitän der gesunkenen Costa Concordia, Francesco Schettino, muss ein hartes Urteil fürchten: Die Staatsanwaltschaft forderte 26 Jahre Haft und legte die Latte für das Strafmaß hoch. Es könnte sogar höher ausfallen.
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Die letzte Fahrt der Costa Concordia
Carnival-Chef geht nach 34 Jahren
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Januar 2012: Die Costa Concordia kurz nach der Havarie. Der Riesendampfer war vor der Insel Giglio mit einem Felsen kollidiert und Leck geschlagen. Bei dem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben.

huGO-BildID: 38325015 The wreck of the Costa Concordia cruise ship is carried away in front of the harbour of Isola del Giglio, after it was refloat
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Schwieriger als gedacht: Die Bergung der Costa Concordia dauerte über zweieinhalb Jahre. Das Wrack wurde erst im September 2013 aufgerichtet und ruhte bis Juli 2014 auf einer am Meeresboden befestigten Plattform. Mit Lufttanks sorgte das Hebungsteam dafür, dass das Schiff wieder weit genug auftauchte, um es in Bewegung setzen zu können.

huGO-BildID: 38325653 The wreck of the Costa Concordia cruise ship is towed away in front of the harbour of Isola del Giglio, after it was refloated
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Mühsames Manöver: Das Schiffswrack wird von vier großen Schleppern gezogen. Mindestens zehn weitere Schiffe begleiten den Abtransport.

A military vessel patrols around the cruise liner Costa Concordia during the refloat operation maneuvers at Giglio Island
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Zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen: Während der Fahrt vom Unglücksort nach Genua wird nicht nur der Bereich um das Schiff weiträumig abgesperrt, sondern auch der Luftraum.

Costa Concordia prepared for dismantling
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Langsames Vorgehen: Das einstige Kreuzfahrtschiff soll sich auf der 350 Kilometer langen Reise nach Genua mit nur 3,7 Stundenkilometern vorwärts bewegen.

People watch the cruise liner Costa Concordia moving anticlockwise during the refloat operation maneuvers at Giglio Island
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Großes Publikum: Italienische Medien bezeichnen den Konvoi als „Leichenzug“. Die Presse und zahlreiche Schaulustige wollen sich den lange geplanten Abtransport nicht entgehen lassen.

Dutch's salvage workers celebrate after the refloat operation maneuvers that allowed cruise liner Costa Concordia to leave Giglio Island
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Freude über ein baldiges Ende: Dänische Bergungshelfer feiern, dass die Costa Concordia nun endlich abtransportiert werden kann.

Grosetto„Costa Concordia“-Kapitän Francesco Schettino soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für 26 Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Die Anklage beantragte zum Abschluss ihres Plädoyers am Montag zudem, den 54-Jährigen wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft zu nehmen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Schettino verdiene keine Anerkennung strafmildernder Umstände, sagte Staatsanwältin Maria Navarro. Er sei der einzige Verantwortliche und habe das Kreuzfahrtschiff mit mehr als 4200 Menschen aus „nichtigen Gründen“ zu nah an die Insel gesteuert.

Die „Costa Concordia“ war im Januar 2012 vor der Mittelmeer-Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und gekentert, 32 Menschen starben. Schettino muss sich seit Juli 2013 unter anderem wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und Körperverletzung, Havarie und dem Verlassen des Schiffs vor dem Gericht im toskanischen Grosseto verantworten. Ein Urteil wird frühestens am 9. Februar erwartet.

Soll nach Willen der Staatsanwaltschaft für 26 Jahre hinter Gittern: Francesco Schettino. Quelle: AFP

Soll nach Willen der Staatsanwaltschaft für 26 Jahre hinter Gittern: Francesco Schettino.

(Foto: AFP)

Die Anklage beantragte zudem ein fünfeinhalbjähriges Berufsverbot für Schettino, auch öffentliche Ämter soll er in dieser Zeit nicht übernehmen dürfen. „Gott habe Gnade mit Schettino, weil wir keine mit ihm haben können“, sagte Staatsanwalt Stefano Pizza. Man dürfe nicht vernachlässigen, dass Schettino aus persönlichen Gründen, um seine eigene Position zu retten, nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs verspätet den Alarm ausgelöst habe.

  • dpa
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