Düsseldorf Bombenfund legte Berufsverkehr lahm

Eine Weltkriegsbombe lag nicht weit von Flughafen und Bahntrasse entfernt. Bis der Fünf-Zentner-Sprengsatz am Nachmittag entschärft war, mussten viele tausend Anwohner in Düsseldorf ihre Wohnungen verlassen.
Update: 09.03.2017 - 18:21 Uhr 1 Kommentar
Ein Bombenfund in der NRW-Landeshauptstadt hatte drastische Folgen für den Berufsverkehr. Quelle: dpa
Weltkriegsbombe in Düsseldorf

Ein Bombenfund in der NRW-Landeshauptstadt hatte drastische Folgen für den Berufsverkehr.

(Foto: dpa)

DüsseldorfEine Bombenentschärfung in Düsseldorf hat am Donnerstag massive Verkehrsbehinderungen und lange Staus verursacht. Der Fünf-Zentner-Blindgänger – kein ungewöhnlicher Fund im Rheinland – wurde nach stundenlanger Vorbereitung am Nachmittag unschädlich gemacht.

In einem Radius von 1000 Metern um den Fundort im Norden der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt mussten 8000 Menschen ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen. Etwa 565 Mitarbeiter von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen, Verkehrsbetrieben und Kampfmittelräumdienst waren im Einsatz. Wegen des Bombenfunds musste auch ein Hotel mit 250 Gästen geräumt werden, mehrere Kitas und Betriebe blieben geschlossen. Die Bombe war am Mittwochabend bei Bauarbeiten entdeckt worden.

Verkehrschaos in Düsseldorf
Fund der Weltkriegsbombe
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Bei Bauarbeiten in Düsseldorf-Rath ist eine britische Fünf-Zentner-Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden. Um die Bombe zu entschärfen, müssen in einem Radius von 1.000 Metern um die Fundstelle an der Theodorstraße rund 8.000 Menschen ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen.

Verkehrschaos
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Nach dem Fund kommt es zu zahlreichen Straßen-Sperrungen und Staus. So wie auf der Bundesstraße B7 in Richtung Düsseldorf. Der Sperrkreis wurde in der Nacht zum 9. März um einen Kilometer erweitert, weshalb es am Morgen auch zu Sperrungen der Autobahnen 52 und 44 kam. Das Verkehrschaos führte zu zahlreichen Verspätungen.

Evakuierung
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Hotelgäste müssen ihre Unterkunft verlassen. Die Evakuierungen betreffen auch ein Hotel in der Theodorstraße mit rund 250 Gästen, die teilweise bereits in der Nacht geräumt worden sind. Menschen, die innerhalb des Sperrkreises arbeiteten, konnten am Donnerstag nicht zur Arbeit.

Häuser verlassen
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Insgesamt sind 8000 Anwohner betroffen, die den Gefahrenbereich verlassen müssen. Die Evakuierung läuft gegen 8.30 Uhr an, die Feuerwehr hofft, dass sie bis zum Mittag abgeschlossen ist.

Sperrungen
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Schon in der Nacht beginnen Polizisten und Fahrzeuge der Polizei Düsseldorf, Straßen im Stadtteil Rath zu sperren. Entschärft werden kann die Fliegerbombe erst, wenn der komplette Bereich in einem Umkreis von 1000 Metern geräumt ist.

Längere Anreise
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Angesichts der weiträumigen Absperrungen rund um den Fundort des Blindgängers in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens, werden Passagiere gebeten, zwei Stunden mehr für ihre Anfahrt einzuplanen. Der Flughafen ist wegen der Sperrung des Autobahnkreuzes Nord nur über Umwege erreichbar.

Flugunterbrechungen
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Die Entschärfung könnte auch Auswirkungen auf den Flugverkehr am Airport in Düsseldorf haben. Laut einer Sprecherin des Flughafens, sei nicht auszuschließen, dass es während der Entschärfung der Bombe zur Mittagszeit zu einer kurzzeitigen Unterbrechung des Flugverkehrs kommen könnte.

Weil sich die Räumung verzögerte, verschob sich auch die Entschärfung. Die Bahn stoppte für rund drei Stunden den Verkehr auf der nahegelegenen, wichtigen Strecke zwischen Duisburg und Düsseldorf. Zwei Autobahnen waren zeitweise komplett gesperrt. Schon am Morgen hatten Straßensperrungen zu vielen Staus geführt. Der Flughafen Düsseldorf riet Reisenden, wegen der Verkehrsbehinderungen zwei Stunden mehr Zeit einzuplanen.

Um 14:34 Uhr war der Sprengsatz vor Ort entschärft. Während der Arbeit durften keine Maschinen starten oder landen. Ein Flugzeug musste für einen Zwischenstopp nach Köln umgeleitet werden, kam aber schließlich noch nach Düsseldorf. Dort standen am Donnerstag 600 Starts und Landungen im Plan.

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  • dpa
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