Ehemaliges Trump-Kasino Räumungsverkauf im „Weltwunder“ Taj Mahal

Donald Trump nannte es einst das achte Weltwunder: das Taj Mahal in Atlantic City. Der US-Präsident hat sich aus dem Prestigeprojekt schon vor Jahren verabschiedet. Nun wird der letzte Kitsch verscherbelt.
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„Trump hat Geld aus der Stadt gesaugt“

„Trump hat Geld aus der Stadt gesaugt“

New YorkDie österreichischen Kronleuchter müssen ebenso raus wie Flügel, Leopard-Sessel, Leder-umrahmte Pokertische mit eingebauten Gläserhaltern, verschnörkelte Spiegel und Straßenlaternen mit orientalischen Kuppeln. Kitsch vom Feinsten. Am Donnerstag hat der Räumungsverkauf des ehemaligen „Trump Taj Mahal“ in Atlantic City in New Jersey begonnen. Der neue Eigentümer „Hard Rock Cafe“ will von dem Stil seiner Vorgänger nichts behalten.

Das Glitzer-Kasino zwei Stunden südlich von New York war Donald Trumps großes Prestige-Projekt. „Das achte Weltwunder“ nannte der heutige US-Präsident das „Trump Taj Mahal Casino Resort“, als er es 1990 mit Michael Jackson als Ehrengast einweihte.

Ein Kasino der Superlative: Der 42 Stockwerke hohe Turm war das höchste Gebäude in ganz New Jersey und das Kasino das größte der Welt. Mehr als eine Milliarde Dollar hatte Trump mit seinen Geschäftspartnern investiert.

Trumps Kasino-Pleite kostet Milliardär viele Millionen
Der letzte macht die Türe zu
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Um 11.59 Uhr deutscher Zeit hat das Kasinohotel „Trump Taj Mahal“ in Atlantic City (New Jersey) am 10. Oktober endgültig seine Pforten geschlossen.

Trump Taj Mahal
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Das Hotel trägt den Namen des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, der das Projekt entwickelte. Das Bild zeigt Trump bei der Eröffnung im April 1990.

Trump-Gedenkstein vor dem Eingang
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Trump nannte das Kasino ein „achtes Weltwunder“. Mit dem Trump Taj Mahal hat Trump seit langem aber nichts mehr zu tun. Seit dem Bankrott 2009 gehörten ihm nur noch zehn Prozent, die er dann bei der Pleite 2014 auch verlor.

Hedgefonds-Manager Carl Icahn
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Er übernahm vor knapp zwei Jahren das Kasino aus einem Konkursverfahren: Nach eigenen Angaben hat der Investor mit dem Untergang nun insgesamt 350 Millionen Dollar in den Sand gesetzt. In einem offiziellen Statement spricht der Star-Investor von einem traurigen Tag für Atlantic City und bedauert, dass das Taj Mahal trotz größter Anstrengung nicht gerettet werden konnte.

Streikende Mitarbeiter
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Verärgerte Mitarbeiter in den letzten Monaten: Rund ein Drittel der Belegschaft streikte und forderte mehr Geld. In einer Erklärung sagte Tony Rodio, Chef des Betreibers Tropicana Entertainment, man könne nicht „weiterhin zig zweistellige Millionenbeträge verbrennen, wenn die Gewerkschaft den Weg zur Profitabilität versperrt“.

Eingang des Taj Mahal
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Mit der Schließung des Kasinos verlieren nun 3.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.

Trump Taj Mahal Casino in Atlantic City am Tag
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Im Konkursverfahren gab es eine Auseinandersetzung um die vom Unternehmen bezahlte Krankenversicherung und andere Absicherungen.

Doch schon bald stellte sich heraus, dass das Ganze viel zu teuer finanziert war und die Einnahmen nicht ausreichten, die Gläubiger zu bedienen. Außerdem machte dem Trump-Kasino die wachsende Konkurrenz zu schaffen, weil immer mehr Bundesstaaten Glücksspiel-Lizenzen verteilten.

Zurück blieben geprellte Bauunternehmer und Investoren. Trump selbst trennte sich 2009 endgültig von dem Projekt und kämpfte später auch dafür, dass sein Name aus dem Namen des Kasinos verschwindet, als der Niedergang auch nach außen immer sichtbarer wurde. Dennoch rühmt er sich in seinem Buch „The Art of the Deal“, dass er mit einem Gewinn aus dem Abenteuer hervorgegangen ist. Gehälter und Boni machen es möglich.

In Atlantic City, im Kern eine bettelarme Kleinstadt am Ozean, ist das Glücksspiel seit 1976 legal. Die Kasinos brachten Geld und Aufschwung, und einen Hauch Las Vegas an die Ostküste. Doch seit rund zehn Jahren steckt das Glücksspiel dort in der Krise.

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