Erdbeben „Komplizierte Notfallsituation“ im Iran

Den Iran hat ein Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert. Laut Medien- und Militärberichten könnten bis zu 80 Menschen ums Leben gekommen sein. Die Geographie macht es schwer, den Opfern zu helfen.
Update: 16.04.2013 - 21:40 Uhr 14 Kommentare

Dutzende Tote bei Erdbeben im Iran

Teheran/Washington/QuettaDer Iran ist am Dienstag von einem Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert worden. Dies berichtete die US-Erdbebenwarte USGS. Das Epizentrum habe in der Nähe der Grenze zu Pakistan, rund 90 Kilometer von der Stadt Khash entfernt, in einer Tiefe von etwa 120 Kilometern gelegen.

Nach Angaben iranischer Seismologen hatte das Beben eine Stärke von 7,5. Die Behörden vor Ort fürchten, dass es hunderte Tote gegeben hat. Es sei mit einer Opferzahl in dieser Größenordnung zu rechnen, sagten Vertreter der iranischen Behörden am Dienstag.

Auf pakistanischer Seite seien mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen und 80 verletzt worden, sagte ein Militärvertreter am Dienstag. Unklar war indes die Opferzahl auf iranischer Seite. Das Staatsfernsehen berichtete von mindestens 40 Toten, verschiedene Medien zwischenzeitlich von bis zu 46 Toten. Später verschwanden die Zahlen aber wieder von den Webseiten. Die Nachrichtenagentur Irna meldete mindestens 27 Verletzte.

Nach Angaben des pakistanischen Staatsfernsehens stürzten allein in dem Grenzort Mashkail mehr als tausend Lehmhäuser in sich zusammen. In Baluchistan leben ebenso wie in der benachbarten iranischen Beben-Provinz nur wenige Menschen.

Der iranische Rote Halbmond sprach von einer „komplizierten Notfallsituation“, da in der Region viele Dörfer über einsame Hügelketten und Täler hinweg verteilt lägen. Ein Einwohner im Erdbebengebiet berichtete von einer langandauernden Erschütterung. Diese habe sich ereignet, als „viele Leute gerade daheim waren, um einen Mittagsschlaf zu machen“, sagte Manuchehr Karimi am Telefon der Nachrichtenagentur AP.

Auch am Golf in Dubai und Bahrain sowie in der weit entfernten indischen Hauptstadt Neu-Delhi waren die Erschütterungen zu spüren. Auch dort schwankten Hochhäuser, Behörden ordneten zeitweilig Evakuierungen der Wolkenkratzer an.

Der britische Außenminister William Hague kondolierte per Twitter den Angehörigen der Opfer des Bebens. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Erdbeben der Stärke 6,1 an der iranischen Golfküste nahe der Stadt Buschehr mindestens 37 Menschen getötet. Gleichzeitig lösten die Erdstöße dort große Sorgen um die Sicherheit von Irans nahe gelegenem Atomreaktor aus. 2003 hatte ein verheerendes Beben der Stärke 6,6 im Südosten des Irans rund 26 000 Menschen in den Tod gerissen und einen Großteil der als Weltkulturerbe geschützten Stadt Bam zerstört.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat dem Iran Hilfe bei der Bewältigung des schweren Erdbebens angeboten. Deutschland sei bereit, Iran humanitäre Hilfe zu leisten, erklärte er am Dienstag. Den Angehörigen und Freunden der Opfer sprach er sein Beileid aus. „Die Nachrichten über zahlreiche Todesopfer nach dem schweren Erdbeben in Iran erfüllen uns mit großer Trauer", sagte Westerwelle.

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14 Kommentare zu "Erdbeben: „Komplizierte Notfallsituation“ im Iran"

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  • @ OR

    Ein lustiges Wortspiel, nicht ganz ohne Sinn.

    Die Zensur hat jedoch in der Vergangenheit stets versagt. Selbst die mächtige Kirche hat es nicht geschafft, das Bild in dem die Sonne um die Erde kreist, aufrecht zu erhalten.

    Zensur ist etwas für Menschen die im Grunde einen Glauben benötigen für ihr Weltbild, die der Analytik
    als Grundlage ihrer Entscheidungen zumindest teilweise den Rücken gekehrt haben.

  • Weiß ich nicht, pro-D. Erzählen sie mal, wie das so ist.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Bei allem Respekt, aber man kann viel daran erkennen, was vom HB gelöscht wird.

    Wenn es falsch ist, wird es von alleine entlarvt werden

    Aber mit den Erdbeben-Waffen hat man wohl hier in ein Hornissen Nest gestochen. Dass diese Technik (generell) funktioniert, wusste schon TESLA undd as ist verdammt lange her.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Oje, liebes HB, das war wohl voll der Schuss in den Ofen, ne?

    +++++++++++++++++++++ Das HB schreibt dazu ++++++++

    Rüstungswettlauf"Künstliches Erdbeben" in Nordkorea registriert
    12.02.2013, 04:45 Uhr, aktualisiert 12.02.2013, 04:58 Uhr

    Das kommunistische Nordkorea hat am Dienstag möglicherweise einen Atomtest durchgeführt. Nach Angaben von US-Geologen ereignete sich in der Nähe einer Atomanlage ein Erdbeben der Stärke 4,9.

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    Nord Koreas Machthaber Kim Jong Un. Quelle: ap
    Nord Koreas Machthaber Kim Jong Un. Quelle: ap

    SeoulSüdkoreanische Experten haben laut einem Medienbericht in Nordkorea ein "künstliches Erdbeben" registriert, was ein Hinweis auf einen möglichen Atomwaffentest des kommunistischen Landes sein könnte. "Ein künstliches Erdbeben ist in Nordkorea entdeckt worden", berichtete am Dienstag die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Die Erschütterung sei in der Region registriert worden, in der das nordkoreanische Testgelände Punggye Ri liege.
    Special: Südkorea

    Leitzins unverändertSüdkoreas Notenbank hält Füße trotz politischen Drucks still
    Südkoreas StaatschefinDie Pannen-Präsidentin
    Eric Schmidt besucht NordkoreaGoogles Geschenk für den Diktator

    Ob wirklich ein Atomtest stattfand, blieb zunächst unklar. Sowohl das südkoreanische Verteidigungsministerium als auch das Präsidentenbüro erklärten, sie versuchten herauszufinden, ob eine Atomexplosion stattgefunden habe.

    Nur wenige Stunden vor dem "künstlichen Erdbeben" hatte die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA eine "Aktion hoher Intensität" angekündigt.

    +++++++++++++++

    Dass die "Gegener" vom Iran über verbesserte technische Möglichkeiten verfügen, darf man doch wohl annehmen?

    Oder????

  • Der Spiegel schreibt hierzu:
    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Atomtests
    Erdbeben als Waffe

    Noch bis Anfang der neunziger Jahre haben russische Techniker Versuche unternommen, mit Hilfe von unterirdischen Atomexplosionen gezielt Erdbeben auszulösen und deren zerstörende Kraft für militärische Zwecke zu nutzen.

    Wie das britische Wissenschaftsblatt Nature aus Moskau berichtet, hatte die damalige sowjetische Führung das Forschungsprojekt zur "tektonischen Kriegführung" 1987 in Auftrag gegeben. Roger Clark, Geophysiker an der University of Leeds, hält das Verfahren, bei dem durch die gerichtete seismische Energie von Nuklearexplosionen ein Erdbeben in weit entfernten Gebieten gezielt ausgelöst werden sollte, "für nicht unmöglich, aber doch sehr unwahrscheinlich". Die russischen Techniker, so geht aus jetzt in Moskau aufgetauchten Dokumenten hervor, sprachen nach einem ersten unterirdischen Atomtest in Kirgistan von einem erfolgreichen Versuch, die Richtung der seismischen Energie zu kontrollieren.

    Ein mögliches fernes Zielgebiet war der erdbebengefährdete San-Andreas-Graben in Kalifornien. Im Kriegsfall, so die Idee der Konstrukteure, sollte die Erdbebenwaffe von erdumkreisenden Satelliten durch Funkbefehl ferngezündet werden.

  • Und wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht.

  • @ OR

    Ihr Schluss ist übrigens nicht logisch, aber das nur am Rande bemerkt.

    Der Mensch ist die Summe seiner Erfahrungen, werden Sie jemals begreifen das andere Menschen etwas anderes durchlebt haben als Sie ?

    Unsere Gesellschaft lebt vom Wettbewerb der Ideen, wer den einschränken will läßt das Mittelalter durch die Hintertür rein.

  • Erdbeben setzen erhebliche Mengen Eergie frei; bei 8.0 sind es um die 15 MT TNT equivalent.

    Quelle: http://www.jclahr.com/alaska/aeic/magnitude/energy.txt

    Ergo gibt es keine "Erdbeben Waffen".

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