Ertrunken in der Donau Erfrorener Fuchs als Mahnmal

Im baden-württembergischen Fridingen steht nun eine besondere „Skulptur“. Ein in einem Eisblock eingeschlossener Fuchs soll vor den Gefahren einer dünnen Eisfläche warnen. Der Jäger bedauert den Fund allerdings.
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Ein Fuchs hat einen Sturz in die Donau nicht überlebt – und fror anschließend ein. Quelle: dpa
Gefangen

Ein Fuchs hat einen Sturz in die Donau nicht überlebt – und fror anschließend ein.

(Foto: dpa)

FridingenAls Warnung vor gefährlichen Eisflächen hat ein Jäger in Fridingen bei Tuttlingen einen tiefgefrorenen Fuchs ausgestellt. Das Tier sei ins Eis der Donau eingebrochen, ertrunken und dann eingefroren, berichtete Franz Stehle am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben den Eisblock mit dem Fuchs am 2. Januar herausgesägt und als Mahnung auf dem Hof des Jägerhauses zur Schau gestellt.“

Dass Tiere in der Nähe in der vereisten Donau einbrechen, sei gar nicht so selten, berichtete Stehle aus seiner Jägerpraxis. „Einmal habe ich ein tiefgefrorenes Reh entdeckt, Wildschweine in den letzten 40 Jahren schon drei, vier Mal.“

Spiegelglatte Straßen und festgefrorene Tiere
Winterliche Straßenverhältnisse
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Kilometerlang haben Autofahrer am Wochenende auf manchen Strecken in Deutschland im Stau gestanden. Der ADAC sieht dafür zwei Gründe: Das Winterwetter mit Blitzeis und das Ferienende in einigen Bundesländern.

Neuschnee in München
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Der Winter hat Deutschland am Wochenende richtig in die Mangel genommen. Dieses Kind freut sich über die verschneiten Straßen in der Münchner City.

Manche Zoos geschlossen
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Eisbär Wolodja spielt am Sonntag im Tierpark in Berlin in seinem Gehege in Eis und Schnee. Eine Reihe von deutschen Zoos blieb wegen Eisflächen auf den Gehwegen allerdings geschlossen – unter anderem in Hamburg, Duisburg und Krefeld.

Eisregen in Schleswig-Holstein
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Viele Fußgänger und Fahrradfahrer sind bei eisigen Temperaturen auch auf spiegelglatten Bürgersteigen ausgerutscht und haben sich verletzt. Klempner müssen unzählige geplatzte Wasserrohre reparieren.

Winter im Westerwald
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Und manche Skigebiete klagen, weil es zeitweise sogar den Wintersportlern zu kalt für die Piste war.

Eiseskälte
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Diese Stockenten schwimmen am Sonntag bei winterlichem Wetter in einem Eisloch eines Sees auf dem Gelände des Schlossparkes Sanssouci in Potsdam. In Plauen froren sogar drei Schwäne auf einem Teich fest, wie die Polizei mitteilte. Eine Passantin alarmierte die Feuerwehr, die die Tiere befreite.

Schneepflug-Einsatz
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Am schlimmsten trafen Glätte, Blitzeis und Schnee allerdings die Autofahrer. In Nordrhein-Westfalen zählte die Polizei rund 1500 Verkehrsunfälle auf spiegelglatten Straßen. In Niedersachsen gab es landesweit 630 Unfälle.

Dass ausgerechnet ein Fuchs, dem man Schläue und Listigkeit nachsagt, in Fridingen dem Donaueis zum Opfer fiel, hat eine tragikomische Note: Er ist das Wappentier der örtlichen Narrenzunft. „Dies ist aber keineswegs ein Fastnachtsscherz, sondern ganz real“, versicherte Stehle. Bedauerlich für ihn: Nach dem Auftauen des Eisblocks werde das Fuchsfell nicht mehr brauchbar sein. Zuvor hatte bereits die „Schwäbische Zeitung“ über den Fridinger „Eisfuchs“ berichtet.

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