Grammy-Awards Newcomer Sam Smith räumt ab

Noch vor einem Jahr kannte ihn keiner, bekennt der junge Shootingstar Sam Smith. Nun hat er bei den Grammys gleich vier Mal abgeräumt. Freuen durften sich zudem Singer-Songwriter Beck, Pharrell Williams und Rosanne Cash.
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Sam Smith ist großer Abräumer bei den Grammys

Los AngelesBester Newcomer, bester Song, beste Aufnahme, bestes Pop-Album: Der große Gewinner der diesjährigen Grammy-Awards ist Sam Smith. Der junge Shootingstar aus Großbritannien rang in seiner Dankesrede nach Worten.

Seinen ersten Grammy nahm Sam Smith aus den Händen seiner Kollegin Taylor Swift entgegen, mit der er auch befreundet ist. „Ach du meine Güte. Ich muss jetzt etwas sagen ohne zu weinen“, sagte er. Auf dem roten Teppich hatte er zuvor an seine bescheidenen Anfänge erinnert.

„Ich bin einfach nur froh, dass die Leute wissen wer ich bin. Im letzten Jahr wusste keiner wer ich war“, sagte er. Mit der Hitsingle „Stay With Me“ aus seinem Album „In The Lonely Hour“ gelang Smith im vergangenen Jahr der internationale Durchbruch.

In der Ballade hatte Smith seinen Kummer nach einem One-Night-Stand verarbeitet – nun hat ihm die unerwiderte Liebe vier Grammys beschert. Der homosexuelle Sänger dankte dabei jenem unbekannten Liebhaber, der ihn zu seinem Soul-Hit inspirierte: „Danke vielmals, dass Du mein Herz gebrochen hast, denn Du hast mir vier Grammys gebracht.“

„Das ist die beste Nacht meines Lebens“, sagte Smith, als er die Auszeichnung annahm. Der britische Liedermacher veröffentlichte sein Debütalbum vor nicht einmal neun Monaten.

Dumme hören Beyoncé, Kluge Beethoven
symbol
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Dass Geschmack eigentlich gar keine Geschmackssache ist, hat der französische Soziologe Pierre Bourdieu schon 1979 herausgefunden. Er stellte in „Die feinen Unterschiede“ den Zusammenhang von Geschmack und sozialer Herkunft her. Aber sagen die Bands in unserer Playlist auch etwas über unsere Intelligenz aus? Das hat sich der amerikanische Softwareprogrammierer Virgil Griffith gefragt. Auf seiner Internetseite „musicthatmakesyoudumb“ wertet er aus, welche Songs auf den Facebook-Seiten amerikanischer Colleges am meisten Zuspruch bekommen und welche Ergebnisse die Studenten der Colleges bei ihrer Aufnahmeprüfung erreicht haben. Damit will Griffith das Wissen und den Bildungsstand der Studenten bemessen.

Musik
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Wir haben die Ergebnisse mit einem leichten Augenzwinkern zusammengefasst. Denn auch Griffith ist klar: Aus den Facebook-Favoriten-Songs der Colleges und dem Wissensstand der Studenten kann er keine sicheren Zusammenhänge ableiten, geschweige denn Kausalitäten. Ein Überblick darüber, was die Bildungselite hört, und was die Hänger.

lil wayne
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Platz 133 – Lil Wayne

Er hat allen Grund, trübe drein zu blicken: Die Songs des US-Künstlers Lil Wayne hören – folgt man Griffith Ranking – nur Studenten mit geringem Wissensstand. Er landet auf dem letzten Platz in dem Ranking, da an den Colleges mit vielen Lil Wayne-Fans die Studenten bei dem standardisierten Aufnahmetests im Schnitt nur auf 889 von 1600 möglichen Punkten kommen.

dumme hören beyonce
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Platz 129 – Beyoncé

Sie erreicht mit ihrer Energie und Stimmgewalt offenbar auch eher keine Intelligenzbestien: Die Studenten, die US-Künstlerin Beyoncé Knowles-Carter anhimmeln, erreichen bei den Aufnahmetests im Schnitt nur 932 Punkte. Der so genannte SAT-Test umfasst fast vier Stunden, in denen die angehenden Studenten Mathematikaufgaben lösen, Textverständnis zeigen und einen kritischen Essay schreiben müssen.

Justin Timberlake performs during the 13th Mawazine World Rhythms international Music Festival in Rabat
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Platz 119 - Justin Timberlake

Auch er schneidet nicht besonders gut ab: Während Justin Timberlake sich häufig als gerissener Geschäftsmann und Musiker mit Stil beweist, hören seine Musik offenbar nicht die leistungsfähigsten jungen Amerikaner. Unter den 1352 Colleges, die Griffith in seine Auswertung einbezogen hat, hören vor allem dort Studenten seine Musik, die nur 989 SAT-Punkte im Durchschnitt erreichen. Das wird Timberlake nicht weiter stören, schließlich ist er mit mehr als 50 Millionen verkauften Platten äußerst erfolgreich und wurde vom Forbes-Magazin damit geadelt, dass sie aus seinem Vorgehen sieben Empfehlungen für Erfolg ableiten.

Nickelback singer Chad Kroeger performs during Abu Dhabi F1 Grand Prix after-race concert at du Arena on Yas Island, Abu Dhabi
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Platz 112 – Nickelback

Chad Kroeger setzt mit seiner Band Nickelback auf krachenden Rocksound. Während an den Hochschulen mit den gebildetsten Studenten – dazu zählen laut der SAT-Rankings das California Institute of Technology, das Franklin Olin College in Needham, Yale, Haward und die Princeton University – auch viele Studenten Rock hören, kann die Musik von Nickelback da nicht mitspielen. Stattdessen hören vor allem an Colleges mit geringem Aufnahmeniveau viele Studierende Songs wie „Somehow“ und „How you Remind me“.

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Platz 88 – The Doors

Er war der kreative und intellektuelle Kopf der Band The Doors, die in den 60er Jahren mit ihren oft mystischen Songtexten und eingängigen Rocksound die Massen begeisterte: Jim Morrison. An der University of California dürfte die Musik der US-Band auch deshalb so viele Fans haben, weil Morrison dort vor dem Start der Band Filmwissenschaften studierte. Alles in allem spricht die Musik der Doors jedoch vor allem junge Menschen an Universitäten an, die eher mittelmäßige Aufnahmeergebnisse haben. Die Anwärter erreichen im Schnitt 1033 SAT-Punkte.

Smith, der in insgesamt sechs Kategorien nominiert war, sang „Stay with me“ bei der Grammy-Gala live im Duett mit dem R&B-Star Mary J. Blige. Der Hit hatte die Musikpreis-Jury überzeugt, obwohl er starke Ähnlichkeiten mit „I won't back down“ des US-Musikers Tom Petty aus dem Jahr 1989 aufweist. Der 1992 geborene Smith beteuert, er habe das Lied nicht gekannt.

Für eine Überraschung war bei der Gala in Los Angeles auch Singer-Songwriter Beck gut. Er holte mit seinem Werk „Morning Phase“ den Grammy als bestes Album und stach damit die favorisierte Beyoncé aus. Für die 33-jährige Popsängerin gab es aber immerhin drei Trophäen in den Kategorien bester R&B-Song und beste R&B-Darbietung für „Drunk in Love“, ihre Platte „Beyoncé“ erhielt zudem die Auszeichnung in der technischen Kategorie „Bestes Raumklang-Album“.

Mit den jüngsten Trophäen steigerte die R&B-Künstlerin ihre Grammy-Ausbeute auf 20 und zog an Soul-Legende Aretha Franklin vorbei auf Platz zwei der ewigen Bestenliste. Sie liegt aber noch deutlich hinter Country-Star Alison Krauss mit 27 Grammys.

Kanye West inszeniert sich wieder
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