Höhlendrama in Thailand Einsetzender Monsunregen erschwert die Rettungsmission

Vier Jungen sind in einer dramatischen Rettungsaktion aus der Höhle befreit worden und in der Obhut der Ärzte. Jetzt setzte jedoch Monsunregen ein.
Update: 09.07.2018 - 07:01 Uhr Kommentieren

Riskante Rettungsaktion geglückt – Vier Jungen verlassen Höhlenverlies

Riskante Rettungsaktion geglückt – Vier Jungen verlassen Höhlenverlies

Chiang RaiIn Thailand soll die Mission zur Rettung der eingeschlossenen Fußballer und ihres Trainers aus einer Höhle am Montag fortgesetzt werden. Die ersten vier Jugendlichen wurden am frühen Sonntagabend (Ortszeit) nach 15 Tagen Gefangenschaft aus der teils überfluteten Höhle im Norden des Landes befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Die Behörden setzen auf die gleichen Taucher wie am Vortag, um weitere Kinder ins Freie zu bringen, sagte Innenminister Anupong Paojinda am Montag.

Anupong sagte, die Taucher müssten zunächst mehr Sauerstoffbehälter auf der Route zu den Jungen platzieren. Dies könne mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Über die vier am Sonntag geretteten Minderjährigen sagte er, sie seien stark und sicher, müssten sich aber weiteren medizinischen Checks unterziehen.

Nachdem die ersten vier Jungen die Höhle verlassen konnten wurde die Rettungsaktion unterbrochen – für 10 bis 20 Stunden, wie Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn ankündigte. In dieser Zeit sollten die Atemluftvorräte in der Höhle aufgefrischt werden. Acht Jugendliche und ihr Trainer warten noch auf ihre Rettung aus der Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non im Norden des Landes an der Grenze zu Myanmar.

In der Nacht von Sonntag auf Montag prasselte starker Monsunregen über Stunden hinweg auf die Gegend in der Provinz Chiang Rai ein. Thailands Wetterbehörden sagten für Montag zudem eine 60-prozentige Regenwahrscheinlichkeit mit Gewittern voraus. Inwiefern sich die Regengüsse auf die Wasserstände in der Grotte auswirkten, war zunächst unklar.

Die erste Phase der Rettungsaktion lief nach den Worten des Gouverneurs „sehr problemlos“: „Wir waren heute schneller als erwartet.“ Die Jungen wurden in ein Krankenhaus in die 60 Kilometer entfernte Stadt Chiang Rai gebracht.

Die Retter hatten sich nach langen Vorbereitungen erst am Sonntagmorgen endgültig zu dem Einsatz entschlossen. Schlechte Wetteraussichten hatten zuletzt den Druck erhöht.

Das Drama um die jungen Fußballer im Alter von 11 bis 16 Jahren und ihren 25-jährigen Betreuer begann am 23. Juni, als Wassermassen die Gruppe mehrere Kilometer tief in der Höhle einschlossen. Seitdem saßen die Jungen an einer trockenen Stelle etwa vier Kilometer im Höhleninneren fest.

Die Rettung ist äußerst gefährlich: Ein Taucher kam in der Nacht zum Freitag ums Leben. Selbst die professionellen Taucher benötigten fünf bis sechs Stunden, um in der Höhle vom Zufluchtsort der Jungen aus durch teils extrem enge Gänge, vorbei an scharfkantigen Felsen und durch überflutete Passagen zum Ausgang zu gelangen.

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  • dpa
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