Hurrikan „Irma“ „Wir sollten das sehr ernst nehmen“

Der Notstand wurde ausgerufen, Teile der Bevölkerung sollen die eingerichteten Notunterkünfte aufsuchen. Hurrikan „Irma“ könnte katastrophale Schäden anrichten, heißt es. Die Menschen bereiten sich vor.
Update: 06.09.2017 - 10:12 Uhr Kommentieren

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San JuanDer gefährliche Hurrikan „Irma“ ist auf der kleinen Karibikinsel Barbuda erstmals auf Land getroffen. Am Mittwoch kurz vor ein Uhr morgens (Ortszeit) meldeten Wetterstationen des US-Hurrikanzentrums der Wetterbehörde NOAA Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 255 Kilometer in der Stunde.

Das Auge des Tropensturms zog über die Insel, wie den Wetterdaten zu entnehmen war. Die Behörden warnten die etwa 1700 Bewohner, trotz einer kurzen vermeintlichen Beruhigung der Lage im Zentrum des Sturm nicht nach draußen zu gehen.

Der Wind riss die Dächer von einigen Häusern auf Barbuda, wie der „Antigua Chronicle“ auf Facebook berichtete. Weitere Informationen über Schäden oder mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor. Auch von Barbudas Nachbarinsel Antigua gab es zunächst keine Berichte, der Sturm zog etwa 65 Kilometer nördlich an der Insel vorbei.

Anguilla, Montserrat und St. Kitts und Nevis liegen auf dem weiteren Kurs von „Irma“. Hurrikan-Warnungen gab es auch für die niederländischen Inseln Saba, Sint Eustatius, Sint Maarten, die französischen Überseegebiete Saint-Martin und Saint-Barthélemy, die Britischen Jungferninseln, die US-Jungferninseln sowie Teile Puerto Ricos und der Dominikanischen Republik. Es sei mit über drei Meter hohen Wellen, starkem Regen und Erdrutschen zu rechnen.

Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rosselló Nevares rief den Notstand aus und aktivierte die Nationalgarde. „Wir rechnen mit schweren Schäden. Unsere Priorität ist es, Leben zu retten“, sagte er. Der Regierungschef rief die Bevölkerung auf, Vorkehrungen zu treffen.

„Wir sollten das sehr ernst nehmen. Alle, die in Überschwemmungsgebieten wohnen, sollten die Notunterkünfte aufsuchen“, sagte Rosselló. Die Behörden richteten 456 Notunterkünfte mit Kapazitäten für über 63.000 Menschen ein.

„Die Lage ist für alle sehr gefährlich“
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