Immer weniger Mädchen Die ungewollten Töchter Indiens

Hauptsache ein Junge: In Indien werden weibliche Nachkommen oft mehr als Bürde, denn als Geschenk empfunden. Alle Bemühungen, die Bevorzugung zu unterbinden, schlugen bisher fehl - und das hat oft tödliche Konsequenzen.
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In Indien leiden Mädchen vielfach noch unter ihrem Geschlecht - häufig mit tragischem Ausgang. Quelle: dapd

In Indien leiden Mädchen vielfach noch unter ihrem Geschlecht - häufig mit tragischem Ausgang.

(Foto: dapd)

DelhiWie ein unwillkommenes Geschenk hält eine alte Frau das neugeborene Mädchen, das in einen schmutzigen Lappen gewickelt ist. Munni verlässt sichtlich unglücklich die Entbindungsstation im indischen Bezirk Morena, ihre Schwiegertochter hat bereits das sechste Mädchen geboren, in zwölf Jahren Ehe. Der männliche Stammhalter fehlt weiterhin.

Morena, ein ländlicher Bezirk im Herzen Indiens, ist eines der drastischsten Beispiele für einen besorgniserregenden Trend in Indien. Auf 1.000 Jungen kommen nur 825 Mädchen, die bis zu ihrem sechsten Geburtstag überleben. In ganz Inden sind es 1.000 zu 914. Viele der Mädchen sterben an Unterernährung.

In einer Abteilung des Krankenhauses liegen zehn stark unterernährte Kinder - neun davon sind Mädchen. Eines ist 21 Monate alt und hat Arme, die so dürr sind wie Zweige, eine ausgemergelte Einjährige starrt mit riesigen Augen ins Leere. Ohne rasche Hilfe werden sie ihren nächsten Geburtstag nicht erleben.

Die aufstrebende Wirtschaftsnation Indien lässt trotz stetig steigender Bevölkerungszahlen ihre Mädchen im Stich. Trotz erfolgreicher Frauen in Politik und Wirtschaft - wie der verstorbenen Ministerpräsidentin Indira Gandhi oder der Vorstandsvorsitzenden von Pepsi, Indra Nooyi - ist die kulturelle Bevorzugung von Jungen im Land weiter tief verhaftet. Die Regierung gestand im vergangenen Monat das Scheitern aller Bemühungen ein, die in den vergangenen 40 Jahren unternommen worden waren, um dieser Einstellung entgegenzuwirken. In Morena werden zumindest arme Familien mit ein oder zwei Töchtern von der Regierung finanziell unterstützt.

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2 Kommentare zu "Immer weniger Mädchen: Die ungewollten Töchter Indiens"

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  • Und was passiert in Deutschland? Jungs werden nach deren Geburt von Vätern getrennt. Mit Unterstützung der Bundesregierung und des Gerichts. Jungs werden vorsätzlich inadäquat erzogen, so dass im späteren Leben als Männer sie auf Frauen angewiesen sind. Zuhause, in der Schule, in der Gesellschaft und auf der Arbeit werden Jungs und Männer eingeschüchtert und beleidigt. Es wird ihnen nicht erlaubt sich selbst zu sein und als Mann zu leben. Worüber redet Deutschland denn?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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