Italienischer Zoll Männer mit 134 Mrd. Dollar im Koffer gefasst

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Bisher gehen Beobachter davon aus, dass es sich um Fälschungen handelt. Andernfalls könnte der italienische Staat auf Milliarden hoffen. Denn in Europa müssen Geld und Wertpapiere im Wert von 10 000 Euro oder bei der Ein- und Ausreise deklariert werden. Unterbleibt das, können in Italien 40 Prozent der beschlagnahmten Mittel einbehalten werden. Das wären in diesem Fall schwindelerregende 38 Mrd. Euro.

„Wenn die Anleihen echt wären, könnten sie sicher die Bilanz unseres Landes sanieren ...“, kommentierte am Freitag Rodolfo Mecarelli, Kommandeur der Finanzpolizei der zuständigen Provinz den Fund. Obligationen mit derart hohen Nennwerten werden normalerweise nur unter Staaten gehandelt. Noch laufen die Untersuchungen, ob es sich um Originale oder Fälschungen handelt. Auf den ersten Blick scheinen die Papiere äußerst echt, ließen die Behörden wissen. Den Anleihen lag überdies eine Bankdokumentation bei. Zumindest die Kennedy-Bonds sind einem Medienbericht zufolge aber wohl Fälschungen. Nach Angaben von Mecarelli sollen die Untersuchungen in der kommenden Woche abgeschlossen sein.

Noch aber sind viele Fragen offen. Ein Sprecher des japanischen Außenministeriums in Tokio sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, bei den Ermittlungen der Behörden in Italien seien noch keine Details bestätigt worden, auch nicht die angeblich japanische Staatsbürgerschaft der beiden Männer.

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