Langsame Erholung Hans Eichel erlitt Schlaganfall

Schrecksekunde für Hans Eichel: Silvester hatte er einen Schlaganfall erlitten und sich zwei Wirbel gebrochen, wie nun bekannt wurde. Ab März will der Ex-Finanzminister wieder fit genug für Kongresse und Vorträge sein.
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Immer für eine pointierte Einschätzung und die ein oder andere Spitze gut: Hans Eichel (SPD) meldete sich auch nach der Bundestagswahl zu Wort und warnte die Genossen vor eiligen Steuererhöhungen. Quelle: dpa

Immer für eine pointierte Einschätzung und die ein oder andere Spitze gut: Hans Eichel (SPD) meldete sich auch nach der Bundestagswahl zu Wort und warnte die Genossen vor eiligen Steuererhöhungen.

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„Meine Frau und ich wollten Silvester bei Freunden in Weimar feiern. Vorher bin ich die Treppe hinaufgefallen“, sagte er nun in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Er habe zunächst gedacht, es sei nichts Schlimmeres passiert, doch durch Schwindelanfälle sei er kurz darauf doch misstrauisch geworden. Die Ärzte fanden im Krankenhaus dann die Ursache: Eichel hatte einen Schlaganfall erlitten und sich bei dem Sturz zwei Nackenwirbel gebrochen.

„Durch die Verletzung hatte es Druck auf die Arterie gegeben. Das hätte böse ausgehen können“, sagte Eichel der Zeitung. Er sei nun in der Reha, in der er neben Physiotherapie und Wassergymnastik auch durch Spaziergänge seine geschwächte Muskulatur wieder aufbauen will. Ab dem 1. März will er wieder soweit erholt sein, dass er an Kongressen oder Vorträgen teilnehmen kann.

Der SPD-Politiker ist häufig in der Öffentlichkeit präsent, auch nach seiner aktiven Zeit in der großen Politik. Von 1999 bis 2005 war er Bundesfinanzminister, zuvor von 1991 bis 1999 Ministerpräsident von Hessen und von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister von Kassel gewesen. Auch engagiert er sich im Politischen Klub der Evangelischen Akademie Tutzing und hält den Vorsitz der Organisation für kommunale Bürgerkredite Leih deiner Stadt Geld GmbH.

Im vergangenen Herbst meldete er sich vor der Regierungsbildung seiner Partei mit der Union auch auf bundespolitischer Ebene wieder zu Wort. Er warnte seine Genossen im „Handelsblatt“ vor unüberlegten Steuererhebungen.

Er sehe sie als letztes Mittel, sagte Eichel, der als Finanzminister in der rot-grünen Koalition bis 2005 vor allem Steuern für Unternehmen und Spitzenverdiener senkte und stattdessen auf Einsparungen bei öffentlichen Ausgaben setzte. Zunächst sollten Steuerhinterzieher und Unternehmen mit Schwarzarbeit strenger verfolgt werden. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Steuererhöhungen sind höchst unterschiedlich“, sagte Eichel damals.

„Eine höhere Besteuerung der Masseneinkommen schwächt unmittelbar das Wirtschaftswachstum. Ökologische Steuerreformen beschleunigen den notwendigen Umbau der Wirtschaft. Und eine Besteuerung hoher Einkommen ist unschädlich, wenn man dabei die Investitionen verschont“, führte er damals aus.

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3 Kommentare zu "Langsame Erholung: Hans Eichel erlitt Schlaganfall"

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  • habe selbst soviele schlagangfälle in mir selbst erlebt, dass vor herrn eichel förmlich den hut zu ziehen habe.
    Ein großer Mann, er hatte einen Schlaganfall.

    kotzen werde ich, wenn ich es nun nicht mehr kann: ihro Majestät geruhte einen Schlaganfall zu haben.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Gute Besserung!

    War das sein erster Schlaganfall?

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