Lewinsky auf Porträt Clinton wird Monica nicht los

Der Schatten auf einem Porträt-Bild von Bill Clinton gehört nicht zu dem früheren US-Präsidenten – sondern ist eine Anspielung auf die Sex-Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky. Das hat nun der Künstler verraten.
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Im April 2006 bekam Bill Clinton das Porträt zu sehen. Quelle: ap

Im April 2006 bekam Bill Clinton das Porträt zu sehen.

(Foto: ap)

New YorkEin US-Künstler hat enthüllt, dass sein Porträt des früheren US-Präsidenten Bill Clinton (68) eine Anspielung auf Monica Lewinsky enthält. „Auf der linken Seite sieht man einen Kaminsims im Oval Office, auf den ich einen Schatten gemalt habe“, sagte Nelson Shanks (77) der US-Zeitung „Philadelphia Daily News“, die den Bericht online stellte.

Dieser Schatten sei eine Anspielung auf ein blaues Kleid, das die frühere Praktikantin im Weißen Haus während ihrer Affäre mit Clinton getragen habe. Und noch mehr: „Es ist auch eine Metapher darin, es steht für den Schatten auf seinem Amt oder ihm selbst.“

„Er ist der vielleicht bekannteste Lügner aller Zeiten“, sagte der 77-jährige Künstler über Clinton. „Er und seine Regierung haben einige gute Dinge getan, klar, aber ich konnte diese Monica-Sache nicht völlig ausblenden, und sie ist subtil ins Gemälde eingeflossen.“

„Mein Ruf wurde durch das Internet zerstört“
Lewinsky Twitter#
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Monica Lewinsky auf Twitter

Viel hat die bekannteste Ex-Praktikantin der Welt noch nicht im Internet verbreitet. Doch wie alles von ihr werden auch wenige Worte wahrgenommen. Die ehemalige Praktikantin des US-Präsidenten Bill Clinton hatte im Mai bereits einen langen Text über den Clinton-Skandal im Magazin „Vanity Fair“ veröffentlicht. Nun ist die 41-Jährige auch auf dem Onlinedienst Twitter aktiv. „Jetzt geht's los“, schrieb sie am Montag. Binnen weniger Stunden folgten ihrem Konto @MonicaLewinsky bereits knapp 50.000 Twitter-Nutzer.

LEWINSKY INTERVIEW
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Im Fokus der Öffentlichkeit ist sie auch anderswo: Monica Lewinsky erscheint hier auf Dutzenden Fernsehbildschirmen in einem Elektroladen im kanadischen Toronto.

huGO-BildID: 39871197 Monica Lewinsky pauses during her speech at the Forbes Under 30 Summit at the Pa. Convention Center in Philadelphia on Monday,
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Das war ebenfalls am Montag: Monica Lewinsky tritt auf beim „Forbes Under 30 Summit“ in Philadelphia: Die Ex-Praktikantin kündigte an, dass sie sich vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen gegen Online-Mobbing einsetzen will.

MORTON LEWINSKY
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Mit dem Internet hat sie ihre besonderen Erfahrungen gemacht, die sie womöglich jetzt auch auf Twitter weitergibt: „Ich war der erste Patient. Die erste Person, deren Ruf durch das Internet weltweit zerstört wurde“, sagt sie. Auf dem Bild sitzt Monica Lewinsky mit dem Autor ihres ersten Buchs, Andrew Morton, zusammen - umringt von Fotografen.

huGO-BildID: 39871201 Monica Lewinsky gives a speech at the Forbes Under 30 Summit at the Pa. Convention Center in Philadelphia on Monday, Oct. 20, 2
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Damals habe es noch kein Facebook oder Twitter gegeben. Doch auch über E-Mails und Websites habe sich der "Klatsch" rasend schnell verbreitet, sagte Lewinsky am Montag in einer Rede auf der Konferenz des US-Magazins "Forbes" für junge Toptalente aus der Finanzbranche. Ein Rückblick ...

CLINTON LEWINSKY
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Präsident Bill Clinton und Monica Lewinsky im Jahr 1995. Während des „Governemnt Shutdowns“ kam es zu der Affäre zwischen den beiden, die den Präsidenten fast um sein Amt brachte und für Lewinsky eine jahrelange öffentliche Demütigung zur Folge hatte. 1995/96 mussten die US-Staatsbediensteten in den Zwangsurlaub geschickt werden, weshalb im Weißen Haus unbezahlte Praktikanten aushalfen – eine davon Monica Lewinsky, die Anrufe entgegen nahm und Besorgungen erledigte. Am zweiten Tag des Shutdowns begann bereits die Affäre mit dem Präsidenten.

huGO-BildID: 2516543 FILE-- In this image taken from video, a young woman identified as Monica Lewinsky embraces President Clinton as he greeted well
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Monica Lewinsky und Clinton begrüßen sich bei einem Fest vor dem Weißen Haus im Jahr 1996. Die außereheliche Affäre hätte den Präsidenten fast zu Fall gebracht. Nach ihrem Praktikum erzählte Lewinsky ihrer Kollegin Linda Tripp im Weißen Haus von der Affäre, die das Gespräch allerdings heimlich mitschnitt. Tripp machte kurzen Prozess und leitete das Band direkt an Kenneth Starr weiter, der bereits im Weißen Haus die Whitewater-Transaktionen von Clinton untersuchte. Die Affäre fiel genau in eine Zeit, in der gegen Clinton wegen anderen politischen Affären ermittelt wurde.

Lewinsky hatte als Praktikantin im Weißen Haus ab 1995 eine Affäre mit Clinton, der von 1993 bis 2011 US-Präsident war. Clinton bestritt die Affäre zunächst vehement, bevor er sie schließlich zugab und als Fehler bezeichnete. Der Sexskandal brachte Clinton politisch in Bedrängnis, der Demokrat überstand aber ein Amtsenthebungsverfahren. Lewinskys blaues Kleid, auf dem sich Clintons Spermaspuren befunden haben sollen, war eines der wichtigsten Beweismittel in dem Verfahren.

Das mehr als zwei Meter hohe Ölgemälde befindet sich im Bestand der National Portrait Gallery in Washington. Angefertigt hat es der Künstler, der auch Prinzessin Diana und den früheren Papst Johannes Paul II. porträtierte, im Jahr 2005.

  • dpa
  • afp
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