Marc Faber verstört mit radikalem Kommentar „Ich bin kein Rassist, aber…“

In einem Brief lässt Investor Marc Faber seine Kunden wissen, dass er an die Überlegenheit weißer Menschen glaubt. Mit seiner Deutung der amerikanischen Geschichte handelt er sich jede Menge Kritik ein.
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Der in der Schweiz geborene 71-Jährige kritisiert Bestrebungen, Denkmäler für Generäle und Politiker zu demontieren, die im Bürgerkrieg für die an Sklaverei haltenden Südstaaten gekämpft haben. Quelle: picture alliance / dpa
Investor Marc Faber

Der in der Schweiz geborene 71-Jährige kritisiert Bestrebungen, Denkmäler für Generäle und Politiker zu demontieren, die im Bürgerkrieg für die an Sklaverei haltenden Südstaaten gekämpft haben.

(Foto: picture alliance / dpa)

New YorkIm Jahr 1946 in Zürich geboren, Karriere in amerikanischen Geldhäusern und jetzt ein bekannter Investment-Guru mit Hang zu expressivem Pessimismus, wohnhaft in Thailand: So kennt man Marc Faber. In einem Brief an seine Kunden zeigte er sich noch von einer anderen Seite. „Business Insider“ zitiert aus dem Schreiben, das offenbar nur gedruckt vorliegt, in Fabers Blog ist kein Hinweis darauf zu finden.

Der Investor mischt sich darin in die amerikanische Geschichte ein und kritisiert Bestrebungen, Denkmäler für Generäle und Politiker zu demontieren, die im Bürgerkrieg der Jahre 1861 bis 1865 für die Südstaaten gekämpft haben.

Er schreibt: „Diese Leute stören sich jetzt an Denkmälern von ehrenhaften Menschen, deren einziges Verbrechen war zu verteidigen, was alle Gesellschaften für mehr als 5000 Jahre getan haben: einen Teil der Bevölkerung als Sklaven zu halten. Und Gott sei Dank wurde Amerika von weißen Menschen bevölkert, und nicht von den Schwarzen. Sonst würden die USA jetzt aussehen wie Simbabwe, was eines Tages vielleicht ohnehin passiert, aber wenigstens hatte Amerika dann 200 Jahre wirtschaftlichen und politischen Sonnenschein unter einer weißen Mehrheit. Ich bin kein Rassist, aber die Realität – auch wenn sie politisch unkorrekt ist – muss mal ausgesprochen werden.“

Faber war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen. Laut „Business Insider“ hat er später in einer E-Mail seinen Standpunkt noch einmal bestätigt.

Drei kanadische Firmen, bei denen er im Verwaltungsrat saß, haben sich von ihm getrennt. Zahlreiche Fernsehsender, in denen er in der Vergangenheit aufgetreten war, distanzierten sich von ihm. Faber schrieb dazu: „Ich glaube nicht, dass das ein großer Verlust ist.“

In den USA gibt es heftigen Streit über den Umgang mit der Vergangenheit. US-Präsident Donald Trump hat dabei mehrfach Verständnis für Rechtsradikale anklingen lassen, von denen einige sogar mit Hakenkreuz-Fahnen demonstrieren.

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7 Kommentare zu "Marc Faber verstört mit radikalem Kommentar: „Ich bin kein Rassist, aber…“"

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  • Das tut mir leid, Herr Europaeer, aber daran kann ich nichts ändern.
    Trotzdem, Sie sprechen um 9:57 von alten Hochkulturen. Dazu war der 1. Absatz meines Kommentars bestimmt.
    Weiter spricht Herr Faber von Simbabwe. Dazu mein 2. Absatz.
    Dann erwähnt Herr Faber die Diskussion um Statuen.
    Dazu mein restlicher Kommentar.
    Hat das eventuell geholfen?

  • @Herr Andreas Kertscher

    Ich kann Ihnen nicht folgen.

    Thema ist Rassismus und da um die Aussage Fabers, "Und Gott sei Dank wurde Amerika von weißen Menschen bevölkert, und nicht von den Schwarzen. Sonst würden die USA jetzt aussehen wie Simbabwe".

    Das ist 1. Rassismus und das ist 2. selten dämlich.

  • Und haben Sie sich die Praktiken dieser Hochkulturen mal angeschaut, Herr Europaeer? Menschenhandel, Sklaven, Menschenopfer?
    Und die heutigen Praktiken von ISIS, Boko Haram, Mugabe, Idi Amin, Assad, Saddam & Konsorten?
    Gibt es da vielleicht Gesprächsstoff wie von Herrn Faber angeregt?
    In den USA will man alle Statuen, die an Sklaverei erinnern, abbauen.
    Gleichzeitig will man aber die Erinnerung an Sklaverei täglich schüren.
    Statuen dienen dazu, den Kindern Aufklärung über Sklaverei näherzubringen.
    Schon mal daran gedacht?

  • Marc Faber ist Rassist und hat nicht die Spur einer Ahnung von Menschheitsgeschichte.

    In Afrika und in Mittelamerika gab es schon Hochkulturen, als in Mitteleuropa noch Wotan und Odin angebetet wurden.

  • Mit Toleranz gegenüber Andersdenkenden ist es leider nicht mehr weit her heute.
    Auch wenn die Fakten ihnen Recht geben.
    So wie heute fast kein Deutscher mehr lebt, der den Juden Unrecht und Greueltaten angetan hat, so lebt heute kein Amerikaner mehr, der schwarze Sklaven aus Afrika gehalten hat.
    (Wobei es noch reichlich Sklavenhaltung weltweit gibt)
    So wie den heute lebenden Deutschen immer noch eine Schuld für den zweiten Weltkrieg eingeredet wird, obwohl fast kein Teilnehmer mehr lebt, so sind die Weißen in den USA immer noch verantwortlich für die Sklavenhaltung von damals.
    Man versucht das mit Überkompensation wieder gut zu machen, erreicht aber das genaue Gegenteil.
    In jeder Fernsehserie steht heute ein Schwarzer als Chef, in der Werbung findet man 25 bis 100% Schwarze, obwohl sie einen Bevölkerungsanteil von 13% haben und meist nicht zu der beworbenen Klientel gehören.
    Dabei werden bei einem Anteil von 13% der Bevölkerung 50% der Morde in den USA von Schwarzen aus den unteren Schichten begangen.
    Weiße ermordeten 229 Schwarze, aber Schwarze ermordeten 500 Weiße in der letzten Statistik der USA.
    Der Oscar muss eine schwarze Quote haben, auch wenn die schauspielerischen Leistungen mal nicht entsprechend sind, wie man am diesjährigen Gewinner sah.
    Die Zeichen für eine erneute Kreuzigung Jesu sind heute wieder gegeben.
    Wer heute Wahrheiten ausspricht, geht in einem Shitstorm ohne Argumente unter.
    Traurige Welt, trauriger Journalismus!
    P.S. Die Lösung liegt natürlich NUR in einer strenger gehandhabten, besseren Ausbildung der Schwarzen, und nicht in einem rosa Anstrich!

  • Der Mann gehört doch aus dem Verkehr gezogen. Unter "weißen Menschen" versteht er vermutlich Europäer? Bevor diese Amerika erobert haben, gab es dort schon Hochkulturen. Auch in China und im Orient gab es schon Hochkulturen, bevor auch nur der erste Einwanderer amerikanischen Boden betrat. Diese bestehenden Kulturen wurden in ganz Amerika zerstört. Welche Kultur hat sich danach entwickelt? Dass es schon immer Sklaven gab stimmt zwar, trotzdem zeugt es von niederer Gesinnung, wenn man die Sklavenhaltung in der heutigen Zeit rechtfertigt. Vor 200 Jahren mögen es die Menschen nicht besser gewußt haben, aber heute sind derartige Aussagen inakzeptabel.

  • Reiche alte Männer erlauben es sich, sich um die durch die Ideologie auferlegten Denkverbote zu foutieren*.

    Schön wäre es wenn die Völker Nordamerikas und Europas gegen diese linken Ideologien und Denkverbote aufstehen.

    *In der Deutschschweiz wird das Körperteil auf dem man sitzt als Futi, Füdli, oder Fouti bezeichnet.


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