Nach Finanzaffäre in Limburg Die Vermögensbeichte der deutschen Bistümer

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Die Probleme liegen in den Details

Eine ziemlich unheilige GmbH

Der Teufel steckt aber im Detail: Das lässt sich etwa am Beispiel des Bistums Trier zeigen. Das Gesamtvermögen des Bischöflichen Stuhls beziffert die katholische Kirche dort auf 84 Millionen Euro, inklusive Anlagen, Forderungen, liquiden Mitteln – und Immobilien. Die Gebäude des Bistums werden allerdings nicht mit dem aktuellen Marktwert angegeben, sondern bei vor langer Zeit erworbenen Häusern mit dem Erinnerungswert, bei jüngeren Käufen mit dem Erwerbspreis.

Ob diese Zahlen noch dem aktuellen Marktwert entsprechen, ist nicht klar. Da das Bistum nicht plant, die Gebäude zu verkaufen, ist auch eine Bewertung nicht beabsichtigt, wie Generalvikar Georg Bätzing auf Anfrage von Handelsblatt Online erklärte.

Ähnliche Probleme bei der Offenlegung der „Schattenfinanzen“ haben auch andere Bistümer. In Münster beziehen sich die genannten 2,37 Millionen Euro etwa ausschließlich auf das Geldvermögen. Zwar besäße das Bistum auch Immobilien, erklärte Pressesprecher Stefan Kronenburg gegenüber Handelsblatt Online. Diese könnten jedoch nicht als Geldanlage betrachtet werden, da sie für dienstliche Zwecke verwendet würden.

In Mainz hingegen gibt es kein Geldvermögen, aber der Bischöfliche Stuhl besitzt Grundstücke und eine Beteiligung am Gemeinnützigen Siedlungswerk. Eine genaue Angabe des Wertes dieser Besitztümer nannte das Bistum jedoch nicht.

Im Erzbistum Bamberg haben die Verantwortlichen einmal das Gesamtvermögen des Bischöflichen Stuhls ausgewiesen, das sich demnach auf 1,5 Millionen Euro beläuft und dem Bischof für dienstliche Zwecke zur Verfügung steht. Zum anderen wird auf das Diözesanvermögen verwiesen, das mit 370 Millionen Euro deutlich höher liegt und selbst die Kölner Angaben übertrifft.

Das Bistum Würzburg veröffentlichte am Freitag ebenfalls erste Zahlen. Demnach beträgt das Finanzanlagevermögen des Bischöflichen Stuhls dort 271 Millionen Euro. Das Geld steht im Wesentlichen als Altersvorsorge für die Priester des Bistums zur Verfügung.

Die Kollegen aus Hamburg dagegen geben eine Zahl des Stuhles von 35 Millionen Euro an. Diese wird allerdings als Rücklage und nicht als Gesamtvermögen bezeichnet. Der Summe stünden Verbindlichkeiten von rund acht Millionen Euro gegenüber, hieß es auf Anfrage. Eine Bewertung der Grundstücke und Immobilien gebe es aber nicht.

Das Bistum Fulda hat ein liquides Vermögen im Bischöflichen Stuhl von 5,3 Millionen Euro. Die Erträge aus den sogenannten „Grundstücksfonds“ – Mieten, Pachtbeträge und Erbbaurechte – bringen dem Bistum jährlich 1,1 Millionen Euro ein.

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2 Kommentare zu "Nach Finanzaffäre in Limburg: Die Vermögensbeichte der deutschen Bistümer"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Steht doch da oben.

  • Die Kirchen sind unermesslich reich und werden durch die Zwangsabgabe Kirchensteuer immer reicher!!
    Kirche und Staat insbesondere in montären Dingen trennen - jetzt-saofort-für immer !!
    (warum kann man erst heute diesen Beitrag kommentieren????, Antwort auf meine Anfrage ans HB blieb auch unbeantwortet)

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