Nach Sturmflut Sand für Küstenschutz wird knapp und teuer

Stark gestiegene Sandpreise machen der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern zu schaffen. Das norddeutsche Bundesland leidet unter den Folgen der schwersten Sturmflut seit mehr als zehn Jahren.
1 Kommentar
Mit einem Radlader wird am Strand von Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) ein Strandaufgang zurückgebaut. Die Sturmflut hat auch im Seebad Lubmin im Landkreis Vorpommern-Greifswald zu größeren Schäden geführt. Für die Beseitigung der Sturmflut-Schäden an den Küstenschutzanlagen könnte der Sand knapp werden. Nach Angaben des für die Lagerstätten zuständigen Energieministeriums gibt es bis auf eine Ausnahmeerlaubnis aktuell nicht eine Genehmigung für die Sandförderung in den Küstengewässern vor Mecklenburg-Vorpommern. Quelle: dpa
Mangelware Sand

Mit einem Radlader wird am Strand von Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) ein Strandaufgang zurückgebaut. Die Sturmflut hat auch im Seebad Lubmin im Landkreis Vorpommern-Greifswald zu größeren Schäden geführt. Für die Beseitigung der Sturmflut-Schäden an den Küstenschutzanlagen könnte der Sand knapp werden. Nach Angaben des für die Lagerstätten zuständigen Energieministeriums gibt es bis auf eine Ausnahmeerlaubnis aktuell nicht eine Genehmigung für die Sandförderung in den Küstengewässern vor Mecklenburg-Vorpommern.

(Foto: dpa)

SchwerinFür die Beseitigung von Sturmflut-Schäden an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern könnte der Sand knapp werden. Die Preise sind schon stark gestiegen. Nach Angaben der Landesregierung in Schwerin gibt es bis auf eine Ausnahmeerlaubnis derzeit keine Genehmigung für die Sandförderung in den Küstengewässern.

Vor der Küste sind 15 Sandabbaugebiete mit einer Gesamtfläche von 400 Quadratkilometer ausgewiesen. Nach Angaben des zuständigen Energieministeriums lagert dort zwar insgesamt ausreichend Sand für den Küstenschutz. Dennoch ist die Sandentnahme bislang nur in einem sieben Quadratkilometer großen Gebiet vor dem Darßer Ort erlaubt. Der Grund dafür sind dem Ministerium zufolge Umweltauflagen.

Flughäfen streichen Flüge, Schnee begräbt Autos
In der Abflughalle
1 von 20

Sturmtief „Egon“ sorgt am Frankfurter Flughafen für Frust: Ein Schneesturm wirbelt den Flugverkehr am größten deutschen Airport durcheinander.

Ausfälle
2 von 20

Wegen des starken Winds und der Schneefälle seien am Freitag bislang 120 Flüge gestrichen worden, sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport. Mit weiteren Annullierungen sei zu rechnen.

Am Boden
3 von 20

Bei der Lufthansa, die in Frankfurt ihren Heimatflughafen betreibt, fielen über den Tag bislang 80 Verbindungen aus.

Schneetreiben
4 von 20

Schon seit Tagen sind Räumfahrzeuge wegen dichter Schneetreiben auf der Rollbahn am Frankfurter Flughafen im Einsatz.

Frankfurt-Hahn
5 von 20

Auch auf dem Flughafen Hahn im Hunsrück ruht an diesem Freitag der Flugbetrieb. Starker Schneefall und Sturmböen machen Starts und Landungen unmöglich.

Schneelandschaft
6 von 20

Grundsätzlich hat Tief „Egon“ weite Teile in Deutschland in eine Winterlandschaft verwandelt. Hier fährt ein Winterdienstfahrzeug in Winterberg in NRW durch den Schnee.

Im Sauerland
7 von 20

Nicht nur die großen Räumfahrzeuge sind gefragt – vor vielen Haustüren wird heute geschippt oder wie hier mit einer Maschine der Weg geräumt.

Noch ist unklar, wie viel Sand für die Aufspülungen an den Küsten nach der schwersten Sturmflut seit mehr als zehn Jahren benötigt wird. Das Umweltministerium stellt in einem Sonderfonds für die Reparatur des Küstenschutzes zehn Millionen Euro bereit. Aktuell kostet ein Kubikmeter aufgespülter Sand laut Ministerium etwa 13 Euro. Allein in Lubmin, wo nach Schätzung der Gemeinde 250 000 Kubikmeter Sand benötigt werden, würde das Material für die Aufspülung etwa 3,25 Millionen Euro kosten.

Die Kosten für Strandaufspülungen sind nach den Munitionsfunden an den Stränden von Boltenhagen und Rerik deutlich gestiegen. Seit 2016 wird eine engmaschige Siebanlage bei Aufspülungen genutzt, um zu verhindern, dass Kampfmittel an den Strand gelangen. Davor kosteten die Aufspülungen etwa 7 bis 10 Euro pro Kubikmeter Sand.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Nach Sturmflut - Sand für Küstenschutz wird knapp und teuer

1 Kommentar zu "Nach Sturmflut: Sand für Küstenschutz wird knapp und teuer"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    "Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
    Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

    es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel, Dirnberger,Trautmann....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%