Nach unerlaubtem Start Bodenpersonalmitglied stürzt mit gekapertem Flugzeug ab

Am Freitagabend hat ein Flughafenangestellter in Seattle eine leere Passagiermaschine gekapert – und ist damit über einer Meeresbucht abgestürzt.
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Nach unbestätigten Angaben amerikanischer Medien handelt es sich um eine zweimotorige Bombardier-Turbopropmaschine der Fluggesellschaft Horizon Air. Quelle: dpa
Seattle

Nach unbestätigten Angaben amerikanischer Medien handelt es sich um eine zweimotorige Bombardier-Turbopropmaschine der Fluggesellschaft Horizon Air.

(Foto: dpa)

San FranciscoEin Bodenpersonalmitglied hat eine Maschine der Horizon Air ohne Passagiere an Bord am internationalen Flughafen Seattle-Tacoma im US-Staat Washington gestohlen und ist damit abgestürzt. Der 29-jährige Mann sei selbstmordgefährdet gewesen, teilte die Sheriffbehörde von Pierce County am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter mit. Es gebe keine Verbindungen zum Terrorismus.

Der Sheriff von Pierce County, Paul Pastor, sagte, der Mann habe „etwas Dummes getan und könnte gut mit seinem Leben bezahlt haben“. Von Behördenseite war zunächst mitgeteilt worden, der Mann sei Mechaniker. Alaska Airlines teilte später mit, er sei vermutlich ein Mitarbeiter von Horizon Air, dessen Aufgabe es gewesen sei, Flugzeuge an Gates zu lotsen und Maschinen zu enteisen.

Der Absturz sei auf Ketron Island südwestlich von Tacoma passiert, teilte die Sheriffbehörde mit. Die Absturzursache sei entweder, dass die Person „Stunts in der Luft“ gemacht habe oder es einen „Mangel an Flugfähigkeiten“ gegeben habe.

Augenzeugen meldeten, das Turbo-Prop-Flugzeug sei von Militärmaschinen gejagt worden. Die US-Küstenwache teilte mit, es werde ein Schiff zur Absturzstelle entsandt, nachdem Augenzeugen über eine Rauchwolke in der Luft berichtet hätten.

Flüge vom Flughafen Sea-Tac, dem größten kommerziellen im Nordwesten der Pazifikküste der USA, durften wegen des Diebstahls vorübergehend nicht starten.

Horizon Air gehört zur Gruppe Alaska Air und fliegt kürzere Routen im US-Westen. Horizon-Air-Führungskraft Constance von Muehlen teilte in einem Video bei Twitter mit, das Unternehmen fühle mit den Angehörigen des Mannes an Bord des Flugzeugs und allen Mitarbeitern von Alaska Air und Horizon Air.

  • dpa
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