Niederländische Zentralbank Bankraub blieb unbemerkt

Ein Mitarbeiter soll die niederländische Zentralbank um 1,2 Millionen Euro erleichtert haben - mal eben in der Mittagspause. Der Raub fiel wochenlang keinem auf. Jetzt wird dem Angestellten der Prozess gemacht.
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Rund 1,2 Millionen Euro soll ein Mitarbeiter der niederländischen Zentralbank erbeutet haben. Quelle: dpa

Rund 1,2 Millionen Euro soll ein Mitarbeiter der niederländischen Zentralbank erbeutet haben.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Geschichte klingt unglaublich. In aller Seelenruhe soll der 43 Jahre alte Sanjay D. sich an den Geldbeständen der niederländischen Zentralbank DNB bedient haben. Als Bankangestellter konnte er offenbar völlig unbehelligt die Tresore der Bank plündern. Das berichtet die niederländische Tageszeitung „De Telegraaf“. Vor einem Amsterdamer Gericht wird dem 43-Jährigen derzeit der Prozess gemacht.

Der Reihe nach: Am 9. September 2008, so die Staatsanwaltschaft, ging Sanjay D. nicht wie gewohnt mit seinen Kollegen in die Pause. Der Bankangestellte, den laut Zeugenaussagen massive finanzielle Sorgen plagten, hatte Besseres vor: Gleich mehrfach nahm der 43-Jährige, der offenbar im Besitz nachgemachter Tresor-Schlüssel war, Geldscheine aus den Schließfächern der Zentralbank und stopfte sie in Plastiktüten.

Seine Beute brachte er zunächst in die Toilettenräume der Bank. Obwohl es die interne Regelung gibt, dass sich niemand alleine im Tresorbereich aufhalten darf, wurde D. kein einziges Mal kontrolliert. Auch später verließ er völlig unbehelligt das Gebäude. Erst am nächsten Tag meldete er sich krank.

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4 Kommentare zu "Niederländische Zentralbank: Millionen-Raub fiel wochenlang niemandem auf"

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  • Dazu passt: "Griff in die Kasse - Portugal soll EU-Hilfsgelder umgeleitet haben"

    Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/18/griff-in-die-kasse-portugal-soll-eu-hilfsgelder-umgeleitet-haben/

  • Lieber PubliusAeliusHadrianusOlympios, analysieren Sie mal die Kapitalströme die 10 Jahre lang vor der Finanzkrise aus Deutschland heraus flossen. Oder haben wir etwa Hartz4, Rente mit 67, etc. umsonst? Wir haben schon gelitten. Und uns vom Schlusslicht der EU hoch gearbeitet. Darf ich daran erinnern, als ein Parlamentarier mit einer roten Laterne durch den Bundestag ging um die Situation Deutschlands zu verdeutlichen? Die Kapitalströme verursachen in den Südländern nie gekanntes Wachstum. Diese dämmten nichts ein, im Gegenteil. Sie füllten sich die Taschen, die Gewerkschaften drehten munter an der Lohnschraube. Und jetzt, wo ein kleiner Teil zurück kommt, sollen sofort die Deutschen leiden? Woher kommt Ihr Hass auf Deutschland? Warum verstehen Sie nicht, dass ein Zentralstaat wegen fehlender Möglichkeit Wechselkurse anzupassen, schon von vornherein scheitern muss? Oder es müssen eben, wie in den USA, auch Staaten pleite gehen können. Ich weiß, die Roten haben noch nie verstanden, dass durch Transferzahlungen keine Probleme gelöst werden. Im Gegenteil. Es werden dadurch nur Leistungsbilanzdefizite gefüllt (welche früher durch Auslandskredite gefüllt wurden). Was haben Sie erreicht? Nichts, außer dass Sie gesunde Länder auch verheizen. Bravo!

  • Völlig falscher Ansatz.
    Deutschland hat sich nicht bereichert. Die Schulden Deutschlands steigen ebenfalls unaufhörlich. Der deutsche Normalbürger blutet seit Einführung des Euros, damit die Südländer kräftige Lohn- und Szialzuwächse hatten.

    Bereichert hat sich die Oberschicht. Die besteht nicht nur aus Deutschen, sondern auch aus Griechen, Italienern, Spaniern, Franzosen, Engländern, Scheichs etc.

  • Deutschland hat sich, wenn auch nicht vorsätzlich, an der EU-Finanzkrise, am Leid der anderen EU-Staaten, bereichert. Ohne Finanzkrise würde Deutschland jedenfalls wesentlich schlechter dastehen, als es DERZEIT mit dem fiktiven Geldtransfers bzw. Bürgschaften der Fall ist.
    Dann hoffen wir also, dass Deutschland wie einige andere Profiteure, irgendwann auch mal zahlen muß

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