Prinz Harry und Dianas Tod Von totalem Chaos und Fast-Zusammenbrüchen

Der Tod seiner Mutter Diana habe ihn in ein totales Chaos gestürzt, sagte Prinz Harry in einem Interview. Lange Zeit habe er sich nicht damit auseinandersetzen können. Das habe sich erst vor wenigen Jahren geändert.
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Seine Mutter Diana starb 1997 bei einem Autounfall. Quelle: AP
Prinz Harry

Seine Mutter Diana starb 1997 bei einem Autounfall.

(Foto: AP)

LondonZwölf Jahre war er alt, als seine Mutter, Prinzessin Diana, gestorben ist. Lange Zeit habe er sich damit nicht auseinandersetzen können. Er habe es zwei Jahrzehnte lang abgelehnt, überhaupt an seine Mutter zu denken. „Ich hab gedacht, es macht mich nur traurig und macht sie ohnehin nicht wieder lebendig“, gestand Prinz Harry jetzt in einem der sehr seltenen Interviews von Mitgliedern der britischen Königsfamilie. Er ist jetzt 32 Jahre alt und hat in dem Gespräch mit der britischen Zeitung „Telegraph“ eingeräumt, dass er erst vor wenigen Jahren angefangen hat, den Tod seiner Mutter zu verarbeiten – mit professioneller Hilfe und mit Boxsport.

Sobald er angefangen habe, über seine Gefühle zu sprechen, habe er festgestellt: „In Wirklichkeit ist man Teil eines großes Clubs.“ Sein Vorgehen habe auch andere in seinem Freundeskreis ermutigt, sich zu öffnen. Der Prinz will das in einem noch größere Stil forcieren und mit seiner Offenheit über Probleme in der Vergangenheit, über das „totale Chaos“ in seinem Kopf und über Fast-Zusammenbrüche psychischen Problemen ihr Stigma nehmen.
Der 32-Jährige spricht in dem Interview auch darüber, wie ihm Boxen geholfen habe. Er habe häufig kurz davor gestanden, jemanden zu schlagen. Diese Aggressionen habe er beim Boxen ausleben können. „Das hat mich gerettet, denn jemanden zu schlagen, der Boxhandschuhe anhat“ sei sicherlich die bessere Option gewesen als auf andere loszugehen.

Das ist die britische Royal Family
Königin Elizabeth II.
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Die britische Königin ist neben Großbritannien auch Staatsoberhaupt von 15 weiteren unabhängigen Staaten, darunter Kanada und Jamaika. Die 1926 geborene Monarchin regiert seit 1952 und hält damit den Rekord der längsten Amtszeit aller britischer Monarchen. Zudem ist sie das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt. Sie ist seit 1947 mit Prinz Philip verheiratet und hat vier Kinder.

Prinz Philip, Herzog von Edinburgh
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Der Ehemann der Königin wurde 1921 auf der griechischen Insel Korfu als Prinz von Griechenland und Dänemark geboren. Er gehört somit dem deutschen Geschlecht Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg an und ist sogar entfernt mit Königin Elizabeth verwandt. Der Familienname Mountbatten-Windsor, den alle Nachkommen von Prinz Philip und Königin Elizabeth tragen, setzt sich zum einen aus dem vorherigen Nachnamen der britischen Königsfamilie, „Windsor“, und zum anderen aus dem ins Englische übertragenen Nachnamen von Prinz Philips Mutter, „Mountbatten“, zusammen. Prinz Philip ist der am längsten amtierende Prinzgemahl in der britischen Geschichte. Er führt den Titel „Herzog von Edinburgh“.

Prinz Charles und Camilla
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Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. und Prinz Philip wurde 1948 geboren und ist britischer Thronfolger. Als solcher trägt er den Titel „Prince of Wales“ – zu Deutsch nicht „Prinz“ sondern „Fürst von Wales“. In Schottland lautet sein offizieller Titel „Duke of Rothesay“ – also Herzog von Rothesay. Er war in erster Ehe mit Lady Diana Spencer verheiratet. Mit ihr hat er die beiden Söhne William und Henry. Seit 2005 ist er mit Camilla Parker Bowles (*1947) verheiratet, welche seither „Duchess of Cornwall“ – also Herzogin von Cornwall heißt. Camilla wurde vom britischen Volk lange Zeit nicht als Gemahlin des künftigen Königs akzeptiert, erfreut sich aber in letzter Zeit zunehmender Beliebtheit. Sie hat zwei Kinder aus erster Ehe.

Prinz William und Catherine
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Der älteste Sohn von Charles und Diana heißt mit vollem Namen Prince William Arthur Philip Louis, Duke of Cambridge. Er steht auf dem zweiten Platz der britischen Thronfolge und wird eines Tages seinen Vater als König von Großbritannien beerben. Er ist mit der Bürgerlichen Catherine Middleton verheiratet, die wie er im Jahr 1982 geboren wurde. Zusammen haben der Herzog und die Herzogin zwei Kinder, Prinz George (*2013) und Prinzessin Charlotte (*2015). William und Catherine gelten, selbstverständlich nach der Queen, als die beliebtesten Mitglieder der königlichen Familie.

Prinz Henry
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Der zwei Jahre jüngere Bruder von Prinz William heißt mit vollem Namen Henry Charles Albert David und wird meist bei seinem Spitznamen „Harry“ genannt. Für die britische Armee diente er bereits im Afghanistan-Krieg und hat den Rang eines „Captain“ inne. Seit 2016 ist er mit der US-Schauspielerin Meghan Markle liiert, welche vor allem aus der Serie „Suits“ bekannt ist. In letzter Zeit übernimmt er immer mehr öffentliche Aufgaben und vertritt seine Großmutter, Königin Elizabeth, auch auf Auslandsreisen.

Prinz Andrew, Herzog von York
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Der Herzog von York (*1960) wurde als drittes Kind von Königin Elizabeth und Prinz Philip geboren. Andrew steht in der Thronfolge jedoch trotzdem über seiner Schwester Anne, da männliche Nachkommen bevorzugt werden. Von 1986 bis 1996 war er mit Sarah Ferguson verheiratet, welche seit der Scheidung nicht mehr Teil der königlichen Familie ist und nur noch den Höflichkeitstitel einer Herzogin von York führt, ohne die Anrede „Königliche Hoheit“. Andrew hat zwei Töchter, Beatrice und Eugenie.

Prinzessin Beatrice
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Beatrice (*1988) ist die älteste Tochter von Prinz Andrew und Sarah Ferguson. Als Enkelin der Königin führt sie den Titel einer Prinzessin von Großbritannien und Nordirland. Sie steht auf dem siebten Platz der britischen Thronfolge.

Harry hat gemeinsam mit seinem Bruder William und dessen Frau Kate die Initiative „Heads together“ gegründet, sich dafür einsetzt, mit psychischen Problemen offen umzugehen. In seinem Interview mit dem „Telegraph“ weist er Spekulationen zurück, dass die Gründe für seine eigenen Probleme mit seinem Militär-Einsatz in Afghanistan zu tun haben. „Ich kann mit Sicherheit sagen, dass es nichts mit Afghanistan zu tun hat. Ich bin keiner von denen, die mit ansehen mussten, wie ihre Kameraden neben ihnen starben. Zum Glück“, sagt er. Vielmehr habe seine Arbeit in einer Rettungseinheit in Afghanistan ihm geholfen, ernsthafte psychische Erkrankungen besser zu verstehen. „Ich weiß jetzt, das Reden über die eigenen Probleme einen großen Wert hat, Schweigen macht alles nur noch schlimmer.“

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