Promis und ihre Kinder Drogen, Gewalt und Depressionen

Whitney Houstons Tochter Bobbi Kristina Brown liegt im Krankenhaus, ihr Vater wacht am Krankenbett der 21-Jährigen. Kein Einzelfall: Vielen Promi-Kindern fällt es schwer, ein normales Leben zu führen. Warum das so ist.
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Immer wieder hatten Drogen- und Familienprobleme die Browns und Houstons in die Schlagzeilen gebracht. Quelle: ap
Whitney Houston mit Tochter Bobbi Kristina Brown vor vier Jahren

Immer wieder hatten Drogen- und Familienprobleme die Browns und Houstons in die Schlagzeilen gebracht.

(Foto: ap)

Atlanta/WashingtonKurz vor ihrem Zusammenbruch sieht es so aus, als ob Bobbi Kristina Brown fröhlich der Zukunft entgegenblickt. „Lasst uns diese Karriere starten und schnell nach oben bringen, ja?“, teilte die 21 Jahre alte Tochter von Whitney Houston und Bobby Brown über den Kurznachrichtendienst Twitter ihren Fans mit.

Seit Samstag nun liegt Brown im Krankenhaus. Wie es ihr genau geht, ist offiziell nicht bestätigt. Fest steht, dass sie kurz vor dem dritten Todestag ihrer Mutter reglos in einer Badewanne gefunden wurde und ins Krankenhaus gebracht werden musste.

„Bobbi Kristina kämpft um ihr Leben und ist von ihren engsten Angehörigen umgeben“, hieß es am Montag in einer Erklärung der Familie, die US-Medien übermittelt wurde. Die Familie bat um die Achtung der Privatsphäre und dankte für die Unterstützung.

„Wir bitten Sie, unsere Bitte um Privatsphäre in dieser schwierigen Zeit zu respektieren“, hieß es in der Erklärung der Familie Houston. „Danke für eure Gebete und Genesungswünsche, und wir wissen eure Unterstützung zu schätzen.“

Wenn Stars für Skandal-Auftritte sorgen
Katy Perry
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Katy Perry ist bekannt für spektakuläre Bühnenshows und provokante Kostüme. Ihr neues Video „Dark Horse“ hat es nun in die Schlagzeilen der Boulevard-Presse geschafft. Darin tritt die 29 Jahre alte Sängerin als ägyptische Prinzessin auf, die ihre Verehrer mit Geschenken an sie aufmarschieren lässt. Wer ihr nicht gefällt, wird in dem Fantasy-Video mit einem Blitzschlag aus ihrem Finger in Flammen gesetzt. Einer der auf diese Weise ausgelöschten Bewerber trägt eine Halskette mit einem Anhänger, der die Aufschrift „Allah“ zeigt.

Nun habe ein „Muslim aus Großbritannien“ den Videokanal YouTube aufgefordert, das aus seiner Sicht blasphemische Video zu löschen, schreibt die britische Boulevardzeitung „Daily Mail“. Für dieses Ansinnen hatte er bis Mittwochvormittag 52.000 Mitstreiter im Zuge einer Online-Petition gefunden. „In diesem Video wird ganz klar Blasphemie vermittelt, weil Katy Perry, die als Gegnerin Gottes erscheint, einen Gläubigen verschlingt“, heißt es in der Petition.

Still image of Bloodhound Gang bassist Hasselhoff pushing the Russian flag into the front of his pants during a concert in Odessa
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Bloodhound Gang

Jüngst sorgt die US-Rockgruppe Bloodhound Gang für Furore. Bei ihrem Konzert in der Urkaine zog sich der Bassist Jared Hasselhoff eine russische Fahne durch den Schritt und erwähnte dabei den Namen von Präsident Wladimir Putin. Nun hat sich Moskaus oberste Ermittlungsbehörde in den Fall eingeschaltet. Chef-Ermittler Alexander Bastrykin sprach von einem „zynischen Verbrechen“ und von „Missachtung des russischen Staates“, wie seine Behörde am Montag mitteilte.

madonna
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Madonna

Wenn Madonna auf Tour geht, darf es an einer gehörigen Portion Provokation nicht fehlen. Nicht umsonst gehört sie zu der am meisfotografierten und meistdiskutierten Frau der Welt. So sorgte die Sängerin seit Anbeginn ihrer Karriere für Aufmerksamkeit – ob im Hochzeitskleid zu der Performance von „Like A Virgin“ oder als Sexsymbol in Kleidern von Karl Lagerfeld. Besonders der Vatikan zeigte sich durchgängig entrüstet, als Madonna zum Beispiel bei einem Konzert in den 90er Jahren eine Masturbation simulierte oder als sie 2006 mit einer Dornenkrone am Kreuz sang. Jüngste Provokation: Im Jahr 2012 zeigte Madonna vor 50.000 Fans im muslimischen Istanbul ihre rechte Brust.

Amy Winehouse
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Amy Winehouse

Im Jahr 2011 buhten Fans Amy Winehouse bei ihrem Konzert in Belgrad aus. Sie war so betrunken, dass sie nur einige gemurmelte Song-Fetzen singen konnte. Außerdem schwankte sie und konnte ihrer Band kaum folgen. Daraufhin sagte sie alle weiteren Konzerte in der Türkei und Griechenland ab, da sie sich zu weiteren Anstrengungen nicht in der Lage sah. Eine Sprecherin erklärte, die Soul-Diva könnte ihre bestmögliche Leistung nicht bringen.

Immer wieder fiel die Sängerin kurz vor ihrem Tod im Juli 2011 mit Alkohol- und Drogeneskapaden auf.

Justin Bieber In Concert - Brooklyn, NY
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Justin Bieber

Der Teenie-Schwarm erlaubte es sich im vergangenen März, zwei Stunden zu seinem eigene Konzert zu spät zu kommen. Er erschien erst um 22.30 Uhr auf der Bühne, obwohl der Auftritt für 20.30 Uhr angekündigt war. Ohne Entschuldigung fing er an zu singen, woraufhin er gnadenlos ausgebuht wurde. Viele Minderjährige verließen aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit weinend die Halle, ohne ihr Idol gesehen zu haben.

Jüngst steckte sich der Sänger ein iPhone eines Fans einfach in die Unterhose. Jemand hatte das Smartphone auf die Bühne geworfen – und Bieber behielt es einfach.

Jimi Hendrix
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Jimi Hendrix

Der „beste Gitarrist aller Zeiten“, zu dem das Magazin „Rolling Stone“ Jimi Hendrix einst kürte, zertrümmerte seine Instrumente nicht einfach auf der Bühne. Er ging noch einen Schritt weiter und steckte seine Gitarre auf dem Monterey Festival 1967 in Brand. Nach seinem Song „Wild Thing“ legte er seine Gitarre auf den Boden, küsste sie zum Abschied und zündete sie an. Der Grund: Hendrix war der Meinung, dass man das opfern muss, was man besonders liebt.

Ozzy Osbourne
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Ozzy Osbourne

Der „Godfather of Metal“ erlangte 1981 zweifelhafte Berühmtheit, als er einer Taube den Kopf abbiss, weil er seinen Plattenvertrag feierte. In Des Moines warf ein Fan ein Jahr später eine Fledermaus auf die Bühne. Osbourne ging angeblich davon aus, es sei eine Fledermaus aus Gummi sei und biss auch diesem Tier den Kopf ab. Allerdings biss die Fledermaus auch ihn, weshalb er aus Angst vor Tollwut direkt nach dem Konzert im Krankenhaus behandelt wurde.

Berichten zufolge war sie am Samstag in ihrem Haus in Roswell im US-Staat Georgia von ihrem Ehemann und einem Freund entdeckt worden. Die Behörden gehen nach ersten Ermittlungen von einem medizinischen Vorfall aus. Mehr öffentliche Informationen solle es derzeit nicht geben, teilte ein Anwalt mit, man wünsche sich derzeit Privatsphäre. Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf Familienmitglieder, die junge Frau sei im Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt worden.

Es ist das bisher letzte Kapitel in der wechselhaften Familiengeschichte der Browns und Houstons. Whitney Houstons einziges Kind stammt aus der 2007 geschiedenen Ehe mit Brown, er hat fünf Kinder. Immer wieder hatten Drogen- und Familienprobleme für Schlagzeilen gesorgt.

Wie die Stars um Whitney Houston trauern
Whitney Houston
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Im Alter von nur 48 Jahren ist die weltberühmte Pop- und Soulsängerin Whitney Houston gestorben. Und das nur einen Tag vor der Verleihung der Grammy-Awards in Los Angeles, des begehrtesten Musikpreises der Welt. Ihr Tod führt zu weltweiten Trauerbekundungen.

Katy Perry performs "Hey Jude" during the 2012 MusiCares Person of the Year tribute in Los Angeles
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Popsängerin Katy Perry hat auf den Tod von Whitney Houston mit einer Liebeserklärung regiert. „Wir werden Dich immer lieben, Whitney“, schrieb sie am späten Samstagabend per Twitter über den Soul-Diva. Sie sei am Boden zerstört: „Ruhe in Frieden“. Unmittelbar zuvor war ihre erste Reaktion per Twitter ein „Noooooooo“ gewesen, als wolle sie es nicht glauben.

Bieber performs during New Year's Eve celebrations in Times Square in New York
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Popsänger Justin Bieber schrieb über den Kurznachrichtendienst, er bete für Freunde und Familie von Whitney Houston. „Ich habe es gerade gehört. Das ist so verrückt“, schrieb der 17 Jahre alte Kanadier. „Eine der größten Stimmen aller Zeiten ist von uns gegangen. RIP.“ Das „RIP“ steht im Englischen für „Rest In Peace“ - „Ruhe in Frieden“.

Sean "P. Diddy" Combs is being interviewed after the 69th annual Golden Globe Awards in Beverly Hills
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„Ruhe in Frieden, Whitney“, twitterte Rapper Sean „Diddy“ Combs. „Whitney Houston!!! O mein Gott“, so seine erste Reaktion. „Ich kann es nicht glauben. Das ist einer der traurigsten Tage überhaupt.“ Er fühle sich elend. Kurz vor der Todesnachricht hatte er noch per Twitter geschrieben: „Das Leben ist kürzer als Du denkst. Vergeude keine Zeit mit irgendwelchem Mist.“

BET Honors 2012
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Popsängerin Mariah Carey (links) zeigte sich erschüttert über den Tod ihrer Kollegin Whitney Houston. „Mein Herz ist gebrochen und ich weine nach dem schockierenden Tod meiner Freundin, der unvergleichlichen Ms. Whitney Houston“, twitterte sie in der Nacht. „Mein tief empfundenes Beileid ihrer Familie und den Millionen Fans weltweit.“ Sie werde nie vergessen „als eine der größten Stimmen auf Erden“. Houston war am Samstag in einem Hotelzimmer in Beverly Hills gestorben. Mit Carey hatte sie 1998 den Song „When You Believe“ für den Trickfilm „Der Prinz von Ägypten“ gesungen (hier sind die beiden bei einem Auftritt im gleichen Jahr zu sehen).

BET Honors 2012
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Soulsängerin Aretha Franklin trauerte still. „Ich kann einfach nicht darüber reden. Das ist so überwältigend und unglaublich“, schrieb Franklin per Twitter. „Ich konnte nicht glauben, was da im Fernsehen läuft.“ Franklin ist eng befreundet mit Houstons Mutter Cissy. „Mein Herz ist jetzt bei Cissy, (Whintney Houstons) Tochter Bobbi Kris, ihrer Familie und (Ex-Mann) Bobby.“

Etta James Funeral
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„Wir verloren eine weitere Legende. Wir werden sie vermissen“, twitterte Christina Aguilera.

Der Fall Bobbi Kristina erinnert an den Tod von Whitney Houston selbst, die im Februar 2012 am Vorabend der jährlichen Verleihung der Grammy Awards tot in der Badewanne ihres Zimmers in einem Hotel in Los Angeles gefunden worden war. Gerichtsmediziner kamen damals zu dem Schluss, dass die Sängerin versehentlich in der Badewanne ertrank, wobei auch Kokain-Gebrauch und Herzprobleme eine Rolle spielten.

Ruhm ist nicht dasselbe wie eigener Erfolg
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